Blog


#lifestyle Bildstrecke mit Kim (05.04.2017)

Hey zusammen.

Wir möchten euch heute einen kleinen Einblick in unser Kennenlernshooting mit Kim (www.instagram.com/kimkitsch) geben. Kim ist Studentin aus Köln und tanzt irgendwie auf hundert Hochzeiten und ist zufällig die Mitbewohnerin von Mara. :D 
Sie hat uns über Facebook angeschrieben und einfach nach einem Shooting angefragt. 

Zum Kennenlernen ziehen wir meist einfach durch die City und schauen wo sich geiles Licht findet. Mit Kim waren wir genau 110 Minuten in Düren unterwegs. Wenn wir uns die Ergebnisse so anschauen sind wir der Meinung dass das sehr effektive 110 Minuten waren. Wie ihr seht gibts von einigen Bildern mehrere Versionen. Erst im Laufe der Zeit entscheiden wir, welche Version sich endgültig durchsetzt und gezeigt wird. 

In Zukunft wollen wir euch häufiger einen Einblick in ganze Serien geben. Es ist einfach zu schade euch so viele Bilder vorzuenthalten. Habt ihr da Lust drauf?

Ein RIESEN Dankeschön geht an Kim, dass sie sich getraut hat uns anzuschreiben. Es wird definitiv nicht unser letztes gemeinsames Projekt gewesen sein. Schließlich war das erst ein Kennenlernshooting… :D

Bis dahin 
Yvonne & Ralf von #raschfotoDE

Kim (1 von 24)
Kim (2 von 24)
Kim (3 von 24)
Kim (4 von 24)
Kim (5 von 24)
Kim (6 von 24)
Kim (7 von 24)
Kim (8 von 24)
Kim (9 von 24)
Kim (10 von 24)
Kim (11 von 24)
Kim (12 von 24)
20170405 #lifestyle kim #0012
Kim (14 von 24)
Kim (15 von 24)
Kim (16 von 24)
Kim (17 von 24)
Kim (18 von 24)
Kim (19 von 24)
Kim (20 von 24)
Kim (21 von 24)
Kim (22 von 24)
Kim (23 von 24)
Kim (24 von 24)

Projekt „LeidenSchaftLeiden"

LeidenSchaftLeiden


Hallo zusammen.
Viele Menschen “brennen” für etwas. Sei es ein Hobby, einen Sport oder ähnliches. Diese Leidenschaft für eine ganz bestimmte Sache bedarf unweigerlich einer gewissen Leidensfähigkeit.
So sind wir auf das Projekt LeidenSchaftLeiden gekommen. Wir wollen 2017 zwölf Menschen mit ihrer Leidenschaft portraitieren. Ein erstes Model steht fest. Dies soll als Beispiel dienen. Nina ist eines unserer absoluten Lieblingsmodels (Model Handa). Sie brennt für ihren Sport, das Motocross fahren. Leider führt dies unweigerlich zu Verletzungen, Narben und Schrammen. Sie verzichtet auf viel, um den Sport zu finanzieren. Sie fährt quer durch die Weltgeschichte und schläft im Campingwagen, nur um an Rennen teilnehmen zu können oder zu trainieren. Genau das wollen wir in EINEM Bild in 2017 festhalten. Sowohl die Freude, als auch das Leiden hinter ihrer Leidenschaft.

ALSO wenn du einer Leidenschaft verfallen bist freuen wir uns auf deine Nachricht. Wir sind absolut offen darin, was es für eine Leidenschaft ist. Wir könnten uns sogar Schachspieler vorstellen, die Stunden und Tage an Zügen grübeln oder der leidenschaftliche Hobbykoch oder eine Poledancerin, die stundenlang an einer Figur trainiert, oder oder oder.... Wir sind gespannt, was ihr uns vorschlagt.

BITTE traut euch, damit wir das Projekt auf die Beine gestellt bekommen.
DANKE Yvonne und Ralf 

Unsere Ziele für 2017

raschfoto-Bearbeitet


Hallo zusammen.

Eine mittlerweile lieb-gewonnene Tradition ist es, dass wir zu Beginn des Jahres Ziele formulieren. Dies wollen wir in diesem Blogbeitrag kurz und knackig machen.

- Veröffentlichung -
 Der wohl größte Wunsch und damit das wohl größte Ziel ist es in 2017 eine Bildstrecke in einem Printmedium zu veröffentlichen. Aktuell sind wir mitten in den ersten Überlegungen (Model, Medium, usw.). Unser Mentor Sacha Leyendecker wird schon mit Fragen zur Planung bombardiert. ;)

- Mehr Networking -
Wir möchten in 2017 mehr gemeinsam mit anderen Menschen aus der Szene machen. Seien es Meetups oder gemeinsame Projekte. Hierbei geht es nicht darum sich die Kosten zu teilen (z.B. für Locations), sondern vor allem darum sich besser zu vernetzen und einfach tolle Menschen kennenzulernen.

- Investition ins Portfolio -
Wenn wir eins in 2016 gelernt haben, dann dass Model und Location einen RIESIGEN Einfluss auf die fertigen Bilder haben. Waren wir 2015 noch glücklich über jede die verrückt genug war, sich vor unsere Kamera zu trauen hat sich das 2016 zunehmend geändert. Wir sind fest davon überzeugt, dass man an mancher Stelle auch schon mal Geld investieren muss. Wir haben bisher mit wirklich tollen Models zusammen arbeiten dürfen. Für 2017 planen wir sowohl für Locations als auch für Models Geld in die Hand nehmen zu wollen, wenn es nötig ist. Auf unserer “Modelwunschliste” für 2017 stehen unter anderem:
--- Leona Pixie --- (Erstes Shooting im Januar) :D
--- Model Handa --- (Immer wieder eine ganz besondere Freude)
--- Annalene --- (Auch immer wieder grandios und lustig)
--- Fabienne Rollie-Mops --- (Es gibt schon mehrere Termine für 2017, wir freuen uns)
--- Mara Modelpage --- (Wir haben Mara auf einem Workshop kennengelernt und wollen in 2017 unbedingt nochmal zusammen arbeiten)
--- Tamara Figura --- (Ehrlich gesagt wissen wir gar nicht ob Tamara noch modelt, aber sie steht auf unserer Wunschliste)
--- Lamacra --- (Haben wir ebenfalls auf einem Workshop kennen gelernt und wir wünschen uns weitere Bilder mit ihr)
--- Model Widget --- Auch Widget haben wir auf einem Workshop bei Martin Krolop (Krolop & Gerst) kennengelernt. Wenn es sich ergibt würden wir sie unheimlich gerne in 2017 nochmals fotografieren.

- Arbeit mit Male-Models -
Wir wollen unbedingt mit männlichen Models in 2017 arbeiten. Leider gibt es da nur recht wenige. Also wenn ihr nen Tipp habt, immer HER DAMIT.

-Projekt “LeidenSchaftLeiden” -
Ein ganz besonderes Projekt, dass wir für 2017 geplant haben. Es geht um 12 Menschen und ihre absolute Leidenschaft. Mehr dazu kommt bald in der Ausschreibung. :D

-Weiterbildung -
Wie manche von euch wissen besuchen wir sehr gerne Workshops. Hier entwickeln wir nicht nur unsere fotografischen Fähigkeiten, wir lernen auch unheimlich viele tolle Menschen kennen. Neben den beiden “Evergreens”, die unsere bisherige Entwicklung maximal gepusht haben (Sacha M. Leyendecker und Martin von Krolop & Gerst) stehen für 2017 folgende Dozenten auf unserer Wunschliste:
 --- Andreas Jorns für seine unheimlich intensiven und “unaufgeregten” Portraits---
 --- Bildermacher Corwin von Kuhwede für die unglaublichen Geschichten die seine Bilder erzählen---
 --- Stilpirat Steffen Böttcher für seine Sicht auf das Leben, die Fotografie und vieles mehr---
 Schauen wir mal, was sich da ergibt und was realisierbar ist.

So, das soll es erstmal gewesen sein. Wir werden die Notiz hier regelmäßig aktualisieren, um euch auf dem Laufenden zu halten. :D :D :D Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf viele tolle gemeinsame Momente.

Yvonne und Ralf
 

Cosyspeed Camslinger+

Wir lieben unsere Cosyspeed Camslinger 160. HIER haben wir unsere Erfahrungen damit formuliert. Nur haben sich im Alltag an dieser Tasche zwei Nachteile ergeben:
Erstens: Sie war etwas zu klein für Objektive für Vollformat-DSLRs.
Zweitens: Wir hatten nur eine Tasche und haben uns deshalb regelmäßig drum gestritten. ;) 

Ich habe dementsprechend nach einer Alternative gesucht, die auch mit Sigma Art Objektiven und meinem geliebten Sigma 105 Makro funktioniert. Übergangsweise habe ich das Lowepro Lens Exchange 200 AW genutzt. Diese Tasche war recht pragmatisch, aber sah eben nicht sonderlich stylisch aus. 

Umso glücklicher war ich, als Thomas von Cosyspeed mir erzählte, dass sie bald „was größeres“ rausbringen wollen. Er hat uns ein Musterexemplar geschickt und unser Feedback ist in die Entwicklung des Produkts eingeflossen. Umso glücklicher waren wir, dass Thomas uns auf der Photokina 2016 ein Exemplar der neuen Cosyspeed Streetomatic+ übergeben konnte.  

Hier unser Eindruck, nachdem wir die Tasche schon mehrfach bei Shootings und Photowalks dabei hatten.

Äußeres:
SUPER edel. Die Lederoptik kombiniert mit dem Stoff ist farblich genau unser Ding. Es passt perfekt zu unseren Hochzeitsfotografenoutfits. Es musste übrigens kein Tier für dieses Leder sterben. Es handelt sich um ein Hochleistungskunstleder, welches auch in der Autoindustrie verwendet wird.

Ja das Leder hat erste „Kratzer“ von gestern. Aber genau sowas liebe  ich an diesem Material. Es „lebt“, verändert sich, passt sich an. Einfach toll.

Ich nutze überwiegend das Sigma 35 1.4 Art, das Nikon 85 1.8 und das Sigma Makro 105 2.8 

Ein Objektiv auf der Kamera und zwei in der Cosyspeed? Ja das geht:

Im Deckel sind dabei zwei Fächer eingenäht. Hier finden Visitenkarten und Speicherkarten Platz. Geile Idee. Einfach praxisnah und durchdacht. 

Wenn wir nur mit der Kamera losziehen wollen, kommt die Zwischenwand raus und meine d750 passt rein. Knapp, aber es passt und ist pragmatisch.

An den Seiten sind zwei Taschen angebracht. Eine mit einem langen Klettverschlussdeckel und eine mit Reißverschluss. Der lange Klettverschluss ist super, da sie mir mehr Sicherheit vermittelt. Und mein iPhone 6s mit Anker-Akku-Case passt perfekt rein. Klasse. 


In die andere Tasche kommen zwei Zusatzakkus und der Autoschlüssel. Die mitgelieferte Regenhülle habe ich bisher nicht gebraucht, aber sie findet ebenfalls Platz in der Reißverschlusstasche. Läuft.

Der Gürtel an der Tasche trägt sich super. Ich habe an der linken Seite des Gürtels den Capture Clip von Peak Design angebracht und kann die Kamera so auch mal aus der Hand legen. Das klappt auch super.

Ein erstes Fazit: 
Die Tasche ist Hammer, es macht Spaß sie zu nutzen. Ich gebe sie nie wieder her. Auch wenn sie als Tasche für Systemkameras beworben wird ist sie perfekt für DSLR Nutzer. Einen Nachteil wollen wir euch nicht vorenthalten:
Die Tasche ist so bequem, dass wir immer wieder erschrocken an die Seite fassen. Man vergisst das nicht geringe Gewicht der Nikon d750 mit dem Sigma 35 1.4 Art. Und das ist keine leichte Kombi. Also wer seinen Puls ab und an nach oben treiben möchte, kann die Tasche problemlos nutzen. ;)


Danke an Thomas und sein Team von Cosyspeed für diese tolle Tasche. Und bevor jetzt Gerüchte aufkommen: NEIN wir bekommen nix für den Beitrag hier und wir haben die Tasche gekauft! Wir sind einfach nur begeistert. Entschuldigt bitte die schlechten Produktfotos. Das ist einfach nicht unsere Welt. ;)


Hat euch der Beitrag gefallen? Wollt ihr mehr wissen? Wollen wir etwas für euch mit der Tasche testen? Dann lasst uns einen Kommentar da.


Yvonne und Ralf von raschfoto.de


Aufnahmebereiche

Hallo zusammen.

Wir erhalten regelmäßig Shootingsanfragen, sowohl für bezahlte Aufträge als auch für TFP-Projekte. Wenn es dann aber darum geht das gewünschte Shooting zu beschreiben fällt es den meisten Menschen schwer dies in Worte zu fassen. Um das ein wenig einfacher zu machen wollen wir im folgenden Artikel unsere Definitionen beschreiben. Diese haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf Evidenz, es sind einfach unsere Sichtweise. 

Wie ihr in unserem Portfolio seht, unterscheiden wir unsere Fotografie erstmal in folgende Settings:

#lifestyle
Bei Lifestyle Shootings sind wir meist outdoor im urbanen Bereich unterwegs. Shootings in der Natur ergänzen dieses Setting für uns, auch wenn wir hier vergleichsweise selten fotografieren.


#sensual
Sensual-Shootings finden meist indoor statt. Hierbei meinen wir ausdrücklich kein Fotostudio. Wir bevorzugen es „on-location“ zu arbeiten. Entweder mieten wir eine stylische Wohnung, ein Hotel oder sind beim Model zu Hause. Das Ziel sind „gemütliche“ und „sinnliche“ Bilder. 


#nude
Wir entwickeln zunehmend Interesse an der Aktfotografie. Hierbei steht mehr das Spiel mit Licht, Schatten und der Fantasie des Betrachters, als das plakative Zeigen von Haut. Wenn sich ein Mensch so wohl fühlt, dass er sich ohne schützende Kleidung vor die Kamera begibt, dann ist das ein enorm großer Vertrauensbeweis. 


Oft kommt dann die Frage auf, was bei bei einem Shooting anziehen soll. Im Netz findet man eine Vielzahl an Definitionen. Hier findet ihr unsere.

#casual
Hierbei tragen unsere Models Kleidung, in denen sie sich wohlfühlen. Die Menschen die wir fotografieren sollen sich nicht „verkleiden“. Wer nie ein Kleid trägt, soll auch beim Shooting keins tragen. Wir möchten den Menschen in den Vordergrund stellen, nicht die Kleidung. Von der Jeans mit Shirt, bis zum Sommerkleid, vom Zopf bis zum Hut, alles ist möglich. Hauptsache das Model fühlt sich wohl darin. 


#Lingerie
Hierbei geht es um Aufnahmen in Unterwäsche. Wobei wir hier nicht nur Dessous meinen, sondern alles was Mann oder Frau „drunter“ trägt. Auch hierbei soll der Mensch im Fokus stehen, nicht die Wäsche.


#Teilakt
Beim Teilakt ist unser Model „oben ohne“. Sprich die Brust ist nicht durch Kleidung verdeckt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man diese auch sehen kann. Wir unterscheiden hier den „verdeckten Teilakt“ (Brustwarzen sind nicht sichtbar) vom Teilakt, bei dem sowohl die Brust inklusive der Brustwarzen sichtbar ist. Besonders lieben wir es beim Teilakt mit Schatten zu spielen. Wenn der Betrachter vergeblich mehrmals hinschaut in der Hoffnung doch noch was im Schatten, der genau über die Brustwarze verläuft, zu erkennen, dann haben wir alles richtig gemacht. Eines gilt es allerdings zu bedenken: Wenn wir verdeckten Teilakt auf den Bildern zeigen, bedeutet dies jedoch nicht, dass wir beim Fotografieren auch „nix sehen“. Auch wenn das ein oder andere Model das ernsthaft schon mal anfragt. Beim Fotografieren und bearbeiten weggucken ist echt schwer. 


#Akt
Als Akt definieren wir Bilder, bei dem das Model gar nicht bekleidet ist. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man alles sieht. Genau wie beim Teilakt ist es hier möglich mittels der Perspektive oder von Schatten gewissen Körperregionen dem Betrachter nicht zu zeigen. Wir shooten jedoch super selten #Akt, da unsere Art Geschichten zu erzählen diesen Aufnahmebereich meist nicht nötig machen.


Ihr seht, dass die Grenzen fließend sein können. Die letzten beiden Bilder unterscheiden sich nur durch das fehlende Höschen. So wird aus verdecktem Teilakt ein verdeckter Akt. Kleiner aber feiner Unterschied.
Trotzdem hoffen wir hiermit ein paar Fragen beantwortet zu haben. Wenn wir nun ein Setting mit einem Aufnahmebereich kombiniert, dann sind wir schon sehr nah an einer Shootingbeschreibung. :) Wir hoffen, dass dies zukünftige Planungen ein wenig vereinfacht.



Wandbildtest bei Saal-digital

„Guck mal bei Saal, die suchen Tester“. Dieser Tipp von Christian (http://christian-kolbow.de) brachte mich auf die Seite von Saal-digital. Eigentlich ist Saal unser Druckdienstleister des Vertrauens. Wir bestellen hier so gut wie alles. Deshalb durften wir bereits ein Fotobuch bei Saal testen (klick hier). 

Bei Wandbilder schwören wir ja eigentlich auf gerahmte Bilder mit Passepartout. Auch dazu haben wir hier schon mal etwas geschrieben. Trotzdem gibt es manche Fotos, die von „speziellen“ Wandbildern aufgrund der Materialstruktur profitieren kann. So bietet Cewe zum Beispiel an Bilder auf Holz zu drucken. Sehr spannende Sache.
Vielleicht zieht Saal da bald nach? (WINK MIT DEM ZAUNPFAHL) ;)

Bilder auf Alu Butlerfinish zum Beispiel bieten in hellen Bildanteilen eine gebürstete Alustruktur. Dies wertet das Bild auf, da weitere Licht-Schattenspiele hinzu kommen. Dies kann bei manchen Bildern allerdings auch zu ungewollter Unruhe im Bild führen. Ergo bedarf es im Vorfeld guter Planung. Hierfür bietet sich das Saal-Musterset an. Der „Kaufpreis“ wird dem Kunden als Gutschein für spätere Bestellungen gut geschrieben. Eine durchweg faire Lösung. 

Da das Bild von Barclay mit der Ausstellung der Blende nach der Photokina als Wanderausstellung unterwegs ist, haben wir uns für dieses Bild entschieden. Als passende Unterlage haben wir Alu-Dibond gewählt. Auf Butlerfinish haben wir an dieser Stelle verzichtet, da das Bild zu ca. 90% aus schwarzen Bildanteilen besteht. Da bringt der Aufpreis für Butlerfinish nicht wirklich was. 


Die Bestellung bei Saal lief bekannt gut ab. Wir haben diesmal allerdings die neue (?) App fürs iPad ausprobiert. Wir kannten sie bis dato nicht. Diese ist aus unserer Sicht deutlich einfacher und angenehmer als die Mac-App. Schnell und unkompliziert war das Bild ausgewählt und bestellt. Obwohl ich es nicht ausgewählt (und bezahlt) habe, hatte ich das Gefühl eine Expresslieferung bekommen zu haben. Es war schon sehr flott da, schneller als sonst. Vielleicht ein „Tester-Upgrade“? Leider gab es bei der Lieferung mit DHL wiedermal unschöne Dinge zu berichten. Trotz Erlaubnis zur Abgabe beim Nachbarn (Ralf´s Mutter, die defintiv zu Hause war) wurde das Bild nicht zugestellt. Ärgerlich, aber nicht Saal-digital anzulasten. 

Die Verpackung war (wie immer) optimal und selbst ein sehr unsanfter Sturz hätte dem Bild nichts angehabt. Die Qualität des Bilds ist ebenfalls optimal. Wir empfehlen an dieser Stelle die Profilaufhängung. Macht einfach Spaß und ist am flexibelsten.


Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Wir haben neben dem Wandbild noch einen weiteren Artikel bestellt. Die Bezahlung sollte auf Rechung erfolgen. Leider passiert es bei Saal-digital dann häufiger, dass bei unterschiedlichen Produkten mehrere Rechnungen geschrieben werden. Somit muss man mehrere Überweisungen für Teilbeträge tätigen. Das ist nervig und unschön. 

Unser Fazit: Die meisten Bilder werden weiterhin gerahmt. ABER das ein oder andere Bild profitiert von den unterschiedlichen Materialien. Also werden wir in Zukunft bei Saal weitere Wandbilder bestellen...

Habt ihr noch Fragen? Dann haut diese einfach in die Kommentare.

Yvonne und Ralf 

#saaldigital

Photokina 2016

Alle zwei Jahre ist es soweit. 

Die „Weltmesse der Fotografie“ lädt zum Klassentreffen der Fotografie in Köln ein. Glücklicherweise ist Köln nicht allzuweit von uns entfernt, so dass wir die Messe ohne großen Aufwand besuchen können. Bereits 2014 haben wir die Messe mit großer Begeisterung besucht, HIER findet ihr unsere Nachschau der Photokina 2014.


Nun aber zu unseren diesjährigen Erfahrungen. Die Photokina 2016 fand vom 20. bis zum 25.09.2016 statt. Wir sind zum ersten mal am Mittwoch hingefahren. Unterstützt durch zwei Freunde machten wir uns morgens um 8h auf den Weg nach Köln.

IMG 2016


Ein erster kurzer Zwischenstopp sorgte für ausreichend „Doping“ für den anstrengenden Tag. Die Preise in der Kölnmesse sind nämlich nicht sonderlich günstig.

IMG 2017

Dank Presseticket (nochmal ein herzliches Dankeschön an die Kölnmesse für die reibungslose und angenehme Abwicklung) hatten wir die Möglichkeit auf dem Messegelände zu parken. Hierbei fiel uns auf, dass die Security Mitarbeiter unerwartet freundlich waren. Und das ist nicht sarkastisch gemeint. Wir wurden unheimlich zuvorkommend und höflich zum nächsten freien Parkplatz geleitet. TOP.

An der Eingangskontrolle angekommen wurden unsere Taschen kontrolliert (finde ich gut, vor allem da auch hier das Personal echt freundlich war). Dann der erste Schreck: Mein Preseticket wurde vom Automaten nicht erkannt. Eine freundliche (ja schon wieder freundlich) Mitarbeiterin half sofort und gewährte mir den Einlass. Mit den Pressetickets habe man schon die ganze Zeit Probleme. Hier noch ein kleiner Praxistipp: Nehmt nicht den Eingang Süd, wenn ihr 2018 zur Photokina kommen wollt. Nehmt einen der kostenlosen Shuttle-Busse zum Eingang Nord. Da kommt ihr deutlich schneller rein. 

Schnell noch nen Plan geschnappt, allerdings nicht lange genutzt. Die Photokina App ist da deutlich pragmatischer. 
Unser erster Weg führte zur Ausstellungsfläche des Fotowettbewerbs „Blende“, bei dem wir im vergangenen Jahr platziert wurden. Und genau dieses Bild wurde nun auf der Photokina ausgestellt. :D :D :D Ja wir waren ein wenig stolz. :D

14322485 1792145177741470 6372882054952041576 n


Als nächstes fiel uns ein großer Stand des Autoherstellers Mazda auf. Mazda auf der Photokina? Sind wir doch auf der falschen Messe oder ist nebenbei noch eine Automesse?

IMG 2021

Man konnte sich in ein Auto setzen und mittels einer Vielzahl an Kameras ein 360Grad von sich im Mazda Sportwagen machen lassen. Aber der Bezug zur Fotografie wollte sich immernoch nicht erklären. Gibt es so wenig Neuerungen auf der Photokina, dass Platz für einen Autohersteller ist? Also sind wir mal zum Infostand und haben dort nachgefragt. Die erste Erklärung erschien uns etwas konstruiert. Mazda sei ein so junges und hippes Unternehmen und das würde ja zur Fotografie und zur Photokina passen. Hmmmm naja. Die zweite Erklärung war zwar etwas lustiger, aber auch nicht sonderlich aussagekräftig. Wir wurden gefragt, ob wir den Werbeslogan von Mazda kennen. „Zoom, zoom“ würde ja zur Objektiven passen. Schenkelklopfer. Auf die direkte Nachfrage, ob es sich hierbei denn um eine reine Werbeaktion für Mazda handelt, wurde dies mit sanftem Nicken bestätigt. 

Ok, also weiter im Text. 
Die Kölnmesse ist ja riesig. Trotzdem haben wir an jeder Ecke Menschen getroffen, die wir kennen. Leider haben wir meistens ein wenig gequatscht und vergessen ein Selfie zu machen. Wir sind nun mal doch nicht die Social-Media Experten. ;)

Collage

Auf dem Weg zur Halle 9 fiel uns auf, dass Halle 6 nur am Wochenende geöffnet ist. Hmmmm nicht so wirklich befriedigend. Aber dann müssen wir am Wochenende eben schauen, was es da gibt. Trotzdem ärgerlich. 

Wir haben natürlich sportlich die Treppe genommen. Das Schrittziel unserer Garmin-Uhren muss ja erreicht werden. ;)

Neben Halle 9 konnte man sich im Außenbereich aufhalten und etwas „frische Luft“ genießen. Im Gegensatz zur letzten Photokina war auch genug Platz, so dass wir uns setzen konnten. Leider hatte die Currywurstbude keine Currywurst mehr. Und da die Schlange an den Burgern soooooo lang war, haben wir auf warmes Essen verzichtet. Wir hatten ja noch ausreichend Kalorien dabei.

IMG 2038


Als nächstes sind wir als Nikon Fotografen zu Nikon. Auch wenn im Vorfeld bekannt war, dass keine super spannenden Neuerungen auf uns warten, wollten trotzdem hin. Vor allem die neuen Action-Cams wollten wir uns mal anschauen. Leider war am Mittwoch Nachmittag an allen Action-Cams von Nikon der Akku leer oder kurz davor.

Das war echt sehr unschön. Auf unsere Nachfrage bei den Nikon-Mitarbeitern gab es auch keine Lösung. „Oh dann müssen wir die wohl mal laden.“ Guter Plan. Also können wir leider nix zu den Kameras sagen. Ärgerlich sowas und vor allem irgendwie unprofessionell. 

Eine weitere Attraktion bei Nikon hat uns dann zum Nachdenken gebracht. Es gab die Möglichkeit sich mittels VR Brille bei Nikon (aber auch bei vielen anderen Herstellern) in virtuelle Welten abtauchen. Ist das vielleicht der „Jahresurlaub 2020“? Wirkte schon ein wenig wie digitale Zombies. 

 Weiter ging es dann zu Fuji. Wir lieben die Instaxkameras und die angekündigten Schwarz-Weiß Filme reizen uns ENORM. Leider waren auch hier keine Filme zu sehen. Nur mehrere angeklebte Packungen wiesen auf das Produkt hin. Da wir neben der Instax mini auch die Instax Wide Bilder lieben wollten wir wissen, ob es die B/W Filme auch für diese Kamera geben wird. Leider konnte uns diese Frage am Stand niemand beantworten. Auch ärgerlich, wenn man insgesamt fünf unterschiedlichen Personen fragt und von allen immer nur „gehen Sie mal zur Kollegin da hinten, die weiß das“ geschickt wird. Nicht schön. Die neuen Filme kaufen oder testen ging auch nicht. Wieso gehe ich eigentlich zur Messe?

Den Nachmittag haben wir dann den vielfältigen Ausstellungen gewidmet. Genau wie in 2014 war es in diesen Hallen erschreckend leer und man konnte die Bilder wirklich genießen. Leica hatte in Halle 1 den Nagel auf den Kopf getroffen. 

Sind Bilder nicht eigentlich das Wesentliche um das es geht? Die Leica Halle war wie bei der letzten Kina einfach der Hammer. Vor allem die Ausstellung von Bruce Gilden war echt beeindruckend.


Achso: Unser Photokina-Lieblingsthema: Die „Mitfotografen“. Auch dieses Mal waren sie wieder unterwegs. Fotografen mit Rucksäcken voller Ausrüstung die die armen Hostessen und Models ablichteten. Wir haben mittlerweile auch schon eine Vielzahl solcher Bilder in „Portfolios“ entdeckt. Schlimm eigentlich. Aber daran wird sich wohl nie etwas ändern. 

Unser persönliches Fazit der Photokina 2016:
Das wohl größte und bunteste Fotografen-Klassentreffen der Welt. Wir haben so viele tolle Leute getroffen und neue Menschen kennengelernt. Wir haben unendlich tolle Gespräche geführt und unser Netzwerk ausgebaut. Das macht Spaß. Köln wird zur Hochburg der Fotografie. Die Industrie hat uns hingegen dieses Jahr nicht viel neues präsentieren können. Wir gehören allerdings auch nicht zu den Menschen, die sich 90 Minuten in eine Schlange stellen, um die Canon 5D Mark IV „testen“ zu können. Dafür habe ich den Händler meines Vertrauens vor Ort. 

Einzig Thomas von Cosyspeed hatte eine absolute Neuerung dabei, an deren Entwicklung wir mitwirken durften. Diese wurde natürlich direkt eingetütet. Hierzu gibt es aber einen gesonderten Artikel. :D 

Wir freuen uns jedenfalls schon total auf die Photokina 2018. :D


Hat euch unser kleiner Einblick gefallen? Was möchtet ihr noch wissen von unseren Photokina-Erfahrungen? Lasst uns doch einfach einen Kommentar da. :D


Handwerker oder Künstler?

Hallo zusammen.

Happyshooting ist ein Fotopodcast, den sowohl Yvonne als auch ich regelmäßig hören. Hierbei kam in einer der vergangenen Folgen die Frage auf, ob sich die beiden Fotografen eher als Handwerker oder als Künstler sehen. Ich fand die Frage recht spannend und möchte euch meine Gedanken dazu mitgeben.

Schritt 1: Erste Annäherung und Überlegungen
Aus dem Bauch heraus ist ein Handwerker für mich jemand, der auf Anweisung die Vorstellung eines anderen umsetzt. Ich habe eine konkrete Vorstellung wie mein neues Badezimmer aussehen soll, also beauftrage ich einen Handwerker meine Vorstellung handwerklich korrekt umzusetzen. Als Künstler empfinde ich jemanden, der etwas aus seiner eigenen Vorstellung oder Vision heraus erschafft. Dieses Werk wird dann einem Publikum präsentiert und gefällt (oder nicht)

Schritt 2: Begriffsdefinitionen:
Wer mich kennt weiß, dass ich mich solch einer Frage auch gerne über Begriffsdefinitionen nähere. Da es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung handelt, schaue ich gerne bei Wikipedia vorbei wenn ich mich einem Thema nähere. Als Handwerk bezeichnet man „...gewerbliche Tätigkeiten, die handwerkliche Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.“ (Wikipedia) Soweit so gut. Diese Beschreibung trifft definitiv auf mich zu, wenn man Bilder als handwerkliche Produkte oder die Fotografie als Dienstleistung ansieht. Da wir überwiegend Menschen fotografieren geschieht dies in der Regel auch auf Nachfrage. Dies gilt aus meiner Sicht auch für TFP-Shootings, da in der Definition nicht die Form der Vergütung erwähnt wird. 

Als Künstler wird laut der Beschreibung von Wikipedia „… die in der Bildenden Kunst, der Angewandten Kunst, der Darstellenden Kunst sowie der Literatur und der Musik kreativ tätigen Menschen bezeichnet, die Kunstwerke schaffen.“ Da die Fotografie zur angewandten Kunst gehört und ich sehr wohl kreativ tätig bin würde ich mich definitiv als Künstler bezeichnen.

Schritt 3: Blick auf meine Situation
Hmmmm so richtig hat mich das nicht weiter gebracht. Vielleicht helfen meine (vielleicht überspitzte) Meinung? Als Handwerker müsste ich die konkreten Wünsche meiner „Kunden“ umsetzen. Wenn sie ein Colour-Key wollen, dann wäre das kein Problem für mich als dienstleistenden Handwerker. Dann interessiere ich mich nämlich nicht für den Geschmack meiner Kunden. Ich setze um, was mir aufgetragen wird. Da ich außerdem Zwangsmitglied in der Handwerkskammer bin, muss ich ja schon Handwerker sein. 

Hingegen geht es mir als Künstler nur um mein Werk. Mein Künstler-Ich lässt sich nicht reinreden. Wer meine Kunst nicht versteht ist eben ein Banause und nicht würdig meine Kunst zu genießen. Mir geht es als Künstler auch nicht ums Geld. Ich genieße einfach den Augenblick des Schaffens und die Reaktion der Betrachter.

Schritt 4: Fazit
Also was bin ich nun? Ich glaube ich bin ein handwerklicher Künstler. Ich bringe meine Meinung und meinen Geschmack sehr wohl in meine Arbeit ein. Meine Bilder haben meine Handschrift. Aber es gibt auch ein paar No-goes, die ich selbst für VIEL Geld nicht machen würde. Allerdings versuche ich meine Kunden glücklich zu machen und ihren Geschmack zu treffen, solange es mit meinen Vorstellungen kompatibel ist. Die Meinung anderer ist mir nicht egal, sie beeinflusst meine Arbeit. 

Ich finde handwerklicher Künstler eine schöne Definition meines fotografischen Selbstbildes. 


Wie seht ihr das? Seid ihr Handwerker, Künstler oder was ganz anderes?

Freue mich auf euer Feedback.

Euer Ralf




Passepartout

Hallo zusammen.

Die erste Herausforderung bei diesem Beitrag war die richtige Schreibweise des Worts „Passepartout“ zu googeln und dann fehlerfrei zu tippen (reinkopieren geht wegen dem Homepage-Preset nicht.) ;)

Kommen wir zum eigentlichen Thema des heutigen Beitrags:

Bilder gehören gedruckt, denn digitale Bilder sind tote Bilder. Darüber haben wir uns hier schonmal ausführlich ausgelassen (immerhin einer der erfolgreichsten Beiträge auf unserem Blog). Wenn man an Wandbilder denkt, dann sind Leinwände wohl die erste Idee die einem kommt. Wir stehen total auf die Leinwände von zoomwork. Leider sind Leinwände aber nicht gerade günstig und wenn man sich an einem Motiv ggf. irgendwann satt gesehen hat, dann verschwindet das Bild im Keller. Und das ist schade. Daher sind wir irgendwann zu gerahmten klassischen Prints für die Gestlatung unseres Hauses übergegangen. Warum auch immer haben wir allerdings nie Rahmen mit Passepartout verwendet. 

"Schatz, wollen wir nicht nochmal zu Ikea? Hmmmm in der Regel führt das zu neuen Kuscheltieren für die Hunde und Duftkerzen. ;)  Diesmal stand aber zusätzlich eine Bilderrahmen-Großeinkauf an, da wir unsere Wohnzimmerwand umdekorieren wollten.

Wir haben bei dieser Tour „Ribba kennengelernt. Eine Produktlinie von Ikea. Bei „Ribba“ ist ein Passepartout dabei, also haben wir das mal ausporbiert. Und was soll ich sagen: DER WAHNSINN. Unsere Bilder wirken deutlich edler. Schaut euch mal den Vergleich an:

Die Bilder erhalten durch das Passepartout deutlich mehr Platz und wirken nicht so „gedrungen“. 

Unser Fazit: Nie wieder ohne Passepartout. 

Wie bringt ihr eure Bilder an die Wand? Leinwand? Bilderrahmen? Acryl? Wir sind gespannt auf euer Feedback. 

52 Fotografische ProjekteKevin Meredith - mitp-Verlag


IMG 2698


Ein Buch das Inspiration bringen soll. Kevin Meredith hat sich mit 15 fotografischen Spezialisten zusammen getan um ein Buch zu schreiben, das inspirieren soll. In 52 Projekten beschreiben die Autoren auf jeweils 3-5 Seiten eine fotografische Technik und zeigen einige Beispielbilder dazu. Jede dieser Projekte ist aufgeteilt in „Die Idee“, „Die Ausrüstung“, „Der Ablauf“ und weiteren Projektspezifischen Kapiteln. Das wirkt für mich ein wenig wie „Fotos nach Rezept“ von Ben Jaworskij oder von Scott Kelby. In der Einleitung weist Kevin Meredith allerdings darauf hin, dass dieses Buch gewisse fotografische Grundkenntnisse voraussetzt. Alternativ findet man am Ende des Buchs ein Kapitel zu Fotogrundlagen. 

Einige der Projekte sind recht simpel und ich war ehrlich etwas enttäuscht. So ist Projekt Nummer eins „Porträts“ wirklich wenig inspirend. Die Tipps sind sehr oberflächlich gehalten und befähigen mich keineswegs ein gutes Porträt zu machen. Der Tipp das große Kameras oft auf das Model einschüchternd wirken und man daher eine kleinere Kamera nutzen sollte ist nicht direkt falsch. Aber naja ich glaube das ist nicht unbedingt das Geheimnis zu guten Porträts. Im Projekt 12 erfährt man dann, dass das arbeiten mit Models sehr schwer ist, wenn man vom Model gebannt ist. Als Ausrüstung wird hier eine „beliebige Kamera“ und „ein Bildkonzept“ gefordert. Hmmmmm.

Andere Projekte haben mich sehr wohl inspiriert, allerdings wirklich nur als Trigger. Die „Anleitung“ zum Projekt 39 „Konzerte“ ist doch recht rudimentär. Allerdings triggert mich das ein oder andere Bild an, mal drüber nachzudenken mich mit der Konzertfotografie zu beschäftigen. Also inspiriert das Buch auf die ein oder andere Art, wirklich Wissen vermittelt es mir allerdings nicht. 

Fazit:
Selten ist es mir schwerer gefallen meine Meinung zu einem Buch zu formulieren. Manche Projekte triggern Ideen an. Führen dazu, dass ich über neue Projekte nachdenke. Die Techniken dafür werden für mich aber nicht ausreichend beschrieben. Aber ich weiß jetzt, dass es diese Technik gibt und kann mich weiter erkundigen. Aber soll das Buch das nicht leisten….
Ich könnte jetzt ewig so weiter machen. Ich glaube ich würde das Buch vermissen, wenn es nicht im Regal stünde, aber irgendwie ärgert es mich, weil es meinen Wissendurst unbefriedigt lässt, aber es hat den Wissendurst ausgelöst…. Upps, entschuldigt. Schon wieder… 

Ihr seht so wirklich habe ich keine Meinung. Sollt ihr das Buch kaufen? Schaut es euch an und achtet drauf, welche Emotionen es bei euch auslöst. ;)


Hat euch unsere Rezension gefallen? Wollt ihr mehr davon? Dann lasst uns doch einen Kommentar da. 

Liebe Grüße 

Yvonne und Ralf von raschfoto.de

Martin Krolop´s Retusche Workflow (www.krolop-gerst.com/de/store/)

Laufzeit: ca. 5h 
42 Videos
75€ 
http://www.krolop-gerst.com/de/store/post-pro/martin-krolops-retusche-workflow (externer Link)

„75€ für ein Download-Video? Das muss ein Fehler sein!“
Das waren meine ersten Gedanken als ich die Ankündigung des neuen Video-Trainings von Martin Krolop und Marc Gerst gesehen habe. „Na gut, wenn die beiden zeigen, wie man auf dem Himalaya den Yeti im Bikini fotografieren kann, ist das bestimmt berechtigt.“ Das war mein zweiter Gedanke. Es sollte aber ein Workflow Video sein. „Hmmmm das ist aber teuer, die gibt es doch zu Hauf im Netz günstiger, manche sogar kostenlos auf Youtube. Na dann lasse ich da mal die Finger von.“ Außerdem habe ich ja Paddy´s „Wie ich mit Lightroom arbeite“. Was will Martin mir da noch neues zeigen? OK Paddy geht in seinem Workflow nicht in Photoshop, aber damit arbeite ich eh nicht so gerne.

Bis vor ein paar Tagen habe ich so gedacht. Trotzdem nagte die Neugier an mir. Die ersten Stimmen im Netz waren äußerst positiv. Aber 75€? Also nochmal den Blogbeitrag zur Videostrecke und das Probevideo angeschaut. Klang echt gut und sinnvoll und eigentlich sind die Krolop&Gerst Strecken ja auch uneingeschränkt empfehlenswert. Hmmmm…..

Nun gehöre ich nicht  zu den klassischen „Photoshoppern“. Eine digitale Bildentwicklung ist zwar ein Muss in der digitalen Fotografie, wie ich HIER beschrieben habe, aber es ist keinesfalls meine Leidenschaft. 98% meiner Bearbeitung findet in Lightroom statt, Photoshop ist einfach so mächtig, so dass mich die Vielfalt der Funktionen meist (noch) überfordert. 

Wie es nun mal so ist siegte die Neugier und der Wissensdurst. Die 75€ wurden bezahlt und der Download lief. 

Folgende Videos landeten auf meiner Festplatte, ich habe mal meine Gedanken beim Betrachten kurz zusammengefasst:

1.00 Einführung
Ein kurzes und freundliches Hallo und einige einführende Worte. Martin erklärt seine Intention und den Grundgedanken seines Workflows. Sympathisch.

2.00 Behind the Fotos 
Wer Martin kennt, der kennt den Inhalt dieses Kapitels. Fotografie ist und bleibt die Grundlage eines guten Bildes. Es geht um Optimierung, nicht ums Retten von Bildern. Martin erklärt bei den ausgewählten Bildern wo Probleme sind, die fotografisch vielleicht nicht ganz optimal zu lösen waren. Die Making-Ofs zu den  einzelnen Bilder fand ich super spannend.

3.00 Die Tools
Was braucht man zur digitalen Entwicklung der Bilder? Wer hier auf ein Argument zur Anschaffung des 2000€ Cintiq hofft wird enttäuscht. Martin erklärt welche bodenständige Ausrüstung er nutzt und warum. Auf der Couch retuschieren? Äußerst sympathisch…. :)

4.00 LR & PS
Ein (zumindest meinem Wissen nach) Alleinstellungsmerkmal ist die Beschreibung eines Workflows, der auf Lightroom UND Photoshop setzt. Die meisten Photoshopper arbeiten eben NUR in Photoshop, Paddys Videostrecke bezieht sich nur auf Lightroom. Martin nutzt aus jedem Programm das, was schnell und effektiv ist. Cooler Ansatz, kommt mir entgegen.

5.00 Katalog & Import
Martin erklärt, wie er auf dem Rechner seine „Projekte“ sortiert. Eine gute Lösung, wenn man noch keine ordentliche Struktur hat. Ich habe eine etwas andere und bleibe auch dabei. Allerdings werde ich für konkrete Aufträge dieses „Konzept“ mal ausprobieren, weil es einfach logisch erscheint.
Beim Import wird ein Import-Preset angewandt, das man mit wenig Aufwand auf dem Blog von Krolop-Gerst finden kann. Für Portraits super. ich fotografiere aber ja auch anderes. Also habe ich für mich das etwas angepasst. Aber das ist ja auch Sinn der Reihe. Anregen und nicht Vorgeben.

6.00 Auswahl
Das erste Video, bei dem ich kurz enttäuscht war. Ich hatte mir erhofft, dass Martin live eine Speicherkarte einlegt und ein Shooting mal durchsortiert. Er geht aber hin und erklärt an sehr unterschiedlichen Bildern, wie er aussortieren würde. Da Martin einfach gut erklären kann verflog meine Enttäuschung schnell, da es absolut nachvollziehbar ist, wie die Auswahl getroffen werden kann. Gutes Konzept, hab ich testweise ausprobiert, klappt besser und schneller als mein bisheriges „gucken wir mal, welches Bild gut ist und bearbeiten das direkt“. ;)

7.00 Shortcuts
Ich arbeite schon länger mit den Shortcuts, daher hatte dieses Video wenig Neues für mich. Wer es noch nicht kennt: Versucht es, es spar unheimlich viel Zeit.

8.00 Entwicklungslogik
Nun geht´s ans eingemachte. Martin erklärt kurz und bündig welchen Weg er mit den Bildern gehen will. So simpel aber klasse. Vorbereitungen durch Angleichen erleichtert die spätere Bearbeitung so ungemein. Ich bin begeistert, eines der produktivsten Videos für mich

8.01 Doppelt-Selektives-Arbeiten
Einfach-Selektives oder Doppelt-Selektives Arbeiten. Was ist das? Doppelt-Selektives Arbeiten ist DIE Technik zur optimalen RAW-Entwicklung. Eigentlich ganz logisch und von vielen bestimmt unterbewusst umgesetzt wurde. Es nun aber formulieren zu können macht es allerdings nochmal klarer. Gefällt mir.  

8.02 2-1+3-4=0
Hier musste ich schmunzeln? Nachdem Mathematik ein spannendes Thema in Paddys neuer Videostrecke war hier nun die Nachhilfe? Nein, natürlich nicht. 
Eine so simple Logik, die einfach genial ist. Für mich DAS Video, welches jetzt schon merklich meinen Workflow beschleunigt hat. Wie oft habe ich die Pinsel im Nachhinein angepasst, Masken eingeblendet, Flächen wieder entfernt und so weiter… Martins weg ist EINFACH, schnell und GENIAL. Für mich ist alleine dieses Video 75€ wert….

8.03 Verlaufsfilter
Habe ich bisher selten eingesetzt, anscheinend viel zu selten. Martin erklärt, warum und vor allem wie die weichen Verläufe optimal einzusetzen sind. Muss ich im praktischen austesten, aber klingt logisch.

8.04 Radialer Verlauf
Martin mag ihn wohl nicht, viele andere Fotografen anscheinend schon. Ich habe ihn ehrlich gesagt noch nie wirklich genutzt, daher nix neues für mich in diesem Video. Aber Martins Argumente sind schon überzeugend.

8.05 Spot in da face
Eines der „Geheimnisse“ der Krolop-Gerst Bilder. Nachdem ich das Video geschaut habe, hab ich gedacht „ist doch logisch“. Leider bin ich vorher selber nicht drauf gekommen. Mist… ;)

8.06 Hauptarbeit
Eine erste Zusammenfassung des bisher gehörten. Wird auch nötig, weil das schon sehr viel Input war. Außerdem macht es Sinn die ersten Schritte nochmal komprimiert zu hören. Wiederholung festigt Wissen sagt der Pädagoge.

9.00 LR
Erst jetzt geht es an die Regler, die ich immer zuerst benutzt habe. Martin arbeitet halt Doppelt-Seletiv. Jetzt legen wir also die Grundlagen für die spätere PS-Optimierung

9.1 WB
Weißabgleich. Auch hier wieder: Wer gut fotografiert hat später weniger Arbeit. Den Weißabgleich als Gestaltungselement haben wir alle schonmal gehört, aber Martin bringt es auf den Punkt.

9.2 Linien
Bei diesem Kapitel musste ich so schmunzeln. Ich stehe ja total auf Symmetrie und Martin scheint die Leidenschaft zu geraden Linien zu teilen. „Ich hasse schiefe Linien!“ Ist ein klares Statement. Er erklärt, wie er in LR die Linien schon optimiert, wenn es möglich ist. Upright sei dank…

9.3 Kontraste und Kurven
Ich mag den kontrastreichen Look von Krolop&Gerst. Bisher habe ich den versucht zu 100% über Lightroom zu erzeugen. Martin erläutert hier, wieso das meistens nicht klappt und wo die großen Stolperfallen sind. Auch hier gilt: Vorbereitung für das Finish in PS.

9.4 Farben separieren
Farben einzeln in PS zu bearbeiten war mir bekannt. Wie ich mit diesen Reglern gute Voraussetzungen für den späteren Bildlook PS schaffe allerdings nicht. Spannende Herangehensweise, muss ich mir allerdings defintiv nochmal in Ruhe zu Gemüte führen.

10.00 LR-2-PS
Bearbeiten in TIFF, 16-Bit Farbtiefe um ja kein Detail zu verlieren…? Pustekuchen. Dieses Video war wirklich heftig, ich sage nur jpg. Ich vertraue Martin, dass er uns nicht beschwindelt, aber das widerspricht irgendwie allem, was ich bisher gehört habe. Krass wieviel schneller Photoshop bei mir arbeitet und nach einem (!) Test muss ich sagen: Der Mann hat Recht…

11.00 PS Hilfslinien 
Als Gerade-Linien-Liebhaber kannte ich die Möglichkeit der Hilfslinien schon. Also nix neues, schnell weiter…

12.00 PS Transformieren
Jetzt kommen wir in Bereiche vor denen ich häufig Respekt in PS habe. Pixel-Verschieben. Martin erklärt hier mit welchen einfachen Kniffen er echt beeindruckende Effekte bekommt. Ich bin begeistert, so schwer ist es nicht (allerdings bedarf es definitiv Übung)

13.00 PS Model-de-forming
„Das kannst du ja in Photoshop machen!“ Wer hat diesen Satz noch nie gehört? Martin eröffnet uns hier seine Meinung zu Möglichkeiten und Risiken. Ehrliche Worte, die zum Nachdenken anregen. Gefällt mir.

13.01 Formgitter
„Verflüssigen ist die hohe Kunst von Photoshop“ sagt man.
Ich kann es nicht… Sieht immer komisch aus. Martin erklärt das Formgitter, das ich als Alternative kannte. Aber auch hier hat er viele tipps und Kniffe, die ich nicht kannte. Ich muss mehr fotografieren, um das alles auszuprobieren. ;)

13.02 Verflüssigen
Mist, jetzt doch. Naja dann schauen wir mal…
Hmmmm Martin nutzt es für leichte Veränderungen, Kleidung anpassen, leichte Anpassung der fotografisch nicht optimal eingefangenen Körperteilen. Verflüssigen als Frisur-Retter, auch spannend. Na gut, ich werde mich mal damit näher auseinander setzen.

13.03 Flächen füllen
Auch das kannte ich schon aus anderen Tutorials, daher schnell weiter zum nächsten

14.00 PS Störer
Störer kann man bewusst einsetzen, oder eben weg machen müssen. Martin erklärt, was ihn meist stört und wie er es entfernt. Genial einfach und krasse Wirkung. Wie erkenne ich Ablenkungen und wie behebe ich sie, um meinem Motiv noch mehr Aufmerksamkeit des Betrachters zu garantieren.

15.00 Farbstörer
Hmmmm, noch mehr Störer? Ja in den Farben. Also ein zweiter Schritt, um diese zu entfernen. Muss ich allerdings auch noch etwas mehr mit rumspielen.

16.00 Haut
Martin gönnt der Haut EIN Kapitel. Dieses Thema hat ganze Tutorial-DVDs gefüllt. Aber er hat Recht. Muss ich wirklich ne Stunden dran sitzen um die Haut zu retuschieren. Wenn ich ne gute Visa habe (oder es dank Femke selber kann) kann ich mit Martins Technik schnell und effektiv arbeiten. Dieses Video erklärt Martins Intention und dient als Einstieg

16.01 Ausbessern
Schritt eins: Ausbessern.
Das kostet viel Zeit und kann zur „Never-ending-Story“ werden. Martin entfernt grobe Hautfehler mit Ausbessern und Stempelwerkzeug. Nicht viel neues für mich, aber nochmal ne gute Auffrischung (wie war das nochmal mit den Wiederholungen) ;)

16.02 Abpudern
Es gibt nix schlimmeres als diese „Maskengesichter“ die einfach nur wich gezeichnet sind. Martin stellt das digitale Abpudern von Calvin Hollywood in einer leicht abgewandelten Form vor. Sehr geil, nur die PS-Aktion hätte ich mir als Download gewünscht. Werde ich die Tage mal nachbauen, ist auch simpel. Nene immer diese Erwartungshaltung der Kunden…. ;)

16.03 Hautrauschen
Wie, was Rauschen? Wir kaufen uns teure Kameras um Rauschen zu vermeiden und dann soll ich es nachträglich aufbringen. JA, denn es ist ein krasser Effekt den Martin hier auf der Haut zaubert. So langsam verstehe ich, wieso die Krolop-Gerst-Bilder so knackig und kontrastreich sind. 

16.04 Hochpass für die Haut
Auch hier gibt´s ne PS-Aktion, wird nachgebaut. Der Hochpassfilter bringt Schärfe, vor allem in die Haut. Faszinierend zu sehen, was da möglich ist.

17.00 Flares
Yeahhh, ich liebe die Dinger. Kostenlos und einfach geil. Martin erklärt wie er sie benutzt.

18.00 D&B light
Nach dem Verflüssigen wohl DIE Technik in Photoshop. Auch hier kann man Stunden investieren, mag ich aber nicht. Martin gibt eine schnelle und effektive Möglichkeit Highlights zu setzen. GEIL, weil es eine große Wirkung auf das Bild hat, aber wenig Zeit kostet. Genau das was ich mag…

19.00 Finish
Die letzten Anpassungen an das Bild. Kleine Schritte mit großer Wirkung. Spätestens jetzt steht fest: ich muss die Strecke noch mindestens einmal gucken, wird aber auch nicht langweilig…

19.01 Selektive Farbkorrektur Farbe
Diese habe ich bisher nur bei unserem Holi-Shooting genutzt um den Hintergrund schwarz zu bekommen. Diese Ebene ist allerdings enorm mächtig. Martin erklärt wie er schnell große Wirkungen erzielt. Gefällt mir, muss ich testen.

19.02 Selektive Farbkorrektur Luminanz
Kontrast, eines der Merkmale von Krolop&Gerst-Bildern. Hier gibt´s die Anleitung wie es geht. Vielleicht wiederhole ich mich, aber KRASS, wie man in unter einer Minute SO einen Effekt erzielen kann.

19.03 2xSättigung
Noch mehr Kontrast? Ja, Martin tut es. Wieder ein geniale Aktion (auch die baue ich nach), die nochmal mehr Knackigkeit ins Bild bringt, ohne fiese Ausreißer oder Candy-Style-Farben zu produzieren. Einfach nur geil….

19.04 USM Schärfe
Der letzte Schliff an Kontrast und Schärfe mit Hilfe des Unscharf-Maskieren. Nix neues, aber eben Martin-Style. 

19.05 Webausgabe
In JPG Wandeln entfällt ja. ;) Aber wie kriege ich mein Bild nochmal optimal fürs Web vorbereitet. Wie wirke ich den nicht-profilierten Monitoren der meisten Betrachter meiner Bilder vor. Schöne Idee, ob ich alles davon übernehme weiß ich aber noch nicht.

20.00 Schlusswort
Wie schon durch. Schade, aber absolut faszinierend, wie einfach genial der Workflow war. Ich muss mir den jetzt nochmal anschauen und mir Notizen machen. Sehr viel Input und einfach, genial und vor allem SCHNELL.

FAZIT:

Wahnsinn. Es gab keine Videostrecke, die ich binnen 2 Tagen durch hatte, so viele Anregungen zur Anpassung meines Workflows bekomme habe und das dringende Bedürfnis diese Strecke nochmal zu gucken. Der Informationsgehalt ist sehr hoch, aber ich hatte nicht dieses typische „nach drei Videos ist der Kopf voll“, wie bei vielen anderen Videostrecken.

Fälschlicherweise ging ich davon aus, dass einzelne Bilder von A bis Z den Workflow durchlaufen. Anfangs war ich etwas irritiert, aber im Nachhinein betrachtet ist die gewählte Vorgehensweise (Schritt im Workflow an den Bildern zeigen, die es brauchen, aber auch erklären wieso manche es nicht brauchen) absolut passend. Man muss nicht die einzelnen „Techniken“ verstehen, sondern den Grundgedanken des Workflows.

75€ sind vergleichsweise viel. Wenn man sich allerdings überlegt was man dafür bekommt finde ich es absolut angebracht. Zum einen verrät Martin uns, wie der typische „Krolop-Gerst-Look“ entsteht, er verrät also „Firmes-interna“. Andererseits spart man viel Zeit. Für den Fotografen, der Geld verdient bedeutet das Zeitersparnis und damit bares Geld. Der „Hobbyfotograf“ erhält einfach mehr Zeit seinem Hobby nach zu kommen und muss nicht unendlich lange vor dem Rechner sitzen. Außer er will es. ;)

Also von mir eine KLARE Kaufempfehlung, ich starte jetzt Runde zwei, diesmal mit Blatt und Stift für Notizen… ;)


Fragen, Anregungen, Fehler, hab ich was vergessen? Dann schreibt uns eine mail oder nutzt die Kommentarfunktion. Feedback ist immer erwünscht und gerne gesehen…. ;)


Euer Ralf

Benefizveranstaltung Poledance

Vor nicht allzulanger Zeit durften wir Claudia bei ihrem Sport fotografieren. Claudia ist begeisterte Pole-Tänzerin. So haben wir Petra von BestForm Poledance kennengelernt. Sie sprach uns vor gut 6 Wochen an, ob wir nicht eine von ihr organisierte Benefizveranstaltung fotografisch begleiten wollen. Hierbei sollte einem Mädchen geholfen werden, das beide Eltern verloren hat. Zufälligerweise haben wir die junge Dame im Vorfeld schon auf einer Hochzeit kennenlernen dürfen. Da mussten wir nicht lange überlegen. In einer wirklich wunderschönen Location (Alte Molkerei in Düren) wurde einen ganzen Sonntagnachmittag Poledance auf höchstem Niveau gezeigt. Als weiteres Highlight überreichte Peter Borsdorff von “Running for Kids” einer Spende zur Unterstützung. Darüber hinaus wurden eine Vielzahl an neuen potentiellen Knochenmarkspendern von der DKMS Deutschland registriert. Ein rundum gelungener Tag und wir sind froh einen kleinen Betrag dazu geleistet haben zu dürfen.

20160522 17-32-19 RS www.raschfoto.de-3
20160522 14-23-57 RS www.raschfoto.de
20160522 14-25-51 RS www.raschfoto.de
20160522 14-26-05 RS www.raschfoto.de
20160522 15-03-31 RS www.raschfoto.de
20160522 15-28-02 YS www.raschfoto.de
20160522 15-42-16 YS www.raschfoto.de
20160522 15-43-37 RS www.raschfoto.de
20160522 15-47-37 RS www.raschfoto.de
20160522 15-50-33 RS www.raschfoto.de
20160522 15-58-35 YS www.raschfoto.de
20160522 16-25-22 YS www.raschfoto.de
20160522 17-31-05 RS www.raschfoto.de
20160522 17-37-41 YS www.raschfoto.de
20160522 18-02-59 RS www.raschfoto.de
20160522 18-03-59 RS www.raschfoto.de
20160522 18-15-51 RS www.raschfoto.de
20160522 18-17-06 YS www.raschfoto.de


Einführung in die People-Fotografie - Einzelcoaching mit Paddy und Aki (shop.neunzehn72.de)

10411057_10152596661933582_4429436977775819880_n

Laufzeit: ca. 6h (ca. 5,8GB Download)
24 Videos
45€ 
http://shop.neunzehn72.de/produkt/einfuehrung-in-die-people-und-portrait-fotografie/ (externer Link)

„Ich möchte fotografieren lernen und buche dafür einen 4-tägigen Einführungskurs bei Patrick Ludolph in Hamburg!“ So könnte man den Inhalt der neuen Videostrecke von Paddy in Zusammenarbeit mit Aki kurz zusammenfassen. In der Realität wäre das bestimmt möglich, für die meisten aber außerhalb der finanziellen Möglichkeiten.

Ich habe mir die Grundlagen der Fotografie mit Pavel Kapluns DVD erarbeitet. Meine Frau hatte zu Pavel nie nen richtigen „Draht“ gefunden. Sie fotografiert aber gerne mit und schließlich haben wir ja auch noch eine Ersatzkamera. Somit kam Paddys neue Videostrecke wie gerufen. Der Zuschauer begleitet Aki (Model und ambitionierte Fotografie-Einsteigerin) bei ihrem Einzelcoaching mit Paddy. Von „den großen Drei“ (Belichtungszeit, Blende, Iso), über eine kleine Objektivkunde, bis hin zu richtiger Belichtung, Weißabgleich und Nutzung des Autofokus bietet Paddy einen sehr guten und für den Laien gut nachvollziehbaren Einstieg in die Theorie der Fotografie.

Im Anschluss begleitet der Zuschauer Aki bei ihrem ersten Studioshooting mit der wunderbaren Maria. Aki lernt, dass die Kommunikation mit dem Model hinter der Kamera gar nicht so leicht ist. Die Relevanz des richtigen Hintergrunds und das erste Outdoor-Shooting schließen den Praxis-Teil ab. 

Ich könnte noch so viel mehr über dieses Training schreiben, zum Beispiel das Aki geniale Posingtipps gibt oder Paddy sich mit 2 Damen und einem Koffer voller Klamotten auseinandersetzt. Aber ich mag hier nicht zuviel verraten oder euch langweilen.

Fazit:
Wie einige von euch wissen arbeite ich als Dozent im Gesundheitswesen und absolviere ein Studium mit pädagogischem Schwerpunkt. Ich habe immer mal wieder versucht meiner Frau die Grundlagen Fotografie zu vermitteln. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Paddy in 6h Video das geschafft hat, was ich schon lange versuche. Er vermittelt mit seiner lockeren und leicht nachvollziehbaren Art fotografisches Wissen, so dass es hängen bleibt.
Ist diese Videostrecke nur etwas für Einsteiger? Ich denke nein. Ich gehe davon aus, die Grundlagen der Fotografie zu beherrschen. Trotzdem habe ich aus dieser Strecke den ein oder anderen Kniff mitnehmen können. Außerdem konnte ich einige Erklärungen für „kannst du mir mal meine Kamera erklären“-Anfragen aus dem Freundeskreis übernehmen. Also eine klare Kaufempfehlung, auch wenn der Preis von 45€ erstmal viel erscheint. Die meisten DVDs zu dieser Thematik liegen in diesem Preissegment, bzw. knapp drüber. 

Habe ich etwas vergessen, sind noch Fragen offen? Dann schreibt uns an oder lasst uns einen Kommentar da.

Yvonne und Ralf

PS: Alleine der Abspann ist 25€ wert, so habt ihr Paddy und die anderen noch NIE gesehen! So hässlich kann schön sein…..

Währung „likes"

Hallo liebe Blogleser.
Die Zeiten in denen nur in Euro oder Dollars gezahlt wurde sind wohl vorbei. Die neueste „Währung“ sind likes.  

Das man Facebook likes kaufen kann, ist mittlerweile allseits bekannt. So muss man auf ebay nur den Suchbegriff „likes“ eingeben, um "7500 aktive Likes aus Deutschland für 40€" angeboten zu bekommen. Fitesstudios bieten freies W-Lan an, wenn man deren Facebookseite liked und einen Post über die aktuelle Anwesenheit legitimiert. Textilunternehmen geben Rabatt, wenn man sich bei Facebook als glücklicher Kunde outet.

Aber was bringt das alles? 
Social Media sind mittlerweile ein zentraler Bereich unseres Lebens geworden. "Ein Tag ohne Facebook ist ein verlorener Tag“ könnte die Neu-Interpretation eines bekannten Sprichworts sein. Über Facebook erhalte ich von der Telekom deutlich schneller eine Antwort, als wenn ich die Hotline anrufe. 

Ergo: Social Media haben eine enorme Werbewirkung. Wenn ich in meiner Time-Line mehrmals von „Freunden“ auf etwas aufmerksam gemacht werde, dann schaue ich mir das eher an. Werbung in Facebook funktioniert bei mir als Konsumenten deutlich besser als ein Fernsehspot, weil meine „Freunde“ es mir ja indirekt empfohlen haben.

Aktuell werden pro Minute bei Facebook ca. 3,12 Milliarden mal der like-Button gedrückt, von dem jedes Unternehmen einen möglichst großen Prozentsatz abbekommen möchte. Likes sind halt eine gute und virale Werbemöglichkeit. Die „Werbenden" merken garnicht, dass sie werben und die „Kunden“ denken sie erhalten eine persönliche Empfehlung eines Freundes und keine gut konzipierte Werbung.

Ein like ist also wertvoll, wir verschenken es häufig. Achte doch mal drauf, wie viele du davon täglich vergibst und wofür…. :)

Wie denkt ihr über das Thema? Überlegt ihr bevor ihr liked genau oder ist es eher ein Automatismus. Wir sind sehr gespannt auf eure Kommentare.

Fremde auf deine Facebook-Seite einladen

Hey zusammen.

Die meisten von euch die eine Facebook-Seite betreiben kennen die Funktion Freunde auf eure Seite einzuladen. Allerdings scheiden sich die Geister darüber, ob man die Funktion nutzen sollte. So hat Paddy von neunzehn72.de sich mal sehr deutlich dagegen ausgesprochen. Hat ja schon ein wenig was von Werbung. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wirbt, der stirbt.

Ich bewerte eine einzelne Einladung positiv. Die wenigsten Menschen in meiner Umgebung setzen sich intensiver damit auseinander, wie Facebook tickt. Letzte Woche wurde ich noch gefragt: „Fotografierst du noch, hab schon lange keine Bilder mehr gesehen“. Ja wenn du ein paar mal nicht auf den Beitrag reagierst (like oder Kommentar), dann zeigt Facebook dir nix mehr von der Seite. Aber das soll heute nicht Thema sein. 

Ich lade gerne Menschen auf unsere Facebook-Seite ein. Ich zwinge ja niemanden dazu ein like da zu lassen. Auch halte ich wenig von Gewinnspielen, die ein like erfordern um teilzunehmen. Aber eine freundliche Einladung führt dazu, dass Menschen eine bewusste Entscheidung treffen, ob sie die Seite liken und unserer Arbeit folgen wollen. 

Aber wie lade ich FREMDE auf die Seite ein? Das werde ich häufiger gefragt, daher hier eine kleine Zusammenfassung:

1. Ihr müsst als Privatperson angemeldet sein. Dies erkennt ihr an dem kleinen Icon oben rechts. Außerdem funktioniert es nicht per App (jedenfalls habe ich auf iOS noch keine Möglichkeit gefunden)

2. Ich suche mir in der timeline meiner Seite einen Betrag heraus und klicke auf die Leiste „XYZ und xyz weiteren Personen“

Screenshot 2016-03-20 17.11.111

3. Das nun folgende Fenster zeigt euch genau aufgelistet, wer das Bild oder den Beitrag geliket hat. Darüber hinaus wird angezeigt, ob derjenige die Seite bereits geliket hat. Wenn das nicht der Fall ist, einfach auf „Einladen“ klicken.
Hat eine andere Seite deinen Beitrag geliket, wird das ebenso angezeigt. Diese kann man allerdings nicht einladen. Allerdings könnt ihr die fremde Seite direkt selber liken, wenn ihr wollt.

Screenshot 2016-03-20 17.06.39

4. Habt ihr auf „Einladen" geklickt erscheint ein ausgegrautes „Eingeladen“

Screenshot 2016-03-20 17.06.57

5. Das erscheint für diese Person aber nicht nur für diesen Beitrag, sondern in allen restlichen auch. Ihr könnt also niemanden mehrfach einladen und damit zuspammen. Ihr könnt jeden User nur ein einziges Mal höflich auf eure Seite einladen.

6. Liket derjenige dann die Seite erscheint „Gefällt das“

Screenshot 2016-03-20 17.40.44

Über das Zahnrad könnt ihr den User sperren, wenn er zum Beispiel Spam verbreitet.

FEDDISCH. ;)

Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht und bisher keine negativen Antworten auf meine Einladungen erhalten. Ein Grund hierfür ist aus meiner Sicht, dass man nur einmal eine Einladung senden kann. Somit wird man nicht "aufdringlich werbend“, sondern „höflich einladend“. Außerdem nerven mich diese „gesponserten Beiträge“ deutlich mehr, für die fremde Fotografen auch noch zahlen.

Habt ihr die Technik schon gekannt? Nutzt ihr das oder lehnt ihr es ab fremde Personen auf eure Seite einzuladen?  

Wie immer bin ich auf eure Meinungen gespannt.

Liebe Grüße


Ralf


„Ich war wohl suchtgefährdet…"

In der letzten Zeit habe ich enorm wenig Zeit. Dies liegt wohl daran, dass ich in meinem Hauptjob gut eingebunden bin und parallel an meiner Master-Thesis schreibe. 

Keine Sorge, das hier wird kein „Ausheul-Beitrag“. ;)

Aufgrund der aktuellen Situation habe ich versucht herauszufinden, womit ich die meisten freien Minuten verbringe. Und ich war ein wenig erschrocken, dass „Facebook“ sehr weit oben auf der Liste stand. Diese Erkenntnis ist vermutlich für die wenigsten von euch neu. Facebook lädt halt einfach zum regelmäßigen Verweilen ein.

Neben dieser Homepage betreiben wir von raschfoto.de eine Facebook-Fan-Page. Experten empfehlen die Interaktion der Follower zu triggern und möglichst schnell auf Interaktion zu reagieren. Anfangs war der Griff zum Handy oder Tablet (mit der installierten Facebook-App) noch selten, aber ich möchte ja alles richtigmachen und keinen Follower verprellen. Facebook „bestraft“ mich als Seitenbetreiber ja sogar, wenn ich nicht schnell genug auf Nachrichten reagiere. 

Screenshot 2016-02-21 17.03.54

So prangt ein "Button der Schande" auf meiner Startseite. Beeinflusst mich das? Anscheinend schon. War schon immer ein Sammler und solche „Plaketten“ muss ich einfach haben.

Hinzu kommt ja noch der ständige Druck den Facebook mittels der dauerhaft präsenten „Statistiken“ aufbaut. Einerseits ein Segen und Motivation, können sie auch unschön sein und Druck ausüben. Ich verstehe schon warum Facebook das macht. Schließlich kann ich Facebook dafür bezahlen bessere Statistiken zu bekommen. Wenn man mittlerweile sieht, wer seine Bilder und Beiträge alles „sponsored“ bin ich manchmal erschrocken. Die wenigsten „sponsored“ Beiträge zielen darauf an ein Produkt zu bewerben. Selbst reine Hobby-Fotografen investieren „ein paar Euro“ um mehr Reichweite zu erreichen. Das Statistik-Monster muss ja gefüttert werden und ein guter Fotograf ist man ja anscheinend auch nur mit den passenden Statistiken. Schließlich ist das so schön mess- und vergleichbar. Auch hierfür bietet Facebook Möglichkeiten. „Seiten im Blick behalten“ für das kleine Ego-Ranking.

Screenshot-Statistiken

Diese roten Zahlen sehen einfach unschön aus und triggern mich an „etwas zu tun“. Und nicht nur etwas, sondern es fordert mich regelmäßig aktiv zu sein, um meine Reichweite zu pushen. Paddy von neunzehn72.de hat da einen schönen Beitrag zu geschrieben: „Facebook, wir müssen reden“

Dieser Zwang häufig aktiv zu sein führt bei mir zur regelmäßiger Nutzung, nur mal schnell gucken ob ich auf etwas reagieren kann/muss. Hmmm erfülle ich damit nicht schon die Definition eines Süchtigen? Oder zumindest eines „Suchtgefährdeten“? Ich glaube schon.

Aufgrund der aktuellen Zeitknappheit musste ich dann die Notbremse ziehen. Ich habe unheimlich viel Zeit auf Facebook verbracht, um sofort auf Kommentare zu reagieren, neue Beiträge zu posten, nix zu verpassen und möglichst lange aus den roten Zahlen raus zu sein. 

Nun kann man sagen „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“. Das stimmt soweit, ging mir aber nicht weit genug. Ich habe die Facebook-App von allen Systemen entfernt. Nein ich habe Facebook nicht verbannt, aber ich habe mich vor gut zwei Wochen von den Push-Benachrichtigungen verabschiedet. Die bekommt man nämlich nicht, wenn man „nur“ mit Safari auf die mobile Facebook-Seite zugreift.

Die zwei Wochen waren sowas von entspannt. Ich schaue regelmäßig auf Facebook vorbei und stelle fest, dass ich kaum etwas verpasst habe. Infos, für die ich sonst eine Push-Nachricht erhalten hätte, waren beim zweiten Blick eigentlich irrelevant oder „nice to know“. Damals habe ich auf die Push-Nachricht sofort reagiert und geschaut was Facebook mir da anbietet. Und meinen Statistiken hat das ganze auch nicht mehr geschadet, als das ganz normale „rauf und runter“, was Facebook meiner Meinung nach Seitenbetreibern regelmäßig auferlegt.

Mein Fazit: Ich verpasse nichts, bin entspannter und habe deutlich mehr Zeit. Und ich habe nicht mehr das Gefühl süchtig zu sein, bzw. suchtgefährdet zu sein. Ich konsumiere Facebook wann ich will und nicht mehr dann, wenn mein Handy mir es sagt. Das fühlt sich gut an. Und ein kleiner „Bonus“: Mein Handyakku hält nun deutlich länger. ;)

Wie stehst du zum Thema? Wieviel Zeit verbringst du EHRLICH mit Facebook? Nutzt du Push-Benachrichtigungen? Wie beeinflusst dich dieses "Push-Nachrichten-Dauerfeuer“?

Euer Ralf

Photo+Adventure Messe in Duisburg

Letztes Jahr noch Austragungsort der FotoTv Challenge fand dieses Wochenende zum zweiten Mal die Photo+Adventure im LaPaDu (Landschaftspark) in Duisburg statt. Das Konzept dieser Messe ist recht spannend. So bieten die Veranstalter eine Messe in der „Kraftzentrale“ des LaPaDu an. Daneben finden Vorträge und Show-Shootings statt, sowie werden zusätzlich buchbare Workshops angeboten. Außerdem hat man die Möglichkeit das Outdoorangebot (Klettern, Tauchen usw.) im LaPaDu auszutesten. Diese Angebote sind ebenfalls nicht im Preis enthalten. 

IMG 2309

Da wir nur eine gute Stunde bis dort fahren und außerdem noch Urlaub haben, haben wir uns also heute Morgen gegen 9:30h nach Duisburg aufgemacht. Leider hat der Verkehr nicht ganz mitgespielt, so dass wir gegen 11h am LaPaDu ankamen. Die erste Überraschung: Es standen ausreichend und kostenlose (!) Parkplätze zur Verfügung. War zwar ein bisschen staubig auf dem Parkplatz, aber dazu nachher mehr. 

Im Besucherzentrum gab es Tagestickets (Normalpreis 12€, Schüler und Studenten 8€). Damit ging es ab in die „Kraftzentrale“. Diese „Halle“ war uns nicht ganz unbekannt. Früher gab es hier eine jährliche Aquaristik-Messe, die wir regelmässig besucht haben. Unweigerlich kommt der Vergleich mit der Photokina auf. Dies ist eigentlich unfair, da die Photokina schließlich die größte Messe ist. Hier findet ihr nochmal unsere Impressionen zur Photokina 2014. Nachfolgend möchte ich euch unseren Eindruck mitteilen:

Personal:
Selten so freundliches Personal bei einer Veranstaltung angetroffen. Nicht aufgesetzt freundlich, sonder ehrlich freundlich und herzlich. Angefangen beim Parkplatzeinweiser über die Kassierer, die Karten-Kontrolleure oder die Mitarbeiter am Infostand. TOP!

Die Messe:
Klein aber fein. Viele Hersteller und Reseller sind vertreten, wenn auch z.T. mit kleinem Stand. Sigma z.B. auf der Photokina mit einem RIESEN-Stand ist hier „nur“ mit einem umgebauten Wohnwagen (sehr cooler Alu-glänzender Wagen im 60er Jahre Style). Das unerwartete: Ich hab mich hier deutlich wohler gefühlt als auf der Photokina. Ein Mitarbeiter nahm sich richtig Zeit, man konnte Objektive leihen und testen und mit dem knapp 20000€ teuren Sigma EX 200-500 2.8 mal in Ruhe fotografieren (Träger wurden allerdings nicht mit geliefert. ;) )
Messeangebote gab es auch, wobei ich da ein wenig erschrocken bin. Wir haben uns nach einem Trolley umgeschaut. Hier wurde uns ein „Super-Messe-Angebot“ gemacht, wobei der Preis noch deutlich über dem Preis im erstbesten Online-Shop lag. Hmmmm vielleicht doch nicht alle Versprechungen ungeprüft glauben.
Der Hersteller unserer neuen Lieblingsfototasche Camslinger war auch vor Ort. Dann war er noch am Stand von Enjoyyourcamera (echt genialer Shop) anzutreffen. Da war es schon fast klar, dass wir uns hier einfinden werden. Wie erwartet kam es zu einem wirklich tollen Gespräch. Da kommt demnächst echt was richtig geniales, wir haben eine kleine Sneak bekommen. :D 

20150614 135455  xxx 0010


Die Vorträge:
Zum Teil richtig spannende Vorträge. Verschiedene Vorträge von Reisefotografen zu fremden Ländern und von Fotografen zu diversen Themen haben wir uns angehört. Die beiden bekanntesten Fotografen, die wir angetroffen haben waren Pavel Kaplun und Benjamin Jaworskyi. 

20150614 130609  xxx 0003


Letzterer hielt mehrere Vorträge am Stand von Foto-Morgen. Dies war auch die einzige größere Menschenansammlung, die wir auf der Messe gesehen haben. Wer Vorträge auf der Photokina kennt, wird hier sehr angenehm überrascht sein. Bei den meisten Vorträgen konnte man ohne Gedränge entspannt zuhören. So macht das Spaß.

20150614 140159  xxx 0016

 

Die Ausstellungen:
Für uns die größte Enttäuschung. Nicht wegen der Bilder. Da waren einige wirkliche Highlights bei. Es macht uns unglaublich viel Spaß. Bilder gehören ja sowieso gedruckt, denn digitale Bilder sind tot (Schau mal hier, wenn du unseren Beitrag dazu nicht kennst). Was man aber zum Betrachten braucht ist Licht und daran mangelte es leider bei vielen der Ausstellungen. So war die Ecke der Halle, in der die Ausstellung zum Thema „Heimat“ so dunkel, dass vereinzelt Betrachter die Handykamera zückten um die darin verbaute LED zum Betrachten zu nutzen. Für uns die größte Enttäuschung bei der Messe. Ist denn nicht der Sinn der Fotografie das Bild? Sollte dem Bild also nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden?

Das leibliche Wohl:
Neben der Halle gab es eine kleine „Fressmeile“. Wer Photokina-Preise kennt, der ist vorbereitet. Hier waren wir äußerst positiv überrascht. Große Auswahl und moderate Preise. Ein Thaicurry mit Reis für 6€ oder einen (wirklich leckeren) Döner für 3,50€, da kann man nichts sagen. 0,3l Getränk für 2,50€ ist auch absolut im Rahmen und messeuntypisch.

Rahmenprogramm:
Wir haben keinen Workshop gebucht, auch wenn sogar am Tag selber noch Restkarten für einzelne Workshops verfügbar waren. Die Erklärung ist recht einfach. Wir sind zu zweit unterwegs, so dass wir auch zwei Workshops buchen müssten. Da die Workshops in der Regel zwischen 100€ und 170€ kosten ist das ein nicht ganz geringer Betrag. Auch wenn die Dozenten und Themen nicht uninteressant waren, waren für uns nichts 100% passendes dabei. Im Workshoppreis ist der Eintritt zur Messe allerdings inklusive. 

Adventure?
Die Messe heisst ja Photo+adventure. Davon war auf der Messe irgendwie nicht viel zu merken. Wenige Aussteller befassten sich mit dem Thema. Wären wir nicht Photo-affin und wären „nur“ für den Adventure Part gekommen, hätten wir uns vermutlich unser Geld wiedergeben lassen. Aber wir sind ja Fotografen. ;)

Fazit und Entschuldigung:
Ein gelunger Tag. Wir sind 4 Stunden entspannt über die Messe geschlendert und haben einige tolle Gespräche geführt. Danach haben wir uns noch die Industrieanlage im LaPaDu angeguckt. Hier werden wir demnächst defintiv ein Shooting machen. Ein Traum und super spannend. Lohnt sich auch mal als Ausflugsziel. Unser Fazit? Wir kommen nächstes Jahr wieder. Dann allerdings wahrscheinlich mit einem gebuchten Workshop. Die Messe würden wir eher als „Bonus“ zum Workshop sehen. Eine Anreise NUR für die Messe hat uns nicht komplett überzeugt. 
Warum wir uns entschuldigen wollen? Wir haben den Tag auf der Messe genossen und leider sehr wenige Bilder von der Messe gemacht. Daher ist der Beitrag etwas „textlastig" Wir hatten aber auch im Vorfeld verschwitzt eine Presse-Akkreditierung zu beantragen. Man lernt aus seinen Fehlern. ;)

Wer von euch war auch da, wie sind eure Meinungen zur Messe? Verlinkt euren Beitrag oder schreibt uns eure Meinung als Kommentar. 
Liebe Grüße

Yvonne und Ralf


Meine neue Lieblingstasche

20140615 140817  unbenannt

Hallo zusammen.

"Mein Name ist Ralf und ich bin Fototaschensüchtig.“

So oder so ähnlich könnte meine Begrüßung beim Treffen der anonymen Fototaschensüchtigen aussehen. Meine Frau verdreht schon immer die Augen, wenn ich im Fotoladen unseres Vertrauens mit den Worten „nur mal kurz gucken“ in die Abteilung mit den Rucksäcken und Taschen abbiege. Kann man denn überhaupt genug Fototaschen haben? 

Mein „Standardreportagesetup“ besteht aus einer D7000 mit einem Sigma 105mm Makro und einem Sigma 17-50 2.8. Die Kamera trage ich dabei meistens frei in der Hand oder am Tragesystem von Capture Clip (siehe hier „Das perfekte Kameratragesystem“). Nun muss ich allerdings für das zweite Objektiv eine Aufbewahrungsmöglichkeit haben, mit der ich einen schnellen Objektivwechsel durchführen kann. Die unschönste Variante ist dabei das zweite Objektiv irgendwo abzustellen oder meine Frau in die Hand zu drücken. Vor allem beim Konzert der Mennekrather (Bilder auf Facebook) ist mir das unheimlich negativ aufgefallen. Meine Kameratasche will ich ja auch nicht immer umhängen haben. Als Notlösung hat bisher die Gürteltasche von SunSniper benutzt, war aber nie richtig zufrieden.

Wie ihr auf dem Bild seht steht die Sunsniper-Tasche vom Körper ab. Sobald eines der (nicht gerade leichten) Objektive darin ist, war es für mich immer sehr unangenehm zu tragen. Also musste eine Alternative her. Leider bin ich nie richtig fündig geworden, vor allem wenn die Tasche einen gewissen Style-Faktor haben sollte. Schließlich möchte ich sie auch bei Aufträgen und Hochzeiten nutzen können. 

Auf der Photokina (hier unser Bericht zur Photokina) habe ich zum ersten mal eine Camslinger 160 der Firma Cosyspeed (externer Link) gesehen. Sehr edle Tasche, allerdings wurde sie als „Tasche für Systemkameras“ beworben. Irgendwie habe ich da nicht geschaltet und sie unbewusst als uninteressant „abgehakt". Vor ein paar Wochen habe ich einen Erfahrungsbericht von Gabor Richter gelesen, der sich sehr positiv über die Camslinger äußerte. Vielleicht ist die Tasche ja doch interessant für mich? Nach ein wenig Kommunikation mit dem Geschäftsführer von Cosyspeed bekam ich die Möglichkeit  eine  Camslinger 160 in „Paris Grey“ zu testen. Ich habe euch ein paar Bilder zur Visualisierung gemacht, bedenkt aber bitte, dass ich kein Produktfotograf bin. Der Hersteller Cosyspeed hat auf seiner Homepage super Bilder aus jedem Blickwinkel auf die Tasche. ;)

Mein erster Eindruck:

IMG 1931


Die Tasche kommt echt edel daher. Ich hatte etwas Sorge dass das grün zu strahlend ist. Ich empfinde es allerdings als wirklich angenehm. Auch der graue Stoff fühlt sich hochwertig an. Von innen ist die Tasche mit einem unheimlich weichen Stoff ausgekleidet. Da packe ich meine Ausrüstung gerne rein, auch ohne Schutzdeckel wenn es schnell gehen muss. Ich gehe fest davon aus, dass da nix passiert. Top, spart mir Zeit.

Im Lieferumfang enthalten ist ein Fingercamstrap, ein kleiner Klettring. Ich verstehe den Ring als „Systemkameravariante einer DSLR-Handschlaufe für einen Finger“. Ich kann zur Nützlichkeit leider gar nichts sagen, an ner DSLR macht die Schlaufe keinen Sinn. ;)

IMG 1938

Ebenfalls werden 6 der bekannten Klett-Unterteilungen mitgeliefert, um den Innenraum der Tasche nochmal aufzuteilen. Diese haben für meinem Anwendungsfall leider keine Relevanz, ich brauche die gesamte Tasche für ein Objektiv, bzw. eine Kamera. Oder doch? Später dazu mehr.

IMG 1940


Oh was ist denn das? Da hat mir Cosyspeed doch noch eine „Lensbag 30“ Zusatztasche mit dazu gelegt. Über den Namen Lensbag muss ich als DSLR-Fotograf ein wenig schmunzeln. Da bekomme ich definitiv keines meiner Objektive rein, aber Kleinkram wie Visitenkarten, Zusatzakku und Speicherkarten passt da echt gut rein. Sehr cool, gefällt mir.

IMG 1941

Beim ersten Anlegen der Tasche fällt mir dann allerdings ein potentieller Nachteil auf: Die Tasche ist mit dem Gürtel fest verbunden.  Wenn ich also die Tasche links tragen will, dann muss ich den Verschluss hinten haben. Mal schauen, ob mich das in der Praxis stören wird. Positiv ist allerdings die Sicherung am Verschluss zu erwähnen. Ein versehentliches Öffnen ist quasi ausgeschlossen. Man muss nicht nur die allseits bekannten Nasen des Klickverschluss drücken (verdammt wie heißt so ein Verschluss denn eigentlich? Keine Ahnung.), sondern zusätzlich noch eine dritte Nase „eindrücken“ um den Verschluss zu öffnen. Geht flott, sichert aber. Ich mag es, so wie es ist. 

IMG 1953


Die Tasche kann man in der Tiefe verstellen, so dass das Innenvolumen variabel ist. Dies ist aufgrund der überlappenden Klettverschlüsse etwas Tricky, vermittelt auch ein Sicherheitsgefühl. Ich vertraue der Konstruktion selbst bei der weitest möglichen Einstellung. Ein Nachteil hieran ist meiner Frau aufgefallen. Die Klettbereiche sind materialbedingt nicht grau, sondern schwarz. Dadurch geht der Style-Faktor ein wenig verloren. Mich persönlich stört dies allerdings nicht sonderlich.

20150425 165314  xxx


Ich habe die Tasche in folgenden Situationen testen können:

1. Anwendungsfall: Exkursion durch Köln.
Eine Exkursion im Rahmen meines Studiums quer durch Köln sollte der erste Anwendungsfall sein. Mit der oben beschriebenen „Reportage-Kombination“ wollte ich einen Tag in Köln unterwegs sein. Gestartet bin ich mit der D7000 in der Hand/am CaptureClip und dem Sigma 17-55 2.8 auf der Kamera. Das Sigma 105 Makro 2.8 wurde in die Camslinger verpackt. Die Camslinger hat mir in dieser Situation einige ungewollte Blutdruckanstiege besorgt. Sie trug sich einfach so genial angenehm, dass ich häufiger latent panisch an meine rechte Hüfte griff. Ich habe das knapp 750g schwere Sigma 105mm Makro einfach nicht gespürt. Im Vergleich zur Tasche von Sunsniper ein himmelweiter Unterschied. Die Tasche steht halt nicht ab, sondern „schmiegt“ sich regelrecht an den Oberschenkel ab. Selbst einen kleinen Spurt über eine Straße meisterte die Tasche ohne Probleme. Die ungewollten Panikschübe wurden weniger und ich genoss einfach den Tragekomfort. Zum Wechseln eines Objektiv (ohne dieses irgendwo abstellen zu müssen) ging ich folgendermaßen vor:

Die Kamera mit dem bereits aufgesetzten Objektiv halte ich in der linken Hand (die Tasche „muss“ ich ja rechts tragen, wegen des Verschlusses)

Das Sigma Makro liegt so in der Tasche:

IMG 1932

Ich habe es mit dem kameraseitigen Anschluss nach oben gestellt. Danach das Objektiv auf der Kamera abgemacht und neben das Sigma in die Tasche gestellt (leider habe ich bei der Aufnahme der Bilder die Objektivdeckel noch drauf. Im Realeinsatz habe ich die Kappe vom Sigma einfach das andere Objektiv gesetzt)

IMG 1935

Danach das Makro auf die Kamera. Dann muss ich das zweite Objektiv (Sigma 17-50 2.8) einfach hinlegen und die Tasche schließen. Am Nachmittag habe ich dafür im Ganzen vielleicht 20-30 Sekunden gebraucht.

IMG 1933

2. Anwendungsfall: Sonntagsspaziergang
Die Tasche ist doch recht groß, vielleicht kann ich sie beim Sonntagsspaziergang mit den Hunden ja auch für ne Kamera nutzen? Bei diesem Spaziergang nehme ich gerne unsere Zweitkamera (Nikon D5200), entweder mit dem 105er Makro von Sigma oder einer anderen Festbrennweite mit. Die Kamera inkl. Handschlaufe und Makro passt so grade in die Tasche. Dafür muss ich allerdings auf die Streulichtblende verzichten. Es ist ein Kompromiss, aber ich wollte wissen ob das klappt. Die Kamera konnte ich gut und schnell aus der Tasche herausholen, auch das wegstecken klappte flüssig. Nur mit dem Verschluss muss man ein wenig Übung haben, um sie blind bedienen zu können. Dies liegt daran, dass die Kombination die Tasche schon recht gut ausfüllt und damit ein wenig „ausbeult“. Dadurch muss man den Verschluss schon gut treffen. Klappte bei mir nach ca. 20-30 Wiederholungen, dann aber problemlos und seitdem kontinuierlich. Für diesen Anwendungsbereich (mit dem Makro) wird die Camslinger allerdings nicht mein Favorit, dafür ist sie leider ein paar Zentimeter zu klein.

20150425 171046  xxx


3. Anwendungsfall: Streetfotografie
Nun bin ich nicht wirklich der klassische und leidenschaftliche Streetfotograf. Aber eine Kamera habe ich immer mit dabei. Hierbei handelt es sich entweder um meine geliebte D7000 ohne Batteriegriff oder um die D5200 jeweils mit einer Festbrennweite. Normalerweise habe ich die Kamera in einem Messanger Bag oder im Rucksack dabei. Das führt aber auch dazu, dass ich die Kamera sehr selten nutze. Ich komme einfach nicht schnell genug ran, wenn ich spontan ein Motiv entdecke. Es ist einfach sehr umständlich an die Kamera dran zu kommen. Hier überzeugt mich die Camslinger voll und ganz. Es ist ausreichend Platz vorhanden, ich komme flott an die Kamera und kann sie quasi blind wieder zurückstecken. GENIAL. 

20150425 171124  xxx

(Nikon D5200 mit einem 35mm 1.8 von Nikon)

4. Anwendungsfall: Alltagstasche
Wie oben beschrieben habe ich eigentlich immer einen Messangerbag dabei. Handy, Haustürschlüssel und Geldbeutel wollen irgendwo untergebracht werden. Warum also nicht mal den Camslinger dafür versuchen. Stylisch genug ist die Tasche ja dafür. Kurzum: ich habe es getestet und finde es genial. Ich komme schnell an alles ran, muss nicht umständlich suchen und dank des Verschlusses inkl. Sicherung habe ich auch keine Sorge, dass mir jemand in der City was klaut. Hier mal einen kleinen „Einblick“ in dieses Alltagssetup, hierfür habe ich dann die Trennwände benutzt.

IMG 1956

Dann wollte ich es genau wissen. Mein iPad Mini begleitet mich eigentlich überall hin. Alleine als ebook-reader kommt es dabei häufiger zum Einsatz. Passt das?

IMG 1958

Ja es passt und ist vollkommen alltagstauglich. Wie geil. Ich bin happy. Alleine dafür lohnt sich für mich die Anschaffung der Tasche. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja damit „Trendsetter“. ;)                                                                                                                                                                                    

FAZIT:
Für mich ist die Tasche definitiv eine Bereicherung in meinem Alltag. Die Camslinger sieht absolut stylisch aus. Es hat nichts mit einer „Bauchtasche“ zu tun, wie man sie manchmal bei Sporthosen-tragenden Zeitgenossen sieht. Und vor allem erfüllt sie Ihren Anwendungszweck. Ich werde sie nicht mehr hergeben, dafür aber vielleicht die ein oder andere Tasche aus meiner Sammlung. Ich würde mir allerdings eine Cosyspeed 190 oder 205 wünschen, die nochmal ein wenig größer ist. Vielleicht erhöht ein Mitarbeiter von Cosyspeed meinen Wunsch ja… ;)

Welchen Taschen nutzt ihr? Hat euch mein Beitrag geholfen? Ich bin einfach neugierig auf eure Lösungsansätze. Lasst doch einen Kommentar da, das geht auch ohne euch anzumelden. Einfach „Gast“ anklicken und loslegen. Danke euch.


Euer Ralf

Portfolio-Mappe

Was lange währt… ;)
Lange habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen. Das hat einen einfachen Grund, ich habe meinen Hauptjob gewechselt. Daher erstmal ein dickes SORRY an euch liebe Leser.

Heute möchte ich euch unsere Portfolio-Mappe vorstellen. Lange haben wir nach einer guten Möglichkeit gesucht unsere Bilder gebührend als Print zu zeigen, ohne gleich arm zu werden. Wie wir HIER beschrieben haben, legen wir verdammt großen Wert auf das gedruckte Bild. Wir wollen unsere Bilder als Print präsentieren. Anderen Fotografen bei Treffen oder potentiellen Kunden oder im Bekanntenkreis, oder oder oder…. Edel und hochwertig soll es sein, aber auch bezahlbar.

Die erste Idee war ein Fotobuch. Das haben wir ja auch testen dürfen (klick). Allerdings hat ein Fotobuch einen großen Nachteil. Es ist „fertig“. Wir shooten recht viel und aus eigentlich jedem Shooting gibt´s ein Bild, dass ich im Portfolio haben mag. Ergo müsste ich alle 3 Monate ein neues Buch bestellen. Hmmm dann brauche ich bald einen Nebenjob, weil günstig ist anders und nach einiger Zeit auch ein weiteres Bücherregal. ;) Also keine gute Lösung.

Tecco (www.tecco-book.de) bietet Bücher zum selberdrucken und zusammenschrauben an. Ansich ein geniales und edles Buch, ABER ich möchte nicht selber drucken. Außerdem habe ich keinen passenden Drucker und günstig ist auch wirklich anders. 

Hmmmm also muss eine Ringmappe als Portfolio her. Ein ähnliches wie dieses (Amazon-Link) hat Yvonne mir zum Geburtstag geschenkt. 

IMG 1552


Das war schonmal was ich wollte. Aber wie die Bilder da sinnvoll rein? Das naheliegende waren Klarsichthüllen. Dazu habe ich Prints in 20x30cm bei Saal-digital bestellt. Ich LIEBE die Silk/Portrait Oberfläche. Bilder muss man eben anfassen. Aber mit den Klarsichthüllen „fühlt“ man das Bild nicht. Außerdem spiegeln die (genau das mag ich am Portrait/Silk-Papier, dass es nicht spiegelt). Ich habe einige Hersteller ausprobiert, aber zufrieden war ich nie. Außerdem knicken die Folien leicht und das sieht mal richtig kacke aus. 

Also wieder zurück auf Anfang. Und was soll ich sagen: Ich habe die Lösung. Bei Amazon gibt es A4 Fotokarton in Schwarz (Amazon-Link) gelocht. Diese Seiten ins Ringbuch und die Bilder ganz einfach mit Fotoecken (Amazon-Link) auf die Seiten aufgeklebt. Eigentlich perfekt.

IMG 1554


Beim ersten Test beim Studio Abend bei Martin Krolop ergab sich allerdings ein weiteres Problem. Wenn man nicht GANZ vorsichtig blättert, dann lösen sich die Bilder aus den Ecken. Hmmm gemütlich „schmökern“ war so nicht möglich. Ärgerlich. Also nochmal zurück ans Reisbrett. ;)

Die Lösung ist simpel: Fotokleber (Amazon-Link). Davon 2 Punkte in die Mitte vom Bild, die Ecken des Fotos in die Fotoecken und ab dafür. Weitere Tests hat das Buch mit Bravour bestanden. Gemütliches Schmökern ist problemlos möglich. Bilder austauschen, neu sortieren oder ergänzen aber ebenso. Und vor allem ist es kostengünstig. 

Mein Fazit: Für den Hobby bis Semi-Profi eine perfekte Möglichkeit seine Bilder hochwertig und flexibel zu präsentieren. Ob man damit bei Agenturen punktet weiß ich nicht. Aber mal ehrlich: Wie viele von uns haben das vor?


Wie immer interessiert uns eure Meinung dazu? Wie macht ihr es? Zeigt ihr eure Bilder überhaupt als Print? Zeigt mal her eure Lösungen. Kommentare sind immer erwünscht und steigern unsere Motivation weiter zu schreiben. ;)

Euer Ralf

6 Wochen nach dem Umzug

Hallo ihr lieben.

Der ein oder andere von euch wird es mitbekommen haben. Wir sind mit unserer Facebook-Seite auf www.facebook.com/raschfoto.de umgezogen. Nun wollen wir ein erstes Resümee ziehen.

Vielleicht müssen wir kurz erklären, wieso wir überhaupt umgezogen sind:
Wir hatten auf Facebook in einem Jahr gut 1300 likes auf unsere Fanpage gesammelt. Wir haben dafür nicht einen Euro bezahlt. Allerdings haben wir Gruppen benutzt, in denen man Werbung für seine Seite machen kann. Eigentlich in der Hoffnung hier wirklich interessierte Follower zu finden, stellte sich mit der Zeit heraus dass viele Nutzer dieser Gruppen „tote Accounts“ waren. Also Nutzer, die nur ein like gaben, um ein relike erbitten zu können. Somit war die Resonanz auf unsere Beiträge zunehmend schwindend. Leider kann man solche User auf Facebook nicht einfach so verbannen.

Somit blieb uns nur der Schritt eines Neuanfangs. Wir haben also eine neue Seite gegründet. Passenderweise konnten wir so auch einen einheitlichen Namen sichern, denn ein Namenswechsel ist bei Facebookseiten auch nicht so einfach.

Also neue Seite gegründet, alles eingerichtet und auf der alten Seite in den nächsten Tage täglich dreimal einen Beitrag gebracht, dass wir umgezogen sind. Binnen kurzer Zeit waren 100 Personen „mitgezogen“. 

Jetzt 6 Wochen später sind es immerhin gut 350. Das zeigt unserer Meinung nach ein erschreckendes Phänomen bei Facebook. Gut 1000 likes auf unserer alten Seite sind tot. Ich kann posten was ich will, diese Personen werde ich nicht erreichen können. Der einzige Weg ist Facebook dafür zu bezahlen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn man was zu verkaufen hat. Das Problem ist allerdings, dass Facebook unsere Beiträge auf einen Teil aller unserer Liker verteilen. Sind davon über 80% inaktiv oder haben kein wirkliches Interesse an unseren Bildern, dann laufen auch 80% der Beiträge ins Leere. Es wird also immer schwerer „Gehör zu finden“.

Was können wir daraus ableiten:
- Like-Gruppen bringen nix, außer viele tote „Likes“
- Wir haben lieber 300 wahre Fans, als 10000 inaktive 
- Uns macht Facebook gerade wieder richtig Spaß, weil wir eine sehr aktive Community haben

Nach sech Wochen können wir sagen, dass wir diesen Schritt keine Sekunde bereuen, auch wenn die erste Zeit eine dreistellige Likerzahl gewöhnungsbedürftig war. ;)

In diesem Sinne überlegt doch einfach mal wie es mit eurer Seite ausschaut. 

Wie seht ihr das Thema? Beschäftigt ihr euch mit Facebook? Wir freuen uns sehr, wenn ihr euch kurz Zeit nehmt um einen Kommentar zu schreiben. 

DANKE euch.

Liebe Grüße
Yvonne und Ralf

Kennt ihr noisli.com?

Hallo ihr lieben.

Heute mal mit einem kurzen Tipp: Kennt ihr noisli.com?

Noisli bietet euch die Möglichkeit euch „Hintergrundgeräusche“ abspielen zu lassen. Zum Beispiel Wind, Meeresrauschen oder ein Gebirgsbach. Auch wenn ihr lieber in einem Cafe sitzen würdet, kann Noisli euch (zumindest akustisch) helfen. Die einzelnen Soundfiles sind kombinierbar, so dass man sich auch ein wunderschönes Herbstgewitter „basteln“ kann. 

Was mir das gebracht hat? Ich habe sie im Studium während meiner Bachelor-Thesis kennengelernt und gemerkt, dass ich mich dabei super gut konzentrieren kann. Gerade höre ich beim Schreiben dieses Beitrags eine laue Sommernacht. ;)

Mittlerweile setze ich diesen Service (den es übrigens auch als kostenlose App gibt, dann sogar offline) immer ein, wenn ich mich konzentrieren muss. Also auch bei der Retusche-Arbeit (um den Bogen zur Fotografie zu schlagen). 

Testet es mal, es kostet nix. Habt ihr noch Alternativen? Was hört ihr beim konzentrierten Arbeiten? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. 

So nun muss ich weitermachen. Euch eine schöne Vorweihnachtszeit.

Euer Ralf


LINKS:
Zur Homepage von Noisli (externer Link)
Zur App in iTunes (externer Link)

Posen, Posen, PosenMehmet Eygi - Rheinwerk Verlag


Wenn man bei Amazon nach Büchern zur Fotografie sucht, dann findet man eine Vielzahl an Büchern. Diese richten sich allerdings entweder an Fotografie-Einsteiger oder an Fotografie-Technik-Begeisterte (z.B. der Umgang mit Blitzen, Lichtsetups, Bildbearbeitung usw.). 
Ein entscheidender Faktor der People-Fotografie wird allerdings höchst selten oder nur an der Oberfläche behandelt: Der Umgang mit dem Model.

Unter Fotografen gibt es einen regelmäßig vorgebrachten Tipp an Einsteiger: "Bucht euch ein erfahrenes Model. Wenn zwei Amateure zusammen kommen, dann ist es umso schwerer.“ Diesem Tipp stimme ich uneingeschränkt zu, allerdings ist die Umsetzung nicht ganz einfach. Wir kommen vom Land, hier gibt es nicht allzu viele erfahrene Modele an jeder Ecke. Also arbeiten wir häufig mit unerfahrenen Modelen. Umso wichtiger war es mir also die Modele „führen“ zu können.

Das Buch Posen, Posen, Posen von Mehmet Eygi ist mir hierbei eine große Hilfe. 

Unterteilt in die Kapitel „Frauen“, „Männer“, „Paare“, „Schwangere“ und „Familie“ bietet es eine Vielzahl an Ideen und Variationsmöglichkeiten. Jedes Kapitel ist nochmals unterteilt, z.B. in „Fashion“, „Sport“ oder „Nude“. So bietet es einen guten Überblick an Möglichkeiten und Inspiration. 

Jede Seite zeigt eine Pose, inkl. einigen Variationen, Hinweisen und Stolpersteinen.


Wie wende ich das Buch nun an? Anfangs habe ich den Models das Buch in die Hand gegeben und so auf deren „Inspiration“ gehofft. Das war allerdings ein Fehlschlag. Also mussten Yvonne und ich selber ran. Anhand des Buchs haben wir verschiedene Posen geübt, bis wir sie verinnerlicht hatten. Jetzt fällt es uns deutlich leichter unseren Modelen passende Posen vorzumachen und sie somit anzuleiten. Das nimmt bei vielen Modelen auch die Scheu, wenn wir einfach „mitposen“.

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist, dass man vom Rheinwerk-Verlag die gekauften Bücher als PDF erhält. Somit habe ich Posen, Posen, Posen immer auf dem ipad und iphone mit dabei und kann im Notfall nochmal „spinzen“. Für mich ein absoluter Kaufgrund von Rheinwerk-Büchern.

Fazit:
Können wir euch Posen, Posen, Posen (den Namen häufiger schreiben ist echt anstrengend ;) ) nun empfehlen? Ja, wenn ihr es richtig anwendet. Es ist kein Frisurenbuch beim Friseur. Also durchblättern und bei Gefallen drauf zeigen und schon steht mein Model richtig, ist nicht. Es ist ein Übungsbuch für uns Fotografen. Wenn wir die Posen richtig umsetzen können, dann können wir Modele auch deutlich besser anleiten und kommen so zu besseren Ergebnissen. 
Wir möchten das Buch nicht mehr missen.


Hat euch unsere Rezension gefallen? Wollt ihr mehr davon? Dann lasst uns doch einen Kommentar da. 

Liebe Grüße 

Yvonne und Ralf von raschfoto.de

Fotobuch von Saal-Digital

Hallo liebe Blogleser.

Vor ein paar Wochen wurde ich von einem Mitarbeiter von Saal-digital angeschrieben. Man muss dazu sagen, dass wir praktisch alles bei Saal bestellen. Wir haben zwar auch schon andere Hersteller getestet, sind aber immer wieder zu Saal-digital zurück gekommen.

„Möchten Sie vielleicht mal unser Fotobuch und die neue Geschenkbox testen?“ Das kommt doch wie gerufen, denn wir planen unseren Hochzeitspaaren in 2015 ein Fotobuch anbieten zu können. Dann ist eine Geschenkbox natürlich eine super Sache. Außerdem bin ich ja fest davon überzeugt, dass Bilder gedruckt gehören (siehe hier).

Ich möchte euch nun meine Erfahrungen mitteilen, ich zeige dabei nur meinen Bestellweg auf, nicht alle Möglichkeiten.
Was sollte es werden? Ein Portfolio-Buch. Wir wollen eine Möglichkeit haben unsere besten Bilder präsentieren zu können. Wie im Artikel oben beschrieben nutzen wir zwar eine variable Portfolio-Mappe, aber ein Buch ist eben nochmal etwas hochwertiger.

Bestellung:

Die Software von Saal habe ich bereits auf dem Rechner. Diese will erst mal wissen, ob ich ein Hardcover, Softcover oder Ringbuch will. Hardcover natürlich! KLICK.
Als nächstes gilt es die Größe auszuwählen. Ich fotografiere sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Quadratisch wäre toll, trotzdem nehme ich A4 Hochformat. Wieso? Weil es im Angebot ist und dadurch mehr Seiten für den veranschlagten Preis möglich werden. KLICK.
Wie viele Seiten will ich haben? Hmmmm 35 Blatt, 70 Seiten sollten passen. KLICK.
Das Cover wähle ich in Glanz, die Seiten dafür in matt. Der Hintergedanke ist ein einfacher: Ich HASSE Fingerabdrücke auf Bildern und da sind die matten Seiten perfekt. Aber dazu später mehr. KLICK.
Geschenkverpackung in schwarz oder weiß? Hmmmm Schwarz passt super. KLICK.

Auf geht´s in den Editor. Hiermit muss man sich einfach mal ein wenig beschäftigen. Saal bietet verschiedene Assistenten mit unterschiedlich vielen Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung. Ich kann das gesamte Vorgehen hier nicht beschreiben, dafür ist es zu komplex. Dafür bietet Saal allerdings ein ganz gutes Tutorial-Video, ich verlinke das hier einfach mal:

Wie gesagt, es ist vom Hersteller gemacht, aber ich finde es visualisiert den Ablauf gut. KLICK.

Einen Nachteil der Software, der mich schon ein paar Nerven kostet, möchte ich aber nicht verschweigen. Wenn ich ein Bild an seinem vorgesehen Platz einfüge, und es dann (weil das Format nicht ganz passt, innerhalb des Platzhalters verschiebe, muss ich zuerst in der Werkzeugleiste auf die Hand klicken. Packe ich das Bild direkt an, dann verschiebe ich den ganzen Platzhalter und verändere so das Seitenlayout. Andersherum wäre für mich intuitiver. 

So fertig. Nun werde ich gefragt, wie die Bilder zu Saal gelangen sollen. Nun muss man wissen, dass wir auf dem Dorf wohnen und maximal DSL 2000 haben. Da dauert der Upload von 350MB schon ein wenig. Alternativ bietet Saal mir aber auch an das Buch auf DVD zu brennen und per Post hinzuschicken. Mag ich nicht, also den Rechner mal ne Nacht durchlaufen lassen. Nachts um 23:33h kommt die mail an, dass die Dateien eingegangen sind. Na dann bin ich mal gespannt. Oh 23:53h kommt noch eine email. „Sie können ihr Projekt jetzt online teilen“. Hmmm was meint das denn? Naja schaue ich mir nachher an. 

Produktion:

Wie gesagt haben wir Erfahrung mit einigen Herstellern gemacht. Ich rechne also mit 1-2 Tagen. In der Bestätigungsmail wird mir ein link angezeigt, wo ich den Produktionsstatus verfolgen kann. Knapp 14h nach der Eingangsbestätigung kommt die Versandbestätigung. Ich halte das für einen Witz, schaue im Netz nach und tatsächlich: Das Buch ist unterwegs. Naja schauen wir mal, ob das Buch wirklich bald kommt. Kann ja sein, dass die mails aus „Werbezwecken“ einfach früher verschickt werden. Morgen ist zwar Samstag, aber Feiertag in NRW. Also wird es nix vor Montag. Ich bin gespannt. Ach da war doch noch der Link, was hat es denn damit auf sich? Saal bietet mir die Möglichkeit mein Buch digital anzuschauen. Und noch mehr. Ich kann Freunden und Bekannten diesen Link zur Verfügung stellen. Ich kann einstellen, ob sie das Projekt nur anschauen können oder ob sie das Buch zu den gleichen Konditionen wie ich direkt bestellen können. Ich kann das Buch also auch direkt nachbestellen. Das ist ja mal praktisch. Ich denke jetzt an Hochzeiten:

Ich kann einem Hochzeitspaar ihr Buch übergeben und den Link. Diesen können Sie an die ganze Familie schicken, so dass „mein“ Buch digital rumgereicht werden kann. Die Familie kann sich dann entscheiden, ob sie dieses Buch dann so wie es ist bei mir bestellen (natürlich nur wenn das Brautpaar damit einverstanden ist). Nochmal eine weitere potentielle Einnahmequelle für mich. Gefällt mir. Damit ihr euch vorstellen könnt, wie das aussehen kann hier der link zu meinem „Testprojekt“:
(Klick hier) externer link

Der Link ist wohl 3 Monate aktiv, lässt sich aber laut Saal-Digital unbegrenzt jeweils für 3 Monate verlängern. Sehr angenehm.

Das Buch kommt an.
Montag morgen, also nach 2 Werktagen, bringt mir der Briefträger ein Paket, stramm verpackt. Das muss das Buch sein.

Sehr gut verpackt (bin nix anderes von Saal gewohnt) halte ich plötzlich eine quadratische schwarze, sehr edle Box in der Hand. Als ich diese aufklappe und mein Buchcover in Hochglanz sehe (schwarzes Buch mit unserem Logo groß mittig drauf) bleibt mir erst mal die Luft weg. Es ist so ein geiles Gefühl sein Buch mit seinen Bildern in den Händen zu halten. Ich genieße es einfach zu blättern und unsere Bilder zu genießen. Ich hab einige Bilder über eine Doppelseite drucken lassen und hatte Sorgen, dass die Pfalz mir missfallen wird. Saal wirbt zwar mit einer „Panorama-Klebung“ die Bilder über zwei Seiten problemlos ermöglichen sollen, aber schauen wir mal. Ich habe extra ein Portrait genommen und muss sagen: GENIAL. Auch auf der ersten Seite schlägt das Buch so weit auf dass es aussieht, als wenn ich ein großes Bild vor mir liegen haben und kein Buch. Ich bin wirklich begeistert davon.

Reklamation:
Leider hat die Geschenkbox eine kleine Macke. Nix schlimmes, aber eben auch nicht schön. Also den Service angeschrieben. Noch am gleichen Tag bekomme ich Antwort, ein Foto des Schadens wird benötigt. Da hätte ich auch direkt dran denken können. Also flott ein Bild gemacht, hingeschickt und binnen weniger Stunden wieder ne Antwort. Ein Gutschein zu Bestellung einer neuen Box. Hmmm kein Austausch, sondern ein Gutschein. Nicht dass ich da auf den Versandkosten sitzen bleibe. Aber siehe da: Der Gutscheincode hat eine Höhe von 28,60€ also für ein Box inkl. Versandkoten. Sehr gut und kundenfreundlich mitgedacht. Chapeau. 

"Kundenmeinung“
Nun ist es nicht so, dass ich mir nicht jeden Monat ein eigenes Fotobuch gönnen kann. Wäre zwar super, aber kostet eben auch einen gewissen Betrag. Für die kommende Hochzeitssaison wollen wir unseren Paaren ein Fotobuch anbieten. Saal bietet Fotografen ein Rabattsystem an, so dass man hier seinen Gewinn gut steuern kann. Also wer sollte so ein Buch bewerten? Potentielle Kunden natürlich. Ich nehme das Buch also immer mal wieder mit und zeige es einfach rum. „Was haltet ihr davon, was fällt euch auf und was wäre euch so ein Buch wert?“ sind die Fragen, die ich stelle.

Stichwörter, die da fielen waren:
- sehr hochwertig
- fühlt sich toll an
- sieht super aus
- würde ich mich sehr drüber freuen
- vor allem die Box wertet dieses Buch wirklich nochmal auf
- Ob die Geschenkbox auch nach hundertmal auf und zu machen hält weiß ich nicht

Vor allem den letzten Punkt werde ich testen und dann hier ergänzen. 

Fazit:
Ich bin sehr zufrieden, (potentielle) Kunden sind zufrieden. Was will man mehr. Das Buch ist ausgesprochen schnell hier gewesen. In der Regel haben wir 1-2 Wochen zwischen Hochzeit und Bildübergabe. Wenn ich in dieser Zeit noch ein Fotobuch gedruckt bekomme, dann ist es perfekt. Hab mal bei Facebook eine kleine, nicht repräsentative Umfrage gemacht. Ich habe niemanden gefunden, der nicht zufrieden mit Saal ist. Ein Thema, bei dem sich alle Fotografen einig sind ist mir bis dato noch nicht untergekommen. ;) Ich bin sehr zufrieden mit Saal-digital.

Wir verzichten bei diesem Beitrag (im Gegensatz zu sonst) auf Beispielbilder. Wir könnten die Qualität des Buchs nicht darstellen, so dass wir glauben der link zum „digitalen“ Buch und das verlinkte Video reicht aus. Solltet ihr anderer Meinung sein und Bilder haben wollen sagt uns einfach Bescheid.

Wie immer sind wir auf eure Meinung gespannt. Habt ihr Tipps, die wir mal testen sollen? Wo bestellt ihr eure Bilder? Wir freuen uns auf eure Tipps.

Liebe Grüße

Yvonne und Ralf

Das perfekte Kamera-Tragesystem?

Hallo liebe Blogleser.

Lange habe ich nach einem optimalen System gesucht, um meine Kamera schnell griffbereit zu haben. Eins vorneweg: Ich habe alle hier genannten Produkte selber gekauft und bekomme von den vorgestellten Firmen (leider) nichts für diesen Beitrag. 

Um meine „Bewertung“ der Systeme zu verstehen, müsst ihr erst mal mein Anforderungsprofil kennen. Den „Nackenstrappen“, der jeder Kamera beiliegt habe ich eigentlich nie benutzt. Finde es einfach sehr anstrengend und schwer damit durch die Gegend zu laufen. Zu einem Zeitungsabo habe ich dann den Sunsniper-Gurt dazu bekommen. Die meisten von euch kennen den Platzhirsch unter den „Querträgern". Viele mir bekannte Fotografen nutzen diesen Gurt. 

Die erste Zeit war ich auch sehr zufrieden. Allerdings gab es zwei Punkte, die zunehmend nervig wurden. Erstens das Schulterpad verrutschte beim Gehen immer nach vorne oder hinten. Es musste immer wieder korrigiert werden. Zweitens gibt es für mich nichts schlimmeres, als immer wieder unterschiedliche Nupsis und Platten an die Kamera anzuschrauben. Wenn ich ein Stativ nutzen will, muss ich zuerst den Nupsi vom Sunsniper abschrauben, diesen hoffentlich nicht verlieren, die Bodenplatte dran schrauben, Foto machen, Bodenplatte abschrauben, Nupsi dran schrauben und weiter. Zusammengefasst NERVIG!
Das meine ich übrigens mit Nupsi:

IMG 0243

Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Ich stieß auf den Capture-Clip der vor allem beim Wandern eine gute Alternative darstellt. Die Grundplatte kann einfach an einem Rucksack oder einer Tasche befestigt werden und die Kamera dann wie ein Colt eingeklinkt werden. 

IMG 0274

Großer Vorteil ist, dass die Kamera fest sitzt und nicht (z.B. beim Schuhebinden) nach vorne fallen kann, wie es bei den diagonalen Trageriemen wie dem Sunsniper passieren kann. Ein Nachteil ist die recht hohe Hebelkraft die auftritt, wenn man einen Batteriegriff nutzt. So steht die Kamera weiter vom Halter ab und es trägt sich nicht mehr so komfortabel. Trotzdem ein tolles System, vor allem weil die Grundplatte Arcakompatibel ist. Absoluter Kaufgrund war dann, dass die verwendete Schraube vom Hersteller für die Nutzung eines Blackrapid R-Strap vorgesehen ist. Mit dem Karabiner kann man die Kamera dann genau so tragen wie mit dem Sunsniper. Allerdings muss man nur den Karabiner lösen und schon hat man seine Arca-Platte. Keine wilde Schrauberei mehr. 


IMG 0277


Ein fast perfektes System also. Wieso fast? Erstens weil die Kamera auch bei diesem System  beim gehen „rumschlackerte“. Bei langen Wanderungen echt nervig, weil ich immer eine Hand an der Kamera hatte.
Außerdem nutze ich die Kamera gerne ohne einen Strappen dran, wenn ich viel hintereinander fotografiere. Hierfür wäre eine Handschlaufe optimal. Diese setzen allerdings (zumindest alle mir bekannten) auf das Stativgewinde als Befestigung. Mist, das ist ja besetzt. Und umschrauben mag ich wie gesagt nicht.

Auf der diesjährigen Photokina bin ich am Stand der Firma Peak Design (Hersteller des Capture Clips) mit einem Mitarbeiter ins Gespräch gekommen. Ich schilderte ihm mein Problem und er versprach mir eine Lösung:

Ich bräuchte nur einen Peak Design Slide (ca. 60€) und eine Peak Design Clutch (ca. 40€) und schon sollte ich glücklich sein. Also mal angeschaut:

Zentrales Element des Systems sind die Ankerschlaufen, wie der Hersteller die kleinen roten Plättchen nennt.

IMG 0158

Unter der Kamera wird eine Grundplatte angebracht. Entweder nutzt man die mitgelieferte Basis-Grundplatte (Arca-kompatibel) oder man hat wie ich noch die Dual-Plate vom Capture Clip (Arca und Manfrotto-kompatibel). An der Grundplatte können ein bis vier Ankerschlaufen angebracht werden. 


IMG 0207


Die Clutch wird oben an der Schlaufe für den eigentlichen Nacken-Strappen befestigt. Sitzt gut.

IMG 0270

Die Handschlaufe trägt sich wirklich angenehm und ist in der Weite gut verstellbar. Man muss dazu sagen, dass ich relativ kleine Hände habe (Größe 7,5 wer sich damit auskennt).


IMG 0197


Der Slide sieht aus und fühlt sich an wie ein Autosicherheitsgurt. Trägt sich erstaunlich angenehm auf der Haut. 


IMG 0168


IMG 0159

Hier ist man nun recht frei darin, wo man die Ankerschlaufen anbringen will. Ich habe einen Ankerpunkt an der Bodenplatte und einen durch den zweiten Nackenstrappen-Schlaufe befestigt. Damit sitzt die Kamera sehr angenehm oberhalb der Hüfte. Das erstaunlichste: die Kamera rutscht nicht nach vorne. Der Slide ist super schnell dank der Ankerschlaufen abgemacht.



Wenn man jetzt noch einen weiteren Ankerpunkt an eine Seite des Slide macht kann man das Band am Körper fixieren, wenn die Kamera ab ist. 


IMG 0279

So verliert man das Band nicht. Eine kleine Besonderheit sollte man allerdings nicht verschweigen. Der Slide ist 137cm lang. Ich bin nicht der kleinste und auch nicht der schmalste Fotograf. Bei ganz langer Einstellung ist das Band genau lang genug für mich mit einer dicken Jacke. Viel breiter darf ich aber auch nicht werden. ;)

Das System ist unheimlich stabil und wertig gebaut. Ich gehe nicht zimperlich damit um, aber kaputt bekomme ich es glaube ich nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich endlich mein perfektes Tragesystem gefunden habe. Ich kann das Stativ nutzen, habe eine Handschlaufe und einen diagonalen Trageriemen und muss nichts umschrauben. Meine absolute Kaufempfehlung! Achso: Der Capture-Clip ist immer noch nutzbar, was ich auch gerne tue.

Ich hoffe ich konnte euch die Funktionsweise näher bringen. Auf den Seiten von enjoyyourcamera.com findet ihr noch Produktvideos (Slide und Clutch), die jeweils das einzelne System gut erklären. Die Kombination aus den beiden Systemen ist für mich einfach PERFEKT.


Noch Fragen? Dann her damit!

Welches System nutzt ihr und wie zufrieden seid ihr damit? Immer her mit euren Kommentaren.


Wollt ihr mehr solcher Vorstellungen? Auch dann ist ein Kommentar der richtige Weg. :)

Das Paddy und das Maddin Staffelfinale 2014

Hey ihr lieben.

Der ein oder andere von euch kennt Patrick Ludolph und Martin Krolop. Die beiden betreiben einen eigenen Audio-Podcast „Das Paddy und Das Maddin“. Die zweite Staffel neigt sich dem Ende zu und somit steht das Staffelfinale an. 

99€ ist schon eine Hausnummer, aber ich hab den beiden einfach vertraut, dass es sich lohnen wird. Mehr dazu weiter unten.

Den Fotowalk durch Köln muss ich leider auslassen. Ich bin terminlich noch etwas eingebunden. Yvonne ist arbeiten, also mache ich mich gegen 11h auf zum Cinenova Kino in Köln. Paddy und Martin haben nämlich einen ganzen Kino-Saal für die Show gemietet.

20141011-Nina-0001

Nach der Einlasskontrolle darf sich jeder Besucher ein Videotrainig von den beiden aussuchen. Da unsere Sammlung schon fast vollständig ist, entscheide ich mich für Martins WMMFOEBNTS (Wie man Menschen fotografiert oder es besser nicht tun sollte). ;) 
 Ich stehe ja total auf „Liebe zum Detail“. Ich muss schmunzeln, als ich zum Kino-Saal gehe.

20141011-Nina-0001-2

Ab nen Platz gesucht. Natürlich nicht in der ersten Reihe, weil auch Outtakes aus der Griechenland-Reise gezeigt werden sollen (da kam der alte Kino-Vorführer in mir durch) ;)

Trotzdem schade, denn der erste der sich in die erste Reihe setzt, bekommt einen Workshopplatz bei einem der beiden geschenkt. Coole Aktion. Was gehört zum Kinobesuch? Richtig: Popcorn! Jeder Besucher hat ein kleines Knapper-Menü bekommen:

20141011-Nina-0003

So, dann erstmal nen Überblick verschaffen!

20141011-Staffelfinale-0003

Pünktlich um 13h geht´s los. Die beiden Gastgeber begrüßen uns locker, wie man sie halt kennt. Muss schon ein geiler Anblick sein „ein Kino gefüllt zu haben“. Ich werde hier allerdings nicht groß auf Inhalte der Vorträge eingehen. 

20141011-Nina-0011

Los geht´s mit den „fotografischen Lebensgeschichten“ der beiden. Paddy erzählt von seinem Weg vom Webseitenoptimierer für „Waschvollautomaten-Herstellen“ hin zum Workshop-Anbieter und Hochzeitsfotografen. Sehr spannend und vor allem lustig, wenn Paddy mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert (ich sag nur Hybrid-Autos).

20141011-Nina-0004


Als nächstes kommt Martin an die Reihe. Ich folge ihm schon länger und habe ihn auch schon öfters getroffen. Von seinem abgebrochenen Jura-Studium weiß ich zwar, aber die genauen Hintergründe kenne ich eigentlich nicht. Mit jedem Wort von Martin wird es ruhiger im Saal. Martin klärt uns auf, wie er Marc kennengelernt hat. Endlich weiß ich auch, warum er eine gelbe G-Shock trägt. Das hat nämlich einen tiefergehenden und doch recht philophischen Grund. Ich ziehe meinen Hut vor Martins Ehrlichkeit bei diesem Vortrag. 

Weiter geht´s mit Paddys Vortrag zum Thema „Modelführung“. Spannende Sichtweisen zu einem wichtigen Thema. Ich muss mich damit dringend auseinander setzen. Hab auch gestern nen guten Buchtipp bekommen, mal schauen wann Amazon liefert. ;) Das Thema kommt so gut an, dass Paddy "ein wenig" überzieht. Somit bleiben Martin nun nur noch 13 Minuten für seinen Vortrag zum Thema „Bildsprache“. 
Hmmmm Vortrag zum Thema Bildsprache vom „King of Flashlights“ Martin Krolop. Klar kennt er sich damit aus. Aber ich habe noch kein Video oder keinen Workshop explizit zu diesem Thema von ihm gesehen. Aber das ist ja ein Highlight vom Staffelfinale. Vorträge zu Themen, die es so vorher noch nicht gab. Also ich bin gespannt, los geht´s. Ich sag mal: BITTE Martin biete dazu einen Workshop an. Du hast in sehr kurzer Zeit viele Teilnehmer zum Nachdenken über ihre Bilder gebracht. Ich bin davon überzeugt, dass ein ganzer Workshop dazu unheimlich vielen Fotografen deutlich nach vorne bringen würde. Wie gesagt möchte ich nichts zum Inhalt der Vorträge sagen (was beim Staffelfinale passiert, bleibt beim Staffelfinale). Nur soviel: Martin ist noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten, weil er mit 24mm am Vollformat mit der Kamera auf Kniehöhe hinter Kindern hergerannt ist. ;)

Kurze Pause zum Umbau. Schnell mal zur Toilette. WOW, so fühlen sich also die Frauen wenn sie sonst auf´s Klo müssen. Die Herrentoilette total überfüllt mit Warteschlange, während die Damentoilette leer war. Einfach zu viele männliche Zuhörer beim Podcast. (Ich verzichte auf eine fotografische Dokumentation).

20141011-Staffelfinale-0047


Weiter geht´s, die Finale Podcast-Folge wird aufgenommen. Ein prall gefüllter Korb an Leckereien (diesmal von Martins Freundin vorbereitet, nicht von Paddys Ehefrau) und 3 Flaschen Wein wollen verkostet werden. Martin drückt auf´s Gas und so ist die erste Flasche schnell weg. Paddys Versuche sich Martins Tempo (mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln) zu entziehen scheitern leider kläglich. ;) Am besten hört ihr euch die Folge an. Sehr empfehlenswert.

20141011-Staffelfinale-0048


Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Einblick in „das Paddy und das Maddin on tour“. Die Videostrecke zur Griechenlandreise wird heute released. Gezeigt werden Bilder (WOW, Martin macht echt feine Lanschaftsaufnahmen, von Paddy kennen wir das ja schon), ein Beispiel-Video (Schafe und eine OMD auf einem Stativ sind eine lustige Kombination) und ein behind the Scenes (sehr geil). Da der Wein von der Podcast-Aufnahme seine Wirkung zeigt sind die Geschichten aus Griechenland nochmal ein bisschen lustiger.

Der krönende Abschluss sind die Outtakes. 9 Minuten durchlachen ist echt anstrengend. So geil. Ich sag mal so: ein Boot, viele Getränke, ein Marc und eine Drohne sind eine sehr geile Kombination. ;) Aber auch hier gilt: Wer nicht da war: Pesch gehabt. 

17:40h Ende. Wow, die Zeit verflog ja regelrecht. Schnell noch beim Aufräumen geholfen (um 18h sollte in dem Kino die nächste Vorstellung laufen) und dann ab in die Flash-Gym. Hier drehen sich die Dönerspieße und das Bier steht kalt. 

20141011-Staffelfinale-0068


Viel möchte ich davon nicht erzählen, es ist einfach eine geile Party. Die Photobooth glüht, die meisten Besucher dank sehr flottem Helfer am Zapfhahn auch. Es werden meditarene Häppchen gereicht und gegen 20h dann das Döner-Buffet eröffnet. 

20141011-Staffelfinale-0018


Super lecker! Vor allem richtige Fleischstücke und kein undefinierbares Hackfleisch. Das Catering-Team ist super nett und unheimlich flott. Chapeau!

Wer darf aktuell auf einer Party nicht fehlen? Stimmt Helene Fischer. Da geht´s ab. (Ich verzichte aus Rücksicht auf die Beteiligten auf die Veröffentlichung der aufgenommenen Videos) ;)

Ich treffe viele tolle Leute, die ich sonst nur digital kenne, endlich mal analog. Außerdem sehe ich alte Bekannte wieder und führe tolle Gespräche. Es gefällt mir die Community mal live zu treffen. Ich betreibe viel „networking“ und bin sehr gespannt, was die Zukunft bringen wird.
Gegen 1:30h mache ich mich dann mal langsam auf den Weg zum Bahnhof, die Party läuft noch weiter. Leider muss ich morgen zeitig raus, so dass irgendwann mal Schluss sein muss. 

Mein Fazit:
Haben sich 99€ wirklich gelohnt? DEFINITIV. Und das sage ich nicht, weil ich ein Fanboy von den beiden bin. Ich bin sehr kritisch, wofür ich mein Geld ausgebe. Dieser Tag hat sich aber absolut gelohnt. Besonders beeindruckt mich die zum Teil unheimlich weite Anreise zum Staffelfinale. Da habe ich es mit gut 45 Minuten ja echt gut getroffen. 

Ich bin beim nächsten Staffelfinale defintiv wieder dabei. Solche Veranstaltungen sind eben etwas ganz besonderes.

War einer unserer Leser auch da? Lasst doch mal nen Kommentar da. :)

Nachlese der Photokina 2014

Hallo liebe Blogleser.

Vom 16.09.2014 bis zum 21.09.2014 fand in Köln die weltgrößte Fotomesse statt. Für uns war es das erste mal, da die Photokina nur alle 2 Jahre stattfindet. Wir möchten euch hier  multimedial auf unseren Besuch in der Kölnmesse mitnehmen.
Wie funktioniert das? Folgt einfach dem Text, Bilder und Videos sind an den passenden Stellen im Text eingepflegt. Wir empfehlen sie auch an dieser Stelle zu schauen. ;)
Also viel Spaß.

Am Mittwoch bin ich nach der Vorlesung in Köln nochmal „schnell“ zur Photokina, da ich mir einen kleinen Überblick für unseren richtigen Besuch am Freitag verschaffen wollte. Dank Presse-Ticket hatte ich jederzeit freien Zutritt und auch ein Parkticket für die Kölnmesse. Das war sehr komfortabel. 

Freitag gegen 7:30h zog dann das ganze raschfoto.de Team (also Yvonne und ich ;) ) los die Photokina zu erkunden. Da die Parkplatzsituation am Dürener Bahnhof leider nicht ganz so angenehm war, haben wir den Regionalexpress mal direkt verpasst und mussten S-Bahn fahren. Wer mich kennt weiß, dass ich S-Bahn fahren hasse. Die Dinger halten ja alle 5 Meter. Die Anwesenheit meiner Frau und eines leckeren Kaffee machte es allerdings erträglich.

20140919-Photokina-0001

In Köln angekommen ging es per Shuttle-Bus ab zum Nordeingang. Erstens weil da weniger los ist, zweitens weil da das Pressezentrum ist. Dort konnten wir unsere Sachen in Schließfächern einschließen. Eine passende Nummer, die ich mir auch gut merken kann war schnell gefunden:

20140919-Photokina-0002

Danach hieß es ein wenig warten, da Yvonne leider anstehen musste. Habe die Zeit aber sinnvoll genutzt.


Da warten sie:

20140919-Photokina-0004


Punkt 10 Uhr: EINLASS!

20140919-Photokina-0007


Ab in Halle 9. Hier hatte ich Mittwochs einiges gesehen, was wir uns nun gemeinsam anschauen wollten. Vor allem die Stände der Firma CaptureClip (ein wirklich geniales System um seine Kamera zu transportieren) und des „Fotografenmekkas“ Zingst wurden unmittelbar angesteuert. Was soll ich sagen, der Jahresurlaub 2015 ist geplant. ;)

Weiter ging es durch die Hallen. Ich möchte unsere Impressionen ein wenig zusammenfassen:

Community:
Es hat uns unheimlich fasziniert, wie freundlich und eng zusammen die Fotocommunity steht. Wir haben unheimlich nette Leute kennen gelernt, die man sonst nur „digital“ kennt. So haben wir Erik Bont, mit dem ich per Facebook schon sehr faszinierende Gespräche geführt habe, endlich mal persönlich getroffen. Leider hatten wir nicht viel Zeit für ausschweifende Gespräche, aber wofür gibt es Facebook. ;)
Oder auf dem Weg zum Zug, wo mir Baba und Dennis Weißmantel von 50nifty über den Weg laufen (so kleine ist die Welt, die beiden sind aber erstaunlich groß ;) )
Oder Lyonel, dessen Arbeiten wir schon sehr lange verfolgen und bewundern (ich erinner da gerne an die Bilderserie zum Thema Menschenhandel).
Oder, oder, oder….
Ein ganz besonderes Highlight war das Meet&Greet, aber dazu unter mehr.

Aussteller:
Eigentlich waren wir nicht wegen neuer Technik auf der Photokina. Ich war allerdings von vielen Ständen einfach erschlagen. Vor allem in der Asien-Halle boten recht kleine Stände hunderte von unterschiedlichen Artikeln an. Da hatte ich allerdings wenig Muse stehen zu bleiben und die Artikel zu betrachten. Was allerdings auffiel war, dass ich die Artikel vom sehen her kannte. Nur der Firmenname und das Logo drauf waren mir unbekannt. ;)
Begeistert waren wir von vielen kleinen Ständen von Herstellern, die wenige Artikel vorstellten. Das Kamera-Tragesystem von Peak Design hat uns zum Beispiel absolut überzeugt. Auch eine (jedenfalls für uns absolut neue) Möglichkeit Bilder zu präsentieren. Andere Fotografen erklärten uns allerdings, dass es das seit mehr als 10 Jahren gibt. Egal, für uns war es neu und eines der Messehighlights:

Hier werden 2D-Bilder in einen 3D-Glaskörper gelasert. Sehr beeindruckend.

Die großen Aussteller haben teilweise richtig aufgefahren. Nicht nur die beiden großen Canon und Nikon hatten beeindruckend große Stände. Den Vogel abgeschossen hat Leica mit eigener Halle und Ausstellung. Hat einfach Spaß gemacht  die tollen Bilder zu genießen.

Was sich mir nicht ganz erschloß war der Run auf die Technik. So hat man die Chance Kameras und Objektive zu testen, die an recht kurzen Kabeln hängen. Wobei einige Hersteller auch den Verleih von Objektiven anboten. Da ich keine Kamera mitgenommen hatte (das iphone reicht voll und ganz aus) wäre das sowieso keine Alternative gewesen. Außerdem bietet mir mein Händler vor Ort den gleichen Service an. 

Allerdings fiel auch auf, dass verkauft werden sollte. So bot fast jeder große Hersteller Vorträge und Demoshootings an. Hier wurde mir der Werbecharakter doch etwas viel, als ein bekannter Fotograf von der Moderatorin gefragt wurde: „Und, mit welchem hervorragenden XYZ-Zoom-Objektiv wirst du nun shooten?“ Ich hatte kurz eine Erinnerung an Shopping-TV. Fehlte nur das Rosa Outfit und das Menschen sich an den Kopf fassen und „UNGLAUBLICH!“ brüllen. Naja, die Industrie muss ja auch leben. ;)

Ausstellungen:
Wahnsinn, wie viele tolle Ausstellungen zu sehen waren. Und das beste: Es war wenig los. Wenn man Ruhe vom ganzen Gedrängel an den Technikständen haben wollte konnte man hier ganz in Ruhe Bilder genießen. Das erschreckende war nämlich, dass diese anscheinend deutlich weniger Interesse bei den Besuchern weckten. Uns sollte es recht sein.

Rudelshooten:
Ich habe es im Vorfeld erzählt bekommen, aber dass es so schlimm sein wird, habe ich nicht gedacht. Auf der Bühne zeigte ein Fotograf seine Shootingtechniken und im Publikum wurde mit großen weißen Objektiven mitgeshootet. Scheiß auf Blitzsetup, wird schon ein tolles Bild entstehen. Absoluter Wahnsinn. Tumultartig wurde es bei einem Akt-Shooting. Öffentlicher Voyeurismus unter dem Deckmantel der Fotografie. Ich war erschrocken und irgendwie abgestoßen. Ich habe einige Bilder von den Rudelshootern gemacht, weil das Bild so surreal war. Werde es hier allerdings nicht zeigen, um niemanden zu deformieren.

Models:
Mit denen will ich wirklich nicht tauschen. Wobei wie heißt es so schön: Augen auf bei der Berufswahl. Manche Modele standen Stunden fast reglos und ließen sich von den Rudelshootern ablichten. Andere Modele liefen den ganzen Tag auf einer Drehscheibe „im Kreis“. Schon sehr eigen…

Das war die Photokina 2014 für uns,


ABER da war doch noch was:

Das heimliche Highlight:
Nach der Photokina hatten die „Sons of Photography“ zu einem Meet an Greet eingeladen. Maddin, Andreas, Alexander und Jurek hatten per Facebook in eine geheime Location zu einem gemütlichen „Happening“ geladen. Die Location war die Flash-Gym von Martin Krolop und Marc Gerst, die Gäste waren ein cooler Haufen und wir hatten echt Spaß zusammen. Dann tauchte noch Benjamin Jaworkyj auf und feierte ein wenig mit. Ein wirklich gelungener Abend, nochmal ein herzliches Dankeschön an die „Sons of Photography“. :D
@Ben Jaworskyj: Sorry dass Yvonne dich ein wenig verdeckt… ;)

20140919-Photokina-0074

FAZIT:
Wir kommen 2016 wieder. ;)
Nein im Ernst. Es hat uns unheimlich Spaß gemacht. Weniger die Technik, sondern das „Happening Photokina“. Die Fotoszene so eng beieinander, dass es schon fast familiär ist. Wenn man den Kommerz und das Verhalten mancher Rudelshooter ein wenig ausblenden kann, ist es eine rundum gelungene Veranstaltung. An dieser Stelle will ich die Köln-Messe nochmal postiv als Veranstalter erwähnen. Wir als Presse wurden wirklich sehr gut betreut und umsorgt. So macht es Spaß. Und 2016 nehmen wir uns definitiv mehr Zeit, sowohl für die Photokina, als auch für die Rahmenveranstaltungen in ganz Köln.


Wie hat euch die Photokina gefallen? Was war euer Highlight und was hat euch „erschrocken“? ;)
Wie immer sind wir auf euren Kommentar gespannt.

"RN5/PE3 BAB4n Fahrtrichtung Köln"

Hallo liebe Blogleser.

Diese etwas kryptische Meldung erhielten am vergangenen Freitag ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr, DRK und THW. Der neue Autobahnabschnitt der BAB 4n bei Düren ist noch nicht eröffnet, so dass die anliegenden Einsatzkräfte der Auffahrt Merzenich ihr neues Aufgabengebiet üben konnten. 

Da ich selber beim DRK ehrenamtlich tätig bin und schon mehrere Katastrophenschutzübungen fotografisch begleitet habe (schaut mal hier oder hier) sprach mich mein bester Freund, der maßgeblich an der Planung der Übung beteiligt war, an ob ich nicht Lust habe die Übung fotografisch zu begleiten. Keine Frage, natürlich hatte ich Lust. ;)

Los ging es mit einer Präsentation des Einsatzkonzepts durch den Leiter der Feuerwehr Merzenich Patrick Harzheim. Danach ging es auf die Autobahn. Dort waren 4 KFZ und ein LKW in einen Unfall verwickelt. Insgesamt 7 Patienten galt es teilweise aus stark beschädigten Fahrzeugen zu befreien und an den Rettungsdienst zu übergeben. Die Kollegen des DRK wurden durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Dr. Detlef Struck in der Sichtung und medizinischen Versorgung der Patienten unterstützt. 

Da Bilder mehr sagen als tausend Worte möchte ich euch hier einige Impressionen zur Übung zeigen.

Solltet Interesse an allen Bilder (133) haben, so schickt mir einfach eine email an info@raschfoto.de

Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nochmals allen Einsatzkräften danken die Ihre Freizeit nutzen, um Menschen in Not zu helfen. Freitag Abend hat mir wieder einmal gezeigt, wie professionell ehrenamtliche Kräfte hoch komplexe Einsatzsituationen abarbeiten können. 

An dieser Stelle einfach DANKE!


„Wie geht es dir, ähhhh Ihnen?"

Hallo ihr lieben.

Kommende Woche ist die Photokina in Köln. Auf dieser Mega-Messe wird man bestimmt den ein oder anderen bekannten Fotografen treffen (wer von euch ist denn da?).

Für das heutige Thema möchte ich ein wenig ausholen:

Meine Eltern haben mich so erzogen, dass fremde erstmal „gesiezt" werden. Klassischerweise bot der ältere dem jüngerem dann nach einiger Zeit das „Du“ an. Diese Unterscheidung ist eine deutsche Besonderheit: Im Englischen zum Beispiel gibt es diese nicht. In Schweden ist es üblich alle Menschen mit Vornamen anzusprechen und zu duzen.

Zum erstenmal anders habe ich das zu meiner Zivi-Zeit erlebt. Diese habe ich im Rettungsdienst abgeleistet. Dort war es üblich sich untereinander zu duzen. Auch der Notarzt wurde geduzt, ob man sich kannte oder nicht. Man war eine eingeschworene Gemeinschaft und da haben diese „Höflichkeitsformeln“ keinen Platz. 

Meinem Empfinden nach zeichnet sich allerdings ein Wandel der Verhaltensregeln ab:

Zum Beispiel in den Social-Media. Hier wird ein "Gesprächpartner“ einfach geduzt. Wenn man bei Facebook in einer Gruppendiskussion jemanden „Siezt" erntet man schon komische Kommentare. Es ist normal, dass jeder jeden duzt, unabhängig von Alter, Herkunft oder sonstigen Faktoren.

Generell merke ich im Alltag, dass das „Duzen“ immer verbreiteter ist. In Geschäften, auf Strasse oder in Fast-Food-Läden. Bei Subway zum Beispiel werden fast alle Kunden (zumindest wenn ich mal da bin) geduzt.

Wie ist es aber nun zum Beispiel kommende Woche auf der Photokina? Dort werde ich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen, seien es Aussteller, andere Fotografen oder Verkäufer. Ist es in der Branche üblich sich zu duzen? Oder legt man doch noch wert auf ein höfliches Sie? Wie würde ich am liebsten angesprochen werden? Selbst bei Fotografen wie Calvin Hollywood, die Ihre Youtube-Zuschauer und Blogleser duzen, wäre ich erstmal gehemmt sie mit Vornamen anzusprechen. Oder doch nicht…? 

Apropro Blogleser: Ich duze euch ja auch. Schaut mal in die alten Beiträge, da habe ich noch versucht einen Mix aus Du und Sie zu nutzen. War mir dann aber zu aufwändig, außerdem kennen wir uns ja. ;)

Also eine abschließende Antwort habe ich leider nicht. Ich bemerke einen Wandel der Zeit, werde mich aber (wie bisher auch) auf meinen Bauch verlassen und hoffen, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Wie heißt es doch so schön: Wie man es macht, macht man es falsch. ;)

Jetzt seid ihr (oder doch lieber „sind Sie“ ;) ) gefragt: Wie handhabt ihr das? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie werdet ihr auf der Photokina Menschen ansprechen, wie sprecht ihr eure Kunden an? Wie werdet ihr von Kunden angesprochen?

 Ich freue mich sehr auf eure Meinungen.


Liebe Grüße

Ralf

Jetzt doch ein Gewerbe?

Hallo ihr lieben.

Anfang des Jahres haben wir euch unsere Gedanken zur Fotografie als Nebengewerbe mitgeteilt. 

Ich könnte jetzt einfach sagen "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Aber wir wollen euch in diesem Blogbeitrag erklären, welche Umstände zur Meinungsänderung geführt hat. 

1. Beruflicher Wandel:
Bisher habe ich (Ralf) die Möglichkeit in der Woche an freien Tagen als Dozent im Gesundheitswesen nebenbei Geld zu verdienen. Dies fällt demnächst aufgrund eines geplanten Job-Wechsel weg, daher ist der zusätzliche Verdienst nicht verkehrt

2. Echt spannende Angebote:
Wir bekommen zunehmend richtig spannende Shootingsanfragen. Die Anfragenden wollen allerdings nicht, dass wir die Bilder im Internet veröffentlichen. Also fällt TFP raus. Da wir absolut gegen Schwarzarbeit sind, haben wir diese Anfragen immer abgelehnt, bzw. weitergeleitet. Mit einem Gewerbe haben wir die Möglichkeit eine legale und für alle Seiten faire Lösung zu finden.

3. „Kannst du mir auf dem Event helfen“?
Immer mal wieder wurde ich angefragt dem ein oder anderen Bekannten auf einem Event fotografisch auszuhelfen. Dies musste ich ebenfalls ablehnen, da kostenlos sowas nicht möglich ist und Schwarzarbeit wie gesagt nicht in Frage kommt.

4. Neider
Im Bekanntenkreis ist es soweit gewesen. Plötzlich meldete sich das Amt und wollte mal genau wissen, ob denn alles rechtens ist mit der Fotografie. Obwohl alles rechtens war, war der Aufwand dies nachzuweisen nicht gering. Selbst eine gewisse Internetpräsenz wird schon als „Werbung für ein Gewerbe“ angesehen. Und wie heißt es so schön: Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Dinge.

Also alles in allem haben wir nun ein Gewerbe zum 01.08.2014 angemeldet, um damit einigen Probleme vorzubeugen. Ja das kostet Geld und ist etwas Aufwand, allerdings hat man auch was davon. Die Argumente gegen ein Gewerbe sind keinesfalls entkräftet. Wir mussten nur eine Abwägung treffen und diese ist eben zugunsten eines Gewerbes ausgegangen. 


Fragen? Dann her damit.
Yvonne und Ralf

Feuerwehrfest Merzenich

Hallo liebe Blogleser.

Lange war es sehr ruhig hier, dafür erstmal ein SORRY! Meine Bachelor-Arbeit hat mich doch mehr gefordert, als ich geglaubt habe. So langsam neigt sich dieser Lebensabschnitt dem Ende und wir wollen hier wieder mehr Gas geben. Fotografiert haben wir in der Vergangenheit viel, nur drüber geschrieben nicht. ;)
Aktuell arbeite ich an zwei neuen Blogartikeln, einmal geht es um Feedback, einmal um „den eigenen Stil finden“. Also es geht voran…

Nun zum heutigen Beitrag:
Mein bester Freund ist Betreuer der Jugendfeuerwehr in Merzenich und begeisterter Feuerwehrmann. Die Feuerwehr Merzenich hat zum Tag der offenen Tür eingeladen und dabei sollte die Jugendfeuerwehr eine Show-Übung präsentieren. Dies sollte fotografisch begleitet werden. Also statt vieler Worte hier einige Impressionen: 

Ich habe schon an vielen Übungen von Hilfsorganisationen selber teilgenommen oder sie fotografisch begleitet. Ich war sehr überrascht und begeistert, was diese jungen Feuerwehrleute in dieser Übung geleistet haben. Auf solch einen Nachwuchs kann man mehr als stolz sein!


Vielen Dank an die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Merzenich für einen spannenden Tag. 

RaSch-Foto 1. Quartal 2014

Wir hatten auf Facebook zur Wahl gebeten. 
Erstmal ein ganz herzliches Dankeschön an die vielen Teilnehmer. Wir sind sehr glücklich darüber. Als kleinen Anreiz hatten wir ein Foto-Buch aus unserem Bestand zur Verlosung versprochen. Einige Teilnehmer hatten allerdings den Text nicht komplett gelesen und nur einzelne Bilder geliket, ohne das Album zu liken. Oder sie wollten eben nicht an der kleinen Verlosung teilnehmen.
Heute haben wir die Verlosung durchgeführt.
Hier erstmal das Gewinner-Bild:

20140131-Tierpark Hellenthal-0124

 Der Mönchsgeier

Nun, welches Buch verlosen wir? Ein Buch, welches uns den Einstieg in die Fotografie sehr erleichtert hat:

IMG 7710

Nun wird es spannend: Hier die Teilnehmer:

Teilnehmer

Und hier die Ziehung (entschuldigt das Hochformat-Video, wir üben noch):

Herzlich Glückwunsch und vielen herzlichen Dank an euch alle. Mayo Heffi bitte schreib uns doch ne email an info@raschfoto.de.

Auf ins zweite Quartal 2014!
Eure Meinung ist gefragt. Hat euch die Aktion gefallen, sollen wir sowas öfters machen? Schreibt uns doch eure Meinung in die Kommentare. Ihr wollt euch nicht bei Disqus anmelden? Kein Problem. Einfach einen Namen und eine email Adresse eingeben und dann „Ich schreibe lieber als Gast“ anklicken. 

Yvonne und Ralf

Thumbnails sind wichtig

Hallo liebe Blogleser.

Ich bewege mich sehr viel auf Fotoplattformen. Von Facebook, über die Fotocommunity bis hin zu 500px. Im digitalen Zeitalter gibt es eine Masse an Bildern. Alleine auf Facebook werden täglich ca. 300 Millionen (!) Bilder hoch geladen.

Wie schaffe ich es nun, das genau mein Bild angeklickt und betrachtet und im besten Fall sogar geliket wird?

Hierzu gibt es viele Tipps und Tricks. Ein Faktor ist allerdings ein unterschätzter: Die Thumbnails. Diese Vorschau wird vom System generiert, dem Nutzer angezeigt und anhand dieser entscheidet er binnen Sekunden, ob er bei dem Bild hängen bleibt oder nicht. Macht das Thumbnail neugierig, bleibt man hängen. Hier mal ein Beispiel für ein sehr ungünstiges Thumbnail:

20140328-Testshooting Rebecca-0033

Dieses Bild entstand bei einem Testshooting mit Rebecca. Facebook machte daraus dieses Thumbnail:

20140328-Testshooting Rebecca-0033-220140328-Testshooting Rebecca-0033-3


Das Bild oben ist das Original. Die Komposition des linken Thumbnails ist nicht perfekt, aber es wird klar worum es bei dem Bild geht. Es macht neugierig und man möchte das ganze Bild sehen. Eine andere Aufgabe hat ein Thumbnail nicht. Das rechte Thumbnail allerdings ist mehr als ungünstig. Es ist langweilig und wir wahrscheinlich garnicht wahrgenommen. 

Wie kann ich nun damit umgehen? Einige Plattformen bieten an das Thumbnail selber zu wählen. Bei 500px oder der Fotocommunity zum Beispiel kann man das beim Upload tun. Ich kann mein Thumbnail bewusst komponieren. 
Facebook bietet hier leider nur die Möglichkeit bei seinem Profilbild und Banner einzuwirken. Bei Fotos auf Fanpages oder Privataccounts hat man keinen Einfluss auf das Thumbnail.

Ebenfalls darf man nicht vergessen, dass die Betrachter der Bilder unterschiedliche Endgeräte nutzen. Auf dem iPhone generiert facebook andere Thumbnails als auf dem Desktop. 

Ihr merkt, dass nicht nur die Komposition des Bilds wichtig ist, um es in den digitalen Medien zu platzieren, sondern auch die Komposition des Thumbnails, wenn die Plattform dies zulässt.

Also mein Tipp: Komponiert eure Thumbnails, wenn das System euch die Möglichkeit dazu bietet.

Wie immer bin ich auf eure Meinung und Erfahrungen gespannt. Wie löst ihr die Problematik oder ist es euch egal?  Ihr wollt euch nicht bei Disqus anmelden? Kein Problem. Einfach einen Namen und eine email Adresse eingeben und dann „Ich schreibe lieber als Gast“ anklicken. 

Bis bald

Ralf von raschfoto.de

Facebook ist schuld!

„Das Bild ist auf meinem Rechner scharf, Facebook hat das unscharf komprimiert!“

Diesen und ähnliche Sätze höre ich immer wieder. So auch gestern. Ein bekannter Fotograf zeigte ein Bild, welches offensichtlich unscharf war. Seine erste Aussage: „Das ist Facebook schuld!“ In diesem Blogpost möchte euch erklären, wie ich meine Bilder ohne große Verluste in FB poste. Im Netz gibt es hierzu viele Anleitungen. Folgender Workflow hat sich bei mir etabliert:

Ich habe in Lightroom ein Exportpreset mit folgenden Einstellungen eingerichtet:
- Format: jpg 
- Farbraum: sRGB
- Komprimierung: 80%
- Bildgröße: Lange Kante 1000px
- Schärfen für: Bildschirm (Standard)


Das nun entstandene jpg öffne ich auf dem Mac in „Vorschau“. In der Menüleiste Ablage anklicken.


 Hier gibt es den Punkt „duplizieren“. 


Durch gedrückt halten der „alt“-Taste wird hieraus „speichern unter“. Dieses anklicken und in dem folgenden Dialog unter Format png auswählen.

Ein solch exportiertes jpg hat ca. 100kb, das png dann um die 400kb. Sprich die Datei wird größer. 

Unter Windows kann man „Paint" statt „Vorschau“ nutzen. Hierzu das Bild einfach in Paint öffnen:

„Datei“; „Speichern unter“

Im folgenden Dialog einfach als Dateiformat „png“ auswählen, speichern, fertig.


Wenn man diese Datei nun bei Facebook hochläd, ändert FB weder den Farbraum, noch wird die Datei komprimiert. Hierdurch reduziere ich den Einfluss, den Facebook auf die Qualität der Bilder nimmt, auf ein Minimum. Bitte zusätzlich noch beim Upload das Häckchen bei „Hohe Auflösung“ im Upload Fenster anklicken.
Aber Vorsicht: Dadurch kann man die Schuld an unscharfen Bildern nicht mehr auf FB schieben. ;)


Wie immer sind wir an eurer Meinung interessiert. Hat euch dieser Beitrag geholfen, haben wir was vergessen oder gibt es sogar einen besseren Weg?
Eure Kommentare sind unterhalb dieses Artikels immer herzlich willkommen. Ihr wollt euch nicht bei Disqus anmelden? Kein Problem. Einfach einen Namen und eine email Adresse eingeben und dann „Ich schreibe lieber als Gast“ anklicken. 

Euer Raschfoto-Team

Es wird einmal Zeit „DANKE“ zu sagen

Eigentlich sollte man ja häufiger Danke sagen. Aber wir wollen dies an dieser Stelle mal ganz ausdrücklich tun. 

Vor knapp einem Jahr haben wir das erste Shooting geplant und kurz darauf umgesetzt. Hier ist das beste Bild aus diesem Shooting:

20130306-Horse-0003

Danke an Anne und Dibo, die uns vertraut haben!

Kurz darauf hatten wir schon das zweite Shooting:

20130314-OP City (Julia Heiden)-0002

Und dann ging es Schlag auf Schlag. Im vergangenen Jahr haben wir 65 Shootings geplant und umgesetzt, 4 große Fotografie-Workshops, sowie 3 große Make-up Workshops besucht. Es sind unzählige Bilder entstanden und was noch viel wichtiger ist: Wir haben viele tolle Menschen kennen gelernt. Wir sehen für uns eine Entwicklung in unseren Bildern und freuen uns auf das zweite Jahr raschfoto.de

Wir planen viele neue Projekte und freuen uns auf euer Feedback. An dieser Stelle wollen wir einfach DANKE sagen.
DANKE an alle, die uns vertraut haben und sich vor unsere Kamera getraut haben.
DANKE an alle, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen.
DANKE an alle, die unsere Bilder zerissen haben. Nur so konnten wir besser werden.
Und DANKE an alle, die wir hier vergessen haben. :)

Anbei mal eine kleine Collage mit den besten Bildern aus dem ersten Jahr raschfoto.de

20131222-2013-0001

Yvonne und Ralf

Eigenlob stinkt!

Hallo liebe Blogleser.

Ich möchte euch an dieser Stelle meine Gedanken zu einem Phänomen mitteilen, auf welches ich immer wieder stoße:

Wer von euch hat schonmal öffentlich zu einem seiner Bilder gesagt: „Das ist ein GEILES Bild!“ Welche Reaktion wird vermutlich unmittelbar eintreten: „Eigenlob stinkt!" Wieso ist das in unserer Kultur so? "Bescheidenheit ist eine Tugend", das haben wir alle in unserer Jugend gelernt. Stolz auf sich selber zu sein gilt als arrogant und eingebildet. Aber wodurch identifizieren wir uns?

Machen wir mal ein kleines Experiment: Nehmt euch ein Blatt Papier und macht eine Tabelle. Auf die eine Seite schreibt ihr alle Eigenschaften, die ihr an euch gefallen und Fähigkeiten, die ihr richtig gut könnt. Auf die andere Seite eure Schwächen und ausbaufähigen Fähigkeiten. Ich behaupte, dass den meisten die negative Seite deutlich leichter fallen wird, als die positive. Derjenige, der auf der positiven Seite den ein oder anderen Punkt stehen hat, wird es als unangenehm empfinden. 

Nun ein zweites Experiment. Gleicher Aufbau, aber ihr schreibt bitte etwas über eine Person, die euch nahe steht. Hier wird es euch leicht fallen viel positives zu finden und negatives zu „übersehen“. 

Also definieren wir andere über deren positive Eigenschaften, uns selber allerdings über unsere Makel und Unvollkommenheiten.

Auf die Fotografie bezogen bedeutet das, dass wir fremde Bilder bewundern und loben können, bei unseren eigenen fällt das schwer, bzw. es zu äußern fällt uns schwer. Das ist doch unbefriedigend. Dadurch „rennen wir doch immer hinterher“.  Andere Bilder loben wir öffentlich,  unsere eigenen allerdings nicht. Klar zeigen wir nur die besten, das heißt eine gewisse Vorauswahl ist schon getroffen. Aber stolz darauf zu sein und zu sagen: „Dieses Bild ist mir sehr gut gelungen und es ist super!“ kommt doch recht selten vor. Dies steigert sich sogar noch: „Was ist eine „normale“ Reaktion, wenn das Feedback kommt „das hast du gut gemacht!“? Häufig ist hier die Antwort: Ach, so toll ist es nicht. Das hätten auch viele andere geschafft!“. Also man stellt sein Licht unter den Scheffel. Was ist das schlimmste, was passieren kann? Das euch jemand widerspricht und das Bild nicht mag. Ja und? Es geht keinesfalls darum, dass man keine Kritik mehr annimmt oder sich für den Überflieger hält. Es geht nur darum auch nach außen stolz auf seine Bilder zu sein!

Meiner Meinung nach müssen wir hier eine feine Unterscheidung einfügen. Eigenlob stinkt dann, wenn ich andere damit schlechter mache. Es ist ein deutlicher Unterschied, ob ich sage: „Mein Bild ist super!“ oder „Mein Bild ist besser als deins!“.

Also meine Bitte: Seid stolz auf eure Bilder und sagt das auch. Ihr habt euch viel Mühe damit gegeben und seid doch zufrieden, sonst würdet ihr es nicht veröffentlichen. Also steht dazu und seid stolz auf euer Bild.


Wie immer interessieren uns eure Meinungen zu dem Thema. Postet diese in den Kommentaren (eine Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach einen Namen und email-Adresse eingeben und „Ich schreib lieber als Gast“ anklicken. 

Wir sind gespannt.

"Ich bearbeite meine Bilder nicht…"

Hallo ihr Lieben.

Ich bewege mich viel in den sozialen Medien und auf Fotografie-Websites. Immer häufiger werden dort Bilder mit dem Vermerk „unbearbeitet“ gepostet. Dies macht zunehmend den Eindruck eines „Gütekriteriums“ 

Generell sollte man zuerst einmal zwischen der digitalen Bildentwicklung und der digitalen Manipulation am Bild differenzieren. In der Regel besteht die Möglichkeit in RAW oder JPG zu fotografieren. Bei JPG führt die Kamera bereits die „digitale Entwicklung“ nach groben Vorgaben (wieviel Kontrast, wieviel Sättigung usw.) durch. Außerdem wird das Bild komprimiert. Man kann es mit einer digitalen Sofortbildkamera vergleichen (auch wenn ich die Datei natürlich mehr als einmal nutzen kann)
Ein RAW sind Rohdaten, dass heißt dass keine Manipulation durch die Kamera durchgeführt wird. Diese Daten sind unkomprimiert. Ein RAW muss entwickelt werden (z.B. mit Lightroom, Aperture oder den RAW-Konvertern der Kamera-Hersteller). Auch hier ein Vergleich: Wenn ich auf einen Film fotografiere, stelle ich mir ja auch nicht den Film ins Regal, sondern entwickle ein Bild. Das, was wir heute im digitalen mir einigen Reglern machen, wird im analogen Bereich in der Dunkelkammer gemacht. Woher kommen wohl Begriffe wie „Abwedeln“ oder „Schnittmaske“. Es war nur viel aufwändiger. 

Im Bereich der digitalen Bildmanipulation ist mittlerweile unheimlich viel möglich. Das Austauschen von Farben oder das Entfernen von ungewollten Bildelementen ist eine Kleinigkeit. Schaut man sich „Photoshopkünstler“ wie Calvin Hollywood, Matthias Schwaighofer oder Peter Braunschmid an, merkt man schnell wieviel in der Digitalen Fotomanipulation möglich ist.

Ich habe vereinzelt nachgefragt, wieso man seine Bilder nicht bearbeite. Hier kamen folgende „Antworten“ mehr oder weniger häufig:

1. Ich will die Realität zeigen und nichts verändern.
Dieses Argument ist im Bereich der Reportage-Fotografie ein wirklich großes. Immer wieder werden Preise bei Wettbewerben aberkannt, weil es zu nicht zulässigen Veränderungen an der Realität kommt.  Hier geht es um Bildmanipulation. Entferne ich Elemente aus einem Bild oder ändere etwas, dann zeige ich nicht mehr die Realität. Deshalb fordern immer mehr Wettbewerbe die RAWs (also die digitalen Negative).
Der Kontrastumfang des menschlichen Auges ist allerdings deutlich höher, als der einer Kamera. Somit wird klar, dass ich durch digitale Bildentwicklung die Realität besser darstellen kann, als ohne.

2. Ich bin Fotograf, kein Photoshopper
Sagt der Analogfotograf auch „ich bin Fotograf, kein Bildentwickler“? Die Bildentwicklung (sowohl digital, als auch analog) nimmt großen Einfluss auf das fertige Bild. Das sollte ein „richtiger“ Fotograf nicht unbedingt aus der Hand geben.

3. Ich finde das Bild auch so gut
Klar ist es gut, aber entwickelt wäre es noch besser. Ich glaube persönlich, dass diese Aussage eine Ausrede ist. Jemand besitzt hier nicht die Kenntnisse, um das Bild zu bearbeiten und flüchtet sich in diese Ausrede. Unsere Models sehen auch toll aus. Aber durch das richtige Make-Up werden sie atemberaubend. Unbearbeitete Bilder sind (wenn sie gut fotografiert wurden) auch toll. Aber ich will atemberaubende Bilder.


Mein Fazit: Digitale Bildentwicklung gehört zur Fotografie. Digitale Bildmanipulation ist Geschmackszache. Also bitte ENTWICKELT eure Bilder und holt damit raus, was geht. Eure Bilder und deren Betrachter werden es euch danken.


Wie immer interessieren mich eure Meinungen zu dem Thema. Postet diese in den Kommentaren (eine Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach einen Namen und email-Adresse eingeben und „Ich schreib lieber als Gast“ anklicken. 

Ich bin gespannt.

Fotografie-Blog-Bühne

Michael Omori Kirchner von www.fotografr.de lädt auf die Blog-Bühne. Und da ich gerne gesehen werde war klar, dass ich auf diese Bühne muss. Dazu werde ich euch in diesem Blogpost einige von Michaels Fragen beantworten und uns kurz vorstellen.

Auf dieser Seite blogge ich seit knapp einem Jahr, hauptsächlich um meine Gedanken zur Fotografie zur Diskussion zu stellen. Ich LIEBE es, Kommentare unter den Blogposts zu lesen. Daher blogge ich auch nicht über Technik oder Gadgets, sondern eher über die „Soft-Skills“. „Wie lange lebt ein Bild“ oder „Gewerbe? Nein danke!“ sind meine Themen. Ab und an fasse ich zusammen, wie ich ein bestimmtes Foto gemacht habe (Rezept für Feuerwerkfotos)

Der zweite Schwerpunkt, den ich immer mal wieder aufnehme, sind Rezensionen. Ich lese sehr viel und schaue viele Lehr-DVDs. Darüber schreibe (je nach Zeitverfügnis) eine kurze Rezension. Diese findet ihr in unserem „Bücherregal“.

Unser (wieso unser findet ihr unter "Über uns“) fotografischer Schwerpunkt ist die People-Fotografie, wobei wir auch vieles andere ausprobieren. Trotzdem bleibt der Schwerpunkt bei der Arbeit mit Model. Für uns ist die Fotografie Entspannung. Wir entwickeln eine Bildidee, planen das Shooting und sind unheimlich stolz, wenn uns das Ergebnis überzeugt. Fotografische Vorbilder sind schwer zu definieren. Uns überzeugen Bilder, keine Namen. Wir sind viel auf Fotoplattformen unterwegs (500px, Fotocommunity) und schauen uns Bilder an. Wenn uns hier ein Bild inspiriert, dann könnte man das als „Vorbild“ bezeichnen.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein Buch gefunden, in welchem Panorama Aufnahmen von den schönsten Ecken Deutschland gezeigt wurde. Hier entstand die Idee, alle diese Motive in unserer Art neu zu fotografieren (man wächst ja mit seinen Herausforderungen). Würde ich für 4 Wochen unbegrenzt Geld zur Verfügung haben, würde ich dieses Projekt vorantreiben. Wenn ich auf dieser Tour eine noch lebende Person vor die Kamera bitten dürfte, dann wäre dies Robin Williams. Er ist mein absoluter Lieblingsschauspieler und hat eine absolut faszinierende Mimik. 

Ich werde zunehmend von Freunden gefragt, ob ich ihnen mal was an ihrer Kamera zeigen kann. Das nutze ich dann gerne mit folgendem „Trick“. Ich lasse den Fragenden ein Bild machen. Danach zeige ich ihm, was man außerhalb der Vollautomatik noch machen kann und lasse ihn dann rumspielen und stehe für Fragen zur Verfügung. Denn genau so habe ich es auch gelernt. Edgar Dale hat mit seinem „Cone of Learning“ klar beschrieben, dass man am besten behält, was man selber sagt und tut (90%) und am schlechtesten, was man liest (ca.10%). Also schnappt euch eure Kamera und raus mit euch. Stoßt ihr an ein Problem, löst es. Aber versucht nicht Probleme zu lösen, die es noch gar nicht gibt. :)

In diesem Sinne verlasse ich nun diese Bühne. Ich hoffe meine „Darstellung“ gefällt euch und ich kann euch häufiger hier begrüßen. Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Kritik habt, dann immer her damit. Natürlich freue ich mich noch mehr, wenn ihr euch ein wenig Zeit nehmt, um unsere Bilder zu betrachten. Auch hier ist Feedback immer erwünscht.

Und weil ich sooooo neugierig auf neue Kontakte bin verlinkt doch euren Blog unterhalb dieses Artikels, dann kann ich schon mal ein wenig „spinzen“. :)

Hier der link zur Aktion: 
http://www.fotografr.de/17642/fotografie-blog-buehne-wer-moechte-sein-fotografieblog-vorstellen/

Bis bald

Ralf

IMG 1031


Gewerbe? Nein danke!

„Vorwort: Es handelt sich hier ausschließlich um unsere Meinung/unseren Entscheidungsweg. Keinesfalls liegt es in unserer Absicht jemandem zu Nahe zu treten!"

„Du machst doch tolle Bilder, kannst du nicht mal unsere Hochzeit fotografieren?“
Diese Frage werden bestimmt schon einige von euch gestellt bekommen haben. Wir genauso. Schnell kommt man als Hobbyfotograf in die Situation, wo jemand eben kein TFP-Shooting will, sondern eine Dienstleistung gegen Bezahlung in Anspruch nehmen möchte. Dabei sind die „Hobbyknipser“ beliebt, da sie vermeintlich günstiger sind, als der „Profi“ mit eigenem Studio. 

Da wir zunehmend Anfragen bekommen haben stand auch für uns die Frage im Raum, ob wir nicht einfach ein Nebengewerbe anmelden und uns ein paar Euros dazu verdienen wollen. Wir möchten euch in diesem Artikel einen kurzen Einblick geben, wieso wir es nicht machen werden:

1. Der Aufwand
Der notwendige Aufwand ein Nebengewerbe anzumelden ist nicht sonderlich groß. Auch die laufenden „Verwaltungsaufgaben“ sind kein großes Hexenwerk. Man bekommt bei der Handwerkskammer und der BG alle benötigten Infos (Zuständigkeit kann von Bundesland zu Bundesland variieren).
(Und bevor hier Unklarheiten aufkommen: Ich möchte keine Diskussion, ob es auch freiberuflich ginge oder wie auch immer. Der Verwaltungsakt ist kein großes Thema, unsere Hauptargumente kommen weiter unten, also weiterlesen. ;) )

2. Der Nutzen
Fotografie ist ein teures Hobby. Eine beliebte Krankheit unter Fotografen ist das „Das-Objektiv-brauche-ich.dringend-Syndrom“. Was liegt da näher, als sein Hobby mit Aufträgen zu finanzieren. Man mit einem Shooting einige Euros verdienen. Mit einer Hochzeit auch ein paar mehr.
Allerdings ist es utopisch, was manche Hobbyfotografen hier für Gewinne erwarten. „Dann mache ich ne Hochzeit und verdiene mal schnell 1000-3000€. Klar werden solche Preise bezahlt, aber es ist nicht die Regel. So manche an uns gerichtete Anfrage lautete: „Wir suchen aber nur wen für die Kirche und nachher schnell ein paar Bilder. Haben aber nur 250€ dafür zur Verfügung.“ Natürlich kann es sein, dass ich einfach die falschen Menschen kenne, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man als Hobbyfotograf mit Nebengewerbe sofort in die Oberliga einsteigt (Gerne lasse ich mich da berichtigen). Also hier ein unentschieden. Klar kann man Geld verdienen, aber es fällt eben (wie fast nirgends) vom Himmel.

3. Nachteile
Meiner Meinung nach gibt es 3 große Nachteile:
„Der Kunde ist König“
(Fast) jeder Fotograf, der für Geld arbeitet klagt darüber, dass er nicht mehr uneingeschränkt entscheiden kann, was er fotografiert. Kommt ein Kunde und möchte ein Colour-Key haben, so kann der Fotograf davon halten, was er will. Will er Geld verdienen, muss er es machen. Lehnt er ab, wird die Mundpropaganda, auf die er angewiesen ist, schnell versiegen. Also macht man Bilder, die man als „Künstler“ nicht gemacht hätte
„Man muss Qualität liefern“
Stellt euch vor, ihr dürft einen einmaligen Moment fotografisch begleiten, z.B. eine Hochzeit. Ihr kommt nach Hause und die SD-Card ist defekt. Oder beim durchschauen der Bilder fällt euch auf, dass viele Bilder unscharf sind oder falsch belichtet. Das nun anstehende Gespräch macht bestimmt keinen Spaß. Wir haben mal für Freunde eine Hochzeit als „zweiter Fotograf“ zum Spaß begleitet. Sprich es war ein Profi vor Ort und wir durften ebenfalls fotografieren. Ich habe den Leistungsdruck enorm verspürt und als so unangenehm empfunden, dass mir das fotografieren deutlich weniger Spaß gemacht hat.
Ich arbeite auf einer Intensivstation, den Druck kann ich deutlich besser vertragen. Sicherlich ist es auch eine Gewohnheitssache...
„Angebot und Nachfrage regeln den Preis“
Es gibt unheimlich viele Hobbyfotografen mit Nebengewerbe. Das Angebot ist also riesig. Wenn du nichts besonderes anbieten kannst (eine wirklich besondere Technik, besonders ausgefallene Ideen oder einfach ein toller Typ bist) wird es schwer sein, sich gegen die Massen an Angeboten durchzusetzen. Viele reagieren darauf, indem sie den Preis senken. Eine gesamte Hochzeitsreportage über 12h für 400€ sind mir bei unserer Hochzeit auch angeboten worden. Und das vor dem Abzug von Steuern und Abgaben (weil Schwarzarbeit für uns ein absolutes No-Go ist, auch wenn man hierfür sehr häufig angefragt wird).

Fazit
Es gibt viele hervorragende und erfolgreiche Fotografen im Nebengewerbe. Nur ist der Weg sehr steinig und nur wenige schaffen ihn gut zu bewältigen.
Wenn ich nun alles gegeneinander abwäge, bleibt für uns nur eine Entscheidung übrig: Wir bleiben reine TFP-Fotografen. Sprich wir fotografieren nur, wenn wir veröffentlichen dürfen ODER wenn eine Idee uns fotografisch weiter bringt. Wir werden kein Gewerbe anmelden und keine Aufträge fotografieren, sprich wir werden alle kommerziellen Anfragen weiterhin an Fotografen mit Gewerbe weiterleiten.

Was war euer Beweggrund ein Gewerbe anzumelden, was sind eure Erfahrungen? Wie immer freuen wir uns, wenn ihr eure Erfahrung in die Kommentare unter dem Artikel postet.

NACHTRAG:
Was interessiert mich mein GEschwätz von gestern? Hier gibt´s nen Folgeartikel:


Rezept für Feuerwerkfotos

„Wie kriege ich coole Bilder vom Silvester-Feuerwerk hin?“ Wir haben einiges probiert und wollen euch hier ein Rezept dafür geben. Seht es genauso wie ein Kochrezept: Es ist nur ein Grundgerüst. Wenn ihr das umgesetzt habt, fangt an zu variieren.

Also los geht´s:

20140801-Annakirmes-0093

Zutaten:
1 Kamera (sie sollte manuell einstellbar sein, also ein iPhone reicht hier leider nicht)
1 Stativ
1 Weitwinkelobjektiv
1 Fernauslöser (optional, Alternativ Selbstauslöser der Kamera)
ein möglichst langes Feuerwerk 
nach Möglichkeit eine schöne Landschaft, Umgebung oder ähnliches 

Zubereitung:
1. Am besten geht ihr vor Silvester mal nachts zu der gewünschten Location. So gehen wir auf einen Hügel oberhalb unseres Orts, damit wir den Ort inkl. Feuerwerk fotografieren können. Hier solltet ihr euere Ausrüstung etwas kennen lernen. Baut das Stativ auf und macht ein paar Bilder. Dann habt ihr die Möglichkeit zu Hause die Ergebnisse zu begutachten und entstandene Fehler zu erkennen. Nächte gibt es viele, Feuerwerk nur selten….

2. Seid an Silvester pünktlich vor Ort, baut auf. Nehmt was warmes (oder prickelndes) zu trinken mit und macht schonmal die ersten Bilder. Am meisten Spaß macht das mit Freunden und Familie.

3. Folgende Einstellungen empfehlen wir euch:
Fokus: Der Autofokus wird nicht funktionieren, stellt eure Kamera auf „Manuellen Fokus“ und stellt ihn auf unendlich (je nach Objektiv kurz vor maximal rechts oder links, zu erkennen an der auf der Seite liegenden Acht).

ISO: wir nutzen ISO 100-200, es machen eh Langzeitbelichtungen, so dass wir das geringe Rauschen bei den kleinen ISO-Werten bevorzugen (Unsere Kamera Nikon D7000 bietet die Möglichkeit einer Rauschreduktion bei Langzeitbelichtungen. Man benötigt dann für ein Bild doppelt so lange. Das ist bei den schnellen Bildfolgen beim Feuerwerk allerdings eher hinderlich. Wir nutzen das nicht.)

Blende: Die optimale Blende ist eigentlich abhängig von der Farbe des Feuerwerks. Nicht leicht das vorauszuahnen. Deshalb muss man einen guten Mittelweg finden. Wir starten immer bei Blende 11 und tasten uns dann vor.

Belichtungszeit: Sehr schwer anzugeben. Mein Tipp: macht mit der Automatik eurer Kamera bei den oben angegeben Werten ein Bild. Dann habt ihr einen Ausgangswert (geschätzt ein paar Sekunden). Dann kann man im manuellen Modus bei Beginn der Feuerwerks mit diesen Werten starten und dann variieren. Traut euch auch ruhig mal an längere Zeiten(10-30 Sekunden). Hier ist wirklich „probieren geht über studieren“ angesagt. Das Ergebnis ist stark vom Feuerwerk, eurem Standort etc. abhängig.


Spiegelvorauslösung (bei Nikon MUP, Canon SVA) kann man nutzen, um Erschütterungen zu minimieren. Je kürzer die Verschlusszeit, umso wichtiger ist diese Einstellung. WICHTIG: übt vorher damit mal ein wenig.

4. Und jetzt: Fotografieren. Kontrolliert das erste Bild, variiert die Einstellung, aber vergeudet keine Zeit. Das Feuerwerk ist schneller vorbei, als ihr glaubt. Und HABT SPASS, schließlich ist Neujahr. 

Unser Spezialtipp für Mutige: Stellt eure Kamera auf BULB. Dabei wird so lange belichtet, wie ihr den Fernauslöser gedrückt haltet. Dann muss man ein wenig Bauchgefühl haben und ggf. im Kopf die Sekunden mitzählen. So habe ich jedenfalls meine besten Bilder gemacht. Hier mal ein paar unserer bisher besten Feuerwerkbilder. 

Aber auch dieses Silvester sind wir am Start und wir haben eine spannende Idee, seid gespannt…

Ihr habt Fragen, Anregungen, Ergänzungen, oder, oder, oder…?
Dann ab in die Kommentare damit! Ich freue mich drauf!

Euer Ralf

"Tolles Bild!"

Diesen und viele andere kurze Kommentare findet man auf Facebook und den anderen (Foto)Plattformen. Aber was möchte der Autor dem Fotografen damit sagen? Eigentlich ist es so belanglos, wie ein Kopfnicken zur Begrüßung. Trotzdem freut es den Fotografen.

Was aber sind passende Worte über ein Bild?  Zu Beginn meiner Fotografie habe ich mir immer wieder Bilder angeschaut und sofort aus dem Bauch heraus entschieden „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“. Wieso das so ist, war mir eigentlich egal. Durch einen Tipp auf einem Workshop habe ich dann angefangen mir Gedanken zu machen, WIESO ich ein Bild mag und wieso nicht. Habe angefangen mir ein internes „Bewertungsschema“ zurecht zu legen:

Das erste und immer noch wichtigste ist mein Bauchgefühl (und in meinen Bauch geht viel Gefühl rein). Was empfinde ich, wenn ich das Bild sehe? Vermittelt mir das Bild Emotionen oder löst es welche aus?

Im zweiten Schritt werde ich dann etwas konkreter: Was macht das Bild besonders? Motiv? Licht? Komposition? Ich versuche nachzuvollziehen, wie der Fotograf bei Erstellung des Bilds vorging. Mittlerweile ertappe ich mich dabei, wie ich Kameraeinstellungen, Belichtungssettings etc. zu identifizieren versuche. In vielen Zeitschriften werden diese Werte angegeben, so dass ich meine Mutmaßungen überprüfen kann. 
Sieht man etwas ungewöhnliches? Ich liebe Bilder, bei denen man mehr als einmal hingucken muss, um sie zu erfassen. Ist es eine ungewöhnliche Perspektive eingenommen worden? Wie wirken Kontraste und Farben und vieles mehr. Auch hier treffe ich die Entscheidungen aufgrund meines individuellen Geschmacks. Das ist für meine Bewertung ein ganz wichtiges Element. Bilder sind Geschmacksache. Manche Bilder, die ich als genial ansehe, empfinden andere als langweilig und umgekehrt. Ist das schlimm? Keinesfalls!

Im letzten Schritt versuche ich mir zu überlegen, ob man was besser machen könnte, damit mir das Bild besser gefällt. Also würde ich mir Elemente heller oder dunkler wünschen. Würde eine andere Perspektive spannender sein oder ein anderer Bildausschnitt. 

So komme ich dann zu meinem „Urteil“ wie mir das Bild gefällt. Es gibt allerdings noch eine weitere Kategorie von Bildern: Die, die ich immer wieder anschauen möchte. Erstaunlicherweise kann ich allerdings selten sagen, wieso ich genau dieses Bild immer wieder anschauen mag. 

Solange der Wert eines Bildes innerhalb der digitalen Medien auf die erreichte Like-Zahl reduziert wird (und ich erwische mich da sehr oft bei), haben Dinge wie der „Foto-Kommentar-Generator“ (externer link) seine absolute Berechtigung. "Ich befriedige deine Kommentar-Lust in der Hoffnung, dass du dann ein paar nette Worte über meine Bilder schreibst.“ 

Meiner Meinung nach ist es nicht schlimm, dass sich viele Fotografen nach likes und (oberflächlichen) Kommentaren sehnen. Schließlich ist der digitale Applaus das Brot des Künstlers. Trotzdem muss ich sagen, dass ich eine ausführliche „Bewertung“ des Bildes meistens für meine Entwicklung mache, nicht für den Fotografen des Bilds.

Eine Bitte noch zum Abschluss: Wenn euch ein Bild gefällt (und wenn es nur das Bauchgefühl ist), so teilt es dem Fotografen mit. Er zieht bestimmt einen Teil seiner Motivation daraus….

Wie immer ist eure Meinung zu dem Thema unter diesem Artikel gefragt. Ich bin gespannt.

"Das darfst du nicht!"

Hallo liebe Blog-Leser.

Immer wieder stoße ich in Fotoforen, Facebookgruppen oder auch im privaten Bereich auf „rechtliche Fotomythen“. Eins vorne weg: Ich mache hier keine Rechtsberatung! Außerdem werde ich hier nicht alle Mythen ausräumen können und wollen!

Trotzdem rege ich mich zunehmend auf, wenn ich Kommentare zu Bildern lese, die einfach quatsch sind. Lasst mich ein Beispiel geben: Bei Facebook wird ein Bild gezeigt, bei dem ein Nummernschild zu sehen ist. Hier wird die Einstellerin des Bilds direkt darauf hingewiesen, dass dies ein massives rechtliches Problem ist. Schließlich handle es sich um das Persönlichkeitsrecht des Autobesitzers. Dies war mir neu. Ich fragte also nach, ob es einen Beleg für diese Aussage gäbe (Gesetzestext, Vorschrift, Urteil, o.ä.). Als Antwort bekam ich nur: „Hab ich mal gehört, fahre ich seitdem gut mit!“  Für die, die es interessiert hier (externer Link) findet man ein Urteil zu dem Thema!

Ein weiteres Beispiel: Jemand postet ein Bild, auf dem eindeutig mehrere Personen erkennbar sind. Auf den freundlichen Hinweis, dass dies zu Problemen führen kann kommt eine patzige Antwort: „ Da sind mehr als 5 Personen drauf, das ist somit ein Gruppenbild, also darf man das ungefragt zeigen.“ Auch hier warte ich bis heute auf einen Beleg dieser Aussage (sie ist nämlich ein Mythos).

Ich bin ein großer Freund von hieb- und stichfesten Argumenten. „Hab ich mal gehört…“ ist eben kein gutes Argument. In Zeiten, in denen per Handy ein Bild binnen Sekunden „gepostet“ ist, rutschen die Rechte des Abgebildeten ziemlich zügig in den Hintergrund. Hier freuen sich Menschen, die sich an Abmahnungen bereichern. Wobei die meisten auf den Grundsatz „wo kein Kläger, da kein Richter“ setzen werden, oder sich gar keine Gedanken darum machen.

Wie habe ich für mich versucht ein wenig Licht im Paragraphendschungel zu bekommen? Ich habe das Buch „Recht für Fotografen“ (ISBN: 978-3836225809) gelesen.
(Nachtrag vom 27.11.2013: Um nicht den Eindruck zu erwecken mit dem Amazon link Geld verdienen zu wollen habe ich diesen entfernt und die ISBN eingebaut) 

Es liest sich sehr gut und flüssig, viele Halbwahrheiten und Mythen werden ausgeräumt. Man versteht es definitiv auch ohne Jura-Studium. Außerdem nutze ich es gerne als Nachschlagewerk.

Mein Tipp: Verlasst euch nicht auf „hab ich mal gehört“. Das kann wirklich teuer werden! Ein Professor von mir sagt immer: „Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung!“ Natürlich muss man die Kirche im Dorf lassen. Aber bevor ich mich auf Hören-Sagen verlasse, suche ich mir lieber verlässliche Quellen! 

FAZIT vom 27.11.2013: Ich bin nun mehrfach angesprochen worden, ich solle doch bitte mehr Mythen aufklären und „mehr Inhalt“ bieten. Erstens kann ich das nicht (ich bin alles andere als ein Fachmann in dem Bereich), zweitens will ich das nicht (schon wieder eine Quelle „ich hab mal gehört“) und drittens ist der beste Tipp meiner Meinung nach: Informiert euch bei glaubwürdigen Quellen (z.B. dem Buch oben) und vertraut nicht auf hören-sagen. Mehr kann und will ich inhaltlich nicht sagen. ;)

Eure Meinungen, Fragen und Anregungen sind wie immer in den Kommentaren herzlich willkommen!

Euer Ralf

„Fotografierst du professionell?"

Hallo ihr lieben.

Ich denke jeder von euch hat diese Frage schon mindestens einmal gestellt bekommen. Was antwortet man nur darauf? „Ne, ich mache das unproffesionell“ ist eine denkbar ungünstige Antwort. Mit welcher Intention wird diese Frage gestellt? Will er Geld bezahlen, will er gute Bilder oder will er bei einem Shooting gut behandelt werden?
Lasst uns einmal den Begriff „professionell“ umreißen. Laut dem Duden gibt es zwei Verwendungen. Zuerst einmal gilt jemand als professionell, der eine Tätigkeit „beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalt“ ausübt. Sprich jemand der von der Ausübung dieser Tätigkeit leben kann. Ein Profi-Fußballer unterscheidet sich vom Amateur, indem er Geld verdient. Nur ist er dadurch automatisch besser? Hier kommen wir nämlich zur zweiten Bedeutung von professionell: Eine „auf fachmännische Art ausgeübte Tätigkeit“. Kann ich als ungeübte Kraft „fachmännisch“ arbeiten. Kann ich eine Bildidee adäquat planen und umsetzen? Im Bereich der Fotografie sind enorm viele Autodidakten äußerst erfolgreich unterwegs. Sind diese denn nun „unproffesionell“, nur weil sie keine Ausbildung im Bereich Fotografie genossen haben? Definitiv nicht!

Also wie ihr seht ist diese Frage zweischneidig. Die meisten fotografieren nicht für Geld, aber sind in der Ausführung ihrer Tätigkeit äußerst versiert und die Ergebnisse überzeugen einfach. 

Also was antwortet man auf die oben gestellte Frage? Ich nutze gerne folgende Antwort:
„Natürlich fotografiere ich professionell , aber Geld nehme ich keins dafür.“ Ich fotografiere nämlich ausschließlich auf TFP-Basis, mein „Lohn“ sind die Bildverwendungsrechte. Auftragsarbeiten mache ich gar keine!

Was ist eure Erfahrung mit dieser Frage und wie geht ihr damit um? Wie immer sind wir gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren. 

Auf bald

Ralf

„Deine Kamera macht aber tolle Bilder…"

Diese Aussage höre ich in letzter Zeit häufiger. Alternativ kommt auch: „was für ein Objektiv brauche ich denn für gute Fotos?“ Das hat mich ins grübeln gebracht.
Was ist denn ein gutes Bild?

Diese Frage ist (jedenfalls für mich) recht schnell beantwortet: Ich muss das Bild länger als 3 Sekunden betrachten wollen! Ein Spitzenfoto führt dazu, dass ich es immer wieder sehen will. Auf dem letzten Fotoabend wurde ein Bild vorgestellt, welches sehr abstrakt war. Ich musste lange grübeln, um es in einen Kontext setzen zu können. Es war weder technisch perfekt, noch wurden „fotografische Regeln“ beachtet. Aber es war einfach genial. 

Alles was man bereits häufiger gesehen hat, verliert an Reiz.
Ein anderes Beispiel: Jeder kennt das Bild von American Beauty (Junge Dame liegt nur mit Rosenblättern bekleidet und wird von oben fotografiert). Egal von wem gemacht, egal wie technisch perfekt, ich betrachte Bilder mit diesem Motiv nur kurz, weil ich kenne es. Oder ein Colour-Key (Schwarz-weiß Bild, in dem nur ein Element farbig ist , klassisch die Rote Rose). Diese Technik ist schon so oft gezeigt worden, dass es nur ganz wenige Bilder schaffen, mich zum näheren Hinschauen zu bewegen. Aber was mich „langweilt“ interessiert vielleicht andere?

Wir sind schon häufiger auf „diese total tollen Bilder, wo mit Mehl geworfen wird“ angesprochen worden. Ich habe so viele davon gesehen, dass ich das nicht mehr spannend finde. Sieht jemand das zum ersten mal, ist er begeistert. Also beachtet euer Publikum, bzw. das eurer Bilder. Auch wenn etwas für euch langweilig sein kann, ist es für die Betrachter vielleicht ganz faszinierend. Sie bewegen sich nämlich nicht in Fotocommunitys oder lesen Fotozeitschriften. Nur fotografiert ihr für euch oder für das Publikum? Hier möchte ich euch den Artikel „Für wen fotografieren wir eigentlich“ empfehlen. 

Brauche ich für gute Bilder also eine tolle Kamera mit spitzen Objektiven? JEIN:
Man kann das mit einem Maler vergleichen. Die besten Pinseln, Farben und Leinwände machen noch kein gutes Bild. Ein guter Herd und ein guter Topf machen noch kein Spitzen-Essen. Dieser kleine hier hüpfte mir eines Tages auf einem Spaziergang über die Füße. Dabei hatte ich nur das iPhone. Ich behaupte die meisten hätten das Bild anders gemacht. Ich habe mich auf den Boden gelegt, um eine andere Perspektive zu zeigen. Der Schärfeverlauf, das Licht und der „ungewöhnliche Blick“ machen das Bild einfach „anders“ und gut. Deshalb sehe ich es immer wieder gerne an. 

Nichts desto trotz muss man sagen, dass eine gute Kamera und gute Objektive die Erstellung eines guten Bildes vereinfachen oder gar erst ermöglichen. Aber eine schlechte Bildidee, schlechte Lichtsetzung, usw. macht auch die beste Kamera leider nicht besser. Auch hier könnte man wieder den Vergleich zum Koch und zum Maler ziehen.

Also was will ich euch damit sagen: Reduziert die Zeit, die ihr über die Schärfe eines Objektivs oder das Rauschverhalten eines Sensors nachdenkt. Schult euer Auge, schaut euch Bilder an. Bildbände oder gute (!) Online-Plattformen bieten hier die besten Möglichkeiten. Denkt darüber nach, was das Bild so interessant für euch macht. Was hat der Künstler gemacht, wie hat er es gemacht und welche Wirkung hat das. Die Königsklasse ist dann die konstruktive Kritik eines Bildes, aber zu diesem Thema schreibe ich einen eigenen Artikel.

Wie immer freue ich mich über eure Meinung zu dem Thema.
Euer Ralf

Wie lange lebt ein Bild?

"Unendlich!“ oder „Kommt drauf an, wie gut es ist!“ werden jetzt bestimmt viele von euch sagen. Ich habe in der letzten Zeit immer häufiger darüber nachgedacht. Wie im letzten Blogeintrag „Für wen fotografieren wir eigentlich“ möchte ich euch in diesem Blogeintrag mal ein wenig an meinen Gedanken teil haben lassen.

Ich fotografiere nur zum Spaß. Ich möchte Bildideen entwickeln, umsetzen, daran lernen und mich dann am tollen Bild erfreuen. Und ich möchte das meine Bilder gesehen werden. Ein Follower auf FB sagte zu dem Artikel: „ Ganz einfach: Ich bin extrovertierter Spaßfotograf!“ Und genau das beschreibt mich ganz gut. 
Aber nun zum heutigen Thema: Welche Möglichkeiten habe ich mein Bild zu zeigen?

Auf der Festplatte:
Seitdem es digitale Bilder gibt lagern viele Fotos auf Festplatten. Hier wird alles brav in Ordnern geordnet abgespeichert. Bei Bedarf zeigt man „Die Bilder vom letzten Urlaub“ oder die „Hochzeitsbilder“ mal auf dem PC oder TV. Viele Bilder werden hier allerdings schnell übergangen, man setzt sich nicht so intensiv mit den Bildern auseinander. Man „flitscht“ die schnell durch. Auch die Anzahl an geschossenen Bildern hat im digitalen Zeitalter zugenommen. Wurde früher aus dem Urlaub 1-2 Filme mitgebracht (50-70 Bilder), kommt man heute mit Speicherkarten oder Festplatten voll Bildern wieder. Speicherplatz kostet ja nichts, deshalb wird auch nichts gelöscht, egal wie schlecht das Bild ist.

Eine eigene Homepage:
Super Sache, macht mega viel Spaß. Aber die Besucherzahlen halten sich im Rahmen. Vor allem zu Beginn seines Hobbys verirren sich ganz selten Menschen zu deinen Bildern. Das ist sehr unbefriedigend. Außerdem bekommt man wenig Feedback, weil viele konsumieren, aber mal ein paar Minuten für ne Nachricht oder einen Kommentar ist selten drin. Steigen die Besucherzahlen und die Kommentare, so motiviert dies allerdings ungemein.

Fotoplattformen:
Fotocommunity, Model-Kartei, 500px und wie sie nicht alle heißen. Hier können Fotografen anderen Fotografen ihre Bilder zeigen. Da kommt wieder die Aussage: „Zaubert ein Zauberer für andere Zauberer?“ Meiner Erfahrung nach fällt es vielen Fotografen sehr schwer ein Bild mal uneingeschränkt zu loben. Es wird immer an irgendetwas rum bemängelt. Und als Argument dafür kommt dann: „Ja man muss ja kritikfähig sein und nur so kann man wachsen!“ Dem stimme ich voll und ganz zu, aber die Qualität der Kritik ist doch ganz entscheidend. Und gibt es überhaupt Regeln in einem Bereich, in dem es ausschließlich um Geschmack geht? Aber diesem Thema möchte ich mich in einem anderen Artikel annehmen. Also wie lange lebt ein Bild in den Communitys? In der Regel solange es unter „Neu“ liegt (diese Seite schauen viele Besucher/Nutzer regelmässig durch) oder solange andere Nutzer es liken und mögen (ich nutze hauptsächlich 500px). Sobald ein Bild aber „älter“ ist und etwas den Schwung des neuen verloren hat, kommt es ganz selten wieder hervor. Ich merke dass daran, dass selbst (am Anfang) super bewertete Bilder relativ schnell wieder abflauen und dann kein einzges like mehr abbekommt.

Facebook:
Kommen wir zum „Foto-Grab“ Facebook. 
Ich habe noch keinen Ort erlebt, an dem ein Bild so schnell „verbraucht“ ist, wie Facebook. Kaum ist ein Bild online wird es geliket und manchmal kommentiert. Aber binnen kürzester Zeit (die Timeline bei Facebook ist doch eine sehr schnelle) ist das Bild „weg“. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist auch noch sehr wichtig. Je mehr pro Minute gepostet wird, umso schneller ist das Bild „nach unten gerutscht“. Am besten postet man nachts, dann ist dein Bild morgens das erste was deine Follower sehen. Ob es mir das aber wert ist?
Nur ganz selten macht sich jemand die Mühe in ein Fotoalbum rein zu schauen und „alte“ Bilder zu liken oder kommentieren. Es ist wirklich der Wahnsinn. Ein spannendes Phänomen: Ich bin in einigen Fotogruppen bei Facebook und habe als Experiment ein und das selbe Bild an mehreren Tagen hintereinander in diesen Gruppen verlinkt. Nicht einmal kam eine Beschwerde „das Bild hast du schonmal gezeigt, das kenne ich schon“. Erschreckend, wie ich finde. Wieso lade ich meine Bilder trotzdem da hoch? Weil es nirgends anders eine so große Reichweite, sprich ein so großes Publikum, wie auf Facebook. Ein wichtiger Hinweis von Calvin Hollywood: Ich verknüpfe in jeder Bildbeschreibung meine Homepage und meinen 500px-Account. Damit man eben auch diese Seiten findet und so aus einem flüchtigen Besuch vielleicht ein dauerhafter Betrachter unserer Bilder und Blogbeiträge wird.

Eine Ausstellung/Veröffentlichung in einer Zeitschrift:
Sehr selten dran zu kommen. Wenn man das mal geschafft hat, dann ist das ein ganz besonderer Moment. Leider habe ich es noch nicht geschafft, aber ich arbeite dran. ;) Die Bilder haben eine sehr lange „Lebenszeit“ in der Erinnerung der Betrachter, auch wenn das Publikum wiederum sehr begrenzt ist. 

Wie mache ich es nun:
Ganz einfache Lösung: Ich bestelle meine besten Bilder aus jedem Shooting in mindestens 20x30cm. Dies kommen in eine große Mappe (eine Din-A4 Besprechungsmappe mit Ringen, die Bilder dann in Klarsichthüllen „abgeheftet“) die man durchblättern kann.  Die Mappe nehme ich gerne schonmal mit und gebe sie Leuten in die Hand. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel mehr Zeit Menschen sich mit dem Foto nehmen, wenn sie es in der Hand halten. Auf dem iPad wird ein Bild schnell weg gewischt. „Schön (wisch), Toll (wisch), Naja (wisch)….“ Das ist mir bei meinem „Album“ noch nicht passiert…Die allerbesten kommen dann an eine Wand in meinem Büro/Hobbystudio. So haben wir sie regelmäßig vor Augen und jeder, der uns besuchen kommt auch. DIESES Bild z.B. haben wir auf Leinwand bestellt. Dieses Bild hat eine deutlich höhere „Lebenserwartung", als z.B. auf Facebook. Somit unsere eigene kleine Ausstellung...


Also mein Tipp: DRUCKT EURE BILDER…

Wie immer bin ich gespannt auf eure Meinung. Einfach unter den Artikel posten. Vielleicht habt ihr ja nen Tipp für mich… Oder ein Feedback. Da freue ich mich immer… ;)

Für wen fotografieren wir eigentlich?

Hallo ihr lieben.

Ich habe mich in der letzten Zeit vermehrt mit diesem Thema auseinander gesetzt , mit einigen Menschen darüber gesprochen und viel dazu gelesen. 

Fangen wir einfach an:

Auftragsfotografen: Sie fotografieren primär fürs Geld.
(Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich niemandem zu nahe treten, ich verallgemeinere hier ein wenig für die Verständlichkeit). Zu dieser Gruppe gehöre ich nicht, weil wir keine Aufträge annehmen. Wir fotografieren nur TFP

Spaßfotografen: Sie fotografieren nur, weil es Ihnen Spaß macht.
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. ABER macht es Spaß ein geniales Bild zu machen und niemand außer mir sieht es? Ich kann mir meine Wände damit voll hängen, aber ist das die Erfüllung? Für mich kann ich ganz klar sagen: Nein! Also soll jemand das Bild sehen.

„Mich-macht-es-glücklich-wenn-das-Model-glücklich-ist"-Fotografen
Diese „Samariter“-Einstellung höre ich häufiger. Bei Hochzeitsfotografen (die ja eigentlich zu den Auftragsfotografen gehören) kann ich mir das sogar echt gut vorstellen. Wenn das Brautpaar sich bedankt und einfach happy sind, muss das ein echt geiles Gefühl sein. Aber im normalen „TFP-People“ Bereich? Es ist geil, wenn die Person glücklich ist und noch geiler, wenn du ein Bild von dir als Profilbild entdeckst. Aber der absolute Kick ist es auch nicht...

„Der Extrovertierte-Fotograf“:
Fotocommunity, Facebook, 500px, auf einer Homepage…. sehr viele Möglichkeiten seine Bilder der Welt zu zeigen. Wer guckt sich die Fotos auf den Plattformen allerdings meistens an? Andere Fotografen. Calvin Hollywood hat mal gesagt: „Ein Zauberer zaubert ja auch nicht für andere Zauberer…“ Also fotografiert ein Fotograf für andere Fotografen? Das Feedback in solchen Communitys ist meist kurz, knapp und nichts sagend. Und trotzdem fühlt es sich gut an, wenn ein Bild bei 500px als „Upcoming“ oder als „Popular“ ausgezeichnet wird. Ein kurzes „geiles Bild“ von einem Fotografen, der nach meinem Geschmack super Bilder macht geht doch runter wie Öl. Anerkennende Worte in einem Fotoverein sind doch geschmeidig wie frittierte Butter. Da müssen gar keine Seitenweise Kommentare kommen, was alles an dem Bild Top ist und was man vielleicht noch anders machen würde. Ein einfaches „GEILES Bild!“ motiviert mich genau so. Natürlich kann man über konstruktive Kritik wachsen, enn diese fundiert ist. Ein verzweifeltes „rechts was heller“ bringt mir aber nichts, außer schlechte Laune… Qualität statt Quantität gilt auch für Kommentare.

Ist es nun schlimm, wenn man sich nach öffentlicher Anerkennung sehnt? Ich sage nein. Beim Theater und in der Musik heißt es: "Applaus ist das Brot des Künstlers". Was ist denn dann das Brot des Fotografen, wenn er keine Ausstellung hat oder in Zeitschriften abgedruckt wird? Das Like bei Facebook? Der Kommentar bei 500px? Oder auch die persönliche Bemerkung: „Hey das Bild was ich da von dir gesehen habe hat mir echt gut gefallen!“Genau das sind doch die Momente, die einen motivieren viel Geld, Zeit und Nerven in neue Bildideen zu stecken und weiter zu machen.

Die oben genannte Liste ist nicht abschließend und es wird auch keinen Psycho-Test ala „Welcher Fotografentyp bist du“ von uns geben.

Ich würde mich freuen eure Meinung zu dem Thema zu hören, erkennt ihr euch in einer der Gruppen? 

Auf bald


Ralf

Aperture 3 vs. Lightroom 5

Hallo liebe Blog-Leser.

Eines vorneweg. Ich habe keine Möglichkeit zu Labortests oder ähnliches. Ich möchte euch meine subjektiven Erfahrungen mit beiden Programmen näher bringen.

Begonnen habe ich mit der Bildbearbeitung in Aperture 3. Ich hatte angefangen in RAW zu fotografieren (liest man ja überall) und irgendwie mussten die Bilder ja entwickelt werden. Also rein in den Mac Appstore und Aperture geladen. Leaning-by-Doing und es gab gute Ergebnisse. Wie ihr HIER lesen könnt gab es dann Gründe Lightroom zu testen.

Nach nun einem guten Monat "Parallelbetrieb" möchte ich euch hier ein Fazit geben. Ich habe mich dazu entschieden die besten Bilder in die neue Lightroom Mediathek in RAW zu übertragen, was allerdings eine neue Bearbeitung nötig macht. Hab lange überlegt ob sich das lohnt, nach den ersten Versuchen war die Antwort schnell gefunden: JA!

Ich bin unheimlich überrascht, wie viel "Kleinigkeiten" hier zusammenkommen:

- Ich bin in Lightroom deutlich schneller mit jedem Foto fertig. Dinge wie der Verlaufsfilter und der Radialfilter waren zwar mit den Pinseln in Aperture z.T. kompensierbar, das hat bei mir aber immer deutlich mehr Zeit gebraucht (trotz Stift-Tablet). 

- Die Ergebnisse der Algorithmen sind subjektiv deutlich besser. Rauschreduzierung, Schärfung etc. werden subjektiv deutlich besser verrechnet.

- Das Maskieren beim Schärfen ist eine unheimlich gutes Hilfsmittel für mich, dieses fehlt Aperture leider vollkommen (ja auch hier kann man den Pinsel nutzen, aber das dauert eben wieder länger)

- In Aperture gefiel mir die Einbindung in das System MAC deutlich besser. Fotos waren überall im entwickelten Zustand verfügbar.

- Dies versucht Lightroom mit den Veröffentlichungsdiensten zu kompensieren. Und schafft es auf ganzer Linie. Ich habe keine Probleme meine Bilder automatisiert zu exportieren und dann mit diesem Ordner auf iPhone und iPad zu synchronisieren. Außerdem nutze ich den Veröffentlichungdienst sehr gerne für Flickr, 500px und co. Eine Veränderung am Bild, Lightroom merkt automatisch, dass es neu veröffentlicht werden muss, ein Klick und schon ist alles auf dem neuesten Stand. GENIAL, hab ich so bei Aperture nie gefunden (Selbst bei Apples Fotostream nicht)

- Der Exportdialog gefällt mir in Lightroom auch deutlich besser. Es sind sehr kleinschrittige Einstellungen möglich.

-Genau diese kleinschrittigen Einstellungen haben mich zu Anfang abgeschreckt, da Aperture deutlich eingängiger und einfacher ist. Das liegt allerdings einfach daran, dass Aperture dem nutzer weniger "Wahlfreiheit" lässt.

- In Aperture brauche ich nicht zwischen Bibliothek und Entwickeln-Modul hin und her springen, wie in Lightroom. Alles ging in einem Aufwasch. Das war sehr angenehm.

FAZIT: 
Ich bereue den Umzug zu Lightroom nicht. Es sind einige Bilder in meiner Mediathek, die ich mit Aperture nicht zufriedenstellend bearbeitet bekommen habe. Diese sind nun in Lightroom "erblüht". Aperture ist eingängiger und tiefer im System "Mac" verankert, Lightroom ist allerdings schneller und moderner. Aperture 3 hat immerhin schon ein paar Jahre auf dem Buckel und auf Aperture 4 warten viele schon sehr lange ohne Infos von Apple. Also ich nutze nun gerne Lightroom…

Hier mal der Vergleich. Aperture/Lightroom im Bild (habe mir bei beidem Bildern echt beste Mühe gegeben.

Aperture 3:

Industrie-Portrait (Im Ofen) 4

Lightroom 5:

20130721-IP Glasofen Anne Yvonne-0001



Paddy´s "Wie ich mit Lightroom arbeite"

Ich habe mit der digitalen Bildentwicklung in Aperture auf dem Mac begonnen. Die Arbeitsweise habe ich größtenteils durch Ausprobieren erlernt. Es gibt zwar einige Anleitungen hierzu, aber diese erklären eben nur die Funktionen der einzelnen Regler und Schalter.

Auf einem Workshop mit Paddy „durfte“ ich ihm bei der Bearbeitung seiner Bilder mit Lightroom 5 über die Schulter blicken und war begeistert. Ein so schneller Workflow zur  Sichtung und Bearbeitung eines Shootings hat mich schwer beeindruckt.

Also juckte es in den Fingern und die Testversion von Lightroom war schnell geladen. Dank meines video2brain Abos waren auch flott Lehrvideos zu Lightroom verfügbar. Also 9h Training, in der jede Funktion, jeder Schalter und jeder Regler von Lightroom ausführlich erklärt wird. Nun bin ich im Bereich Computer nicht auf den Kopf gefallen, aber das war schon ein leichter over-kill. Mein Workflow war allerdings immer noch mehr als holperig.

Wieso war Paddy so flott (und gut) in seiner Arbeitsweise, das kann doch nicht nur an der Erfahrung und Übung liegen...

Also musste Paddy´s Videotraining her. Bestellt, geladen und fast am Stück geschaut. Paddy beschreibt in 39 Videos SEINE Arbeitsweise mit Lightroom. Es gibt Funktionen, auf die er nur kurz eingeht, weil er sie eben nicht benutzt. Kritiker mögen nun sagen: „Und woher lerne ich nun etwas über die „vernachlässigten“ Funktionen?“ Paddy erwähnt alle Funktionen, ist aber auch so ehrlich und sagt: „Arbeite ich nicht mit, gefällt mir nicht, zeige ich nicht ausführlich.“ Diese Ehrlichkeit gefällt mir, schließlich geht es um seine Arbeitsweise und nicht um eine vollständige Video-Bedienungsanleitung.

Nachdem ich alle Videos gesehen haben muss ich sagen: Ich werde Paddys Workflow nicht kopieren (können). Aber seine Arbeitsweise zu sehen hat mir enorm geholfen, Lightroom und seine Funktionen zu verstehen. Ich bin nun deutlich schneller und sicherer im Umgang mit Lightroom.

Einen Kritikpunkt gibt es meiner Meinung nach doch (oder auch nicht). Auf die Kapitel, in denen Paddy Bilder komplett in Lightroom bearbeitet, habe ich mich sehr gefreut. Hier beruht Paddys Arbeit allerdings häufiger auf Presets, die man zusätzlich kaufen muss. Zu Beginn habe ich mich etwas darüber geärgert. Doch muss ich sagen, dass es keine 1:1 Anleitungen zur Bearbeitung eines Bilds ist, sondern sein Workflow beschrieben wird. Somit ist das Bild und das Preset eigentlich total egal. Es geht um die Arbeitsweise und die wird sehr gut und verständlich erklärt. Mein anfänglicher Missmut wandelte sich schnell in Begeisterung über dieses Konzept. Man schaut Paddy einfach über die Schulter und lauscht seinen Gedanken zum Bild und dessen Bearbeitung.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Paddy´s Video eine absolute Bereicherung für meine Bildbearbeitung war. Ich habe über seine Arbeitsweise meinen Umgang mit Lightroom (und digitaler Bildentwicklung) überdacht und neu entdeckt. Ich möchte dieses Video nicht mehr in meiner Sammlung missen. 

Eine Schelte bleibt allerdings noch: Hr. Ludolph, was ist „Arschkacki“? (Genau hinschauen, dann findet ihr es...) ;)

Von mir aus eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden, der mit Lightroom arbeitet oder über die Anschaffung nachdenkt.

Ralf

Geht´s (als Anfänger) auch ohne Adobe?

Seit Anfang des Jahres beschäftigen wir (meine Frau und ich) uns tiefer gehend mit der Fotografie. Vorher wurde geknipst, angeguckt und fertig. Wir fotografieren in RAW, was uns mehr Freiheiten gibt. Dies bedeutet allerdings auch, dass wir die Bilder definitiv mit dem PC nachbearbeiten müssen. Bisher nutzen wir Aperture zur Entwicklung der digitalen Bilder, ein Programm was nur auf MACs läuft und eine sehr gute Systemintegration hat. Im Laufe der Zeit wurde auch ein Programm zur digitalen Bearbeitung der Bilder notwendig (hier merkt man schon, wie sehr sich der Begriff "photoshopen" für die digitale Bildbearbeitung etabliert hat).

Da Photoshop sehr teuer ist (300-1500€ oder ab 20€ im Monat) und wir nichts von illegalen Kopien halten, haben wir versucht eine Alternative zu finden. Hier bieten sich viele Programme an: Gimp (kostenlos), Pixelmator (13,99€), Photoshop Elements 11 (knapp 100€) uvm. Ich habe einige davon ausprobiert, möchte in diesem Blog-Post allerdings nicht auf die technischen Unterschiede eingehen (nur soviel, mit allen diesen Bildern kann sehr gut gearbeitet werden und sehr gute Bildergebnisse produziert werden). Mir geht es um ein anderes "Problem":

Wie lernt man neues? Mir zeigt jemand etwas, ich mache es nach und dann wende ich mein Wissen auf neue Situationen an. Und hier kommen wir zu einem großen Problem: Die bekannten, medienpräsenten Fotografen arbeiten fast alle mit Adobe Produkten (Lightroom und Photoshop). Sie geben ihr Wissen gerne auf DVDs, in Büchern, auf Seminaren und auf Youtube weiter. Nun kann man (mit etwas Aufwand) die Arbeitsschritte in anderen Programmen nachvollziehen. Hier ist allerdings die Benennung von Werkzeugen und Filtern anders, was den "Neuling" vor große Probleme stellt. Und es gibt nichts demotivierenderes als die Zeit mit "try-and-fail" zu verbringen. Das gleiche gilt für RAW-Konverter. "Klarheit" in Lightroom heißt "Definition" in Aperture. Ich arbeite sehr gerne mit Aperture, allerdings kann man viele Looks eben nur erschwert nachvollziehen (NICHT auf der technischen, sondern auf meiner persönlichen Anwenderseite). 

Als letztes möchte ich für meine Argumentation noch ein paar Zahlen anführen. Schaut man sich zum Beispiel das Angebot von Video2Brain an, so findet man mehr als 1000 Videos (in 258 Trainings), die sich mit der Bildbearbeitung in Photoshop beschäftigen, der Suchbegriff GIMP findet "nur" 38 Videos in gerade mal 7 Trainings. Ähnliches findet man bei Lightroom (39 Trainings, 517 Videos) und Aperture (15 Trainings, 171 Videos). Selbstverständlich finden sich hier auch Videos zu älteren Versionen der Software, was die zahlen etwas verfälscht. Hier gehen wir allerdings von proportionalen Veränderungen aus 

Ähnliche Ergebnisse finden sich auf Youtube, Amazon etc.

Kommen wir zu unserem Fazit: Wir haben uns lange gegen Lightroom und Photoshop gesträubt. Allerdings ist der Weg (für uns) mit den Alternativen so beschwerlich und zeitraubend geworden, dass wir nun doch Lightroom testen und Photoshop gekauft haben. Das ist kein genereller Tip, nur unsere Entscheidung nach vielen Versuchen. Wir haben uns lange gewunden, aber nun sind wir doch "Adobe". ;) Die Einarbeitung in LR und PS ist (für uns) einfach deutlich einfacher als in die anderen Programme.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns hier eure Erfahrungen und eure Meinungen schreibt. Entweder hier als Kommentar oder per email. 

2-Seelen

"Ich würde gerne auf einem Bild meine beiden Seelen zeigen."

Mit dieser Anfrage meldete sich eine junge Frau bei uns. Erstmal verwirrt, dann aber im Gespräch begeistert von der Idee begannen umgehend mit den Planungen. Die zwarte, helle Seite im Kontrast zur dunklen, starken Seite. 

Angesetzt wurden 2h für das Shooting inkl. der beiden Stylings. Yvonne war bestens vorbereitet und zauberte 2 wundervolle Make-Ups. Auch unterschiedlichen Frisuren wurden problemlos ohne Strom und Glätteisen gezaubert.

Leider machte das Wetter unseren Zeitplan etwas kaputt und wir mussten immer mal wieder kleine Regenpausen einlegen. Trotzdem hatten wir viel Spaß, haben viel gelacht und einige tolle Bilder mit nach Hause gebracht. 

Wir zeigen euch hier nun voller Stolz unser Ergebnis und freuen uns wie immer auf Feedback. 

Wir danken Melanie für diese tolle Idee und ihre Geduld.

 RAS2654
 RAS2687 - Arbeitskopie 2
 RAS2636 - Arbeitskopie 2

Workshop "Light&Location" mit Paddy

"Besorgt mir eine passende Location und ich komme zum Workshop". So oder so ähnlich schrieb Paddy mal in seinem Blog (www.neunzehn72.de). 

 RAS2327


Herausforderung angenommen und nach mehreren emails leider gescheitert. Ich hatte keine geeignete Location finden können (wobei Paddy keine hohen Ansprüche gestellt hat!). Umso glücklicher war ich, als der Studiotausch von Paddy und Krolop&Gerst (Köln) bekannt gegeben wurde. Also den Samstags-Termin sofort gebucht. Gefühlt war er in 5 Minuten ausgebucht. 

Meine Vorfreude stieg und jeder, dem ich davon erzählte fragte als erstes: "Ludolph? Ist das einer von dem Schrottplatz?" NEIN, ist er nicht! ;)

Also Samstag ab nach Köln, ein lässig im Türrahmen stehender Paddy (der Freitags aus Hamburg angereist war) begrüßte uns. Das Gruppenklima war sofort Bombe, kurze Begrüßung und theoretische Einführung und nach 30 Minuten ging's schon raus. Kamera im Anschlag zogen wir durch das den meisten (inkl. Paddy) unbekannte Köln. Wir kamen gerade 20 Meter weit, schon hatte er die erste "Location" gesichtet, ein Garagentor. Unsereins sucht Stunden, Tage, Monate nach einer aussergewöhnlichen Location, Paddy macht vor einem Garagentor mit dem passenden Licht (Licht ist wichtiger als Location) einfach ein Knaller-Bild. Ich bin begeistert. Reihum übernahm nun jeder die Führung, sollte an einer selbstgesuchten "Location" eine Bildidee entwickeln und umsetzen. Leider war die Gruppe hierfür etwas zu "lebhaft" und sehr schnell verteilten sich die Teilnehmer um zu üben. Stand kein Model zur Verfügung, so wurde an einander geübt. So entstand auch dieses Bild von einer Fotografin:

 RAS2258

Mittags eine kurze Pause bei Pizza und Smalltalk und weiter gings. Am Nachmittag wurden weitere Locations und vor allem Lichtsituationen gesucht und genutzt. Mein größter Respekt an die beiden Models Lisa und Isabel… Wenn so viele Kameras auf einen gerichtet sind. Der Tag war enorm anstrengend für die beiden. Ich musste mir davon mal ein Bild machen…

 RAS2446


Und schon war der Tag rum, Feedbackrunde und dann die Frage von Paddy: "Also wenn noch wer Lust hat, ich würde noch ein Bier trinken?" Darüber musste keiner so lange nachdenken. Ab in die "Alte Feuerwache" und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Ich könnte nun aufzählen, was an diesem Tag alles super war. Es geht aber schneller, wenn ich sage:

Das war nicht das letzte Mal, dass ich bei Paddy auf einem Workshop war. Wer das nicht erlebt hat, dem fehlt was. Ein großes Dankeschön an Paddy und an alle restlichen Teilnehmer. Die Gruppe war einmalig. :-)

In diesem Sinne noch ein paar "Ergebnisse" des Tages, vielen Dank an alle Beteiligten!

 RAS2295 - Arbeitskopie 2
 RAS2385 (1)
 RAS2251
 RAS2404 - Arbeitskopie 2
 RAS2287
 RAS2337 (1)
 RAS2413


Möglichkeiten der Technik

Hallo liebe Blogleser.

Ich habe vor einigen Monaten ein Foto auf einem Workshop gemacht. Es ging um Nachtfotografie. Zu Hause war ich mit dem fertigen Foto recht zufrieden, wobei schon einige Fehler auffielen. Aber ich lerne noch.

Nun 4 Monate (und viele entwickelte Bilder) später habe ich mir das Foto nochmal vorgenommen und neu entwickelt. Ich bin begeistert von dem Unterschied. Ich habe keine andere Software oder keine anderen Filter verwendet. Alles ist gleich, nur mein Wissensstand nicht. Ich binb gespannt, was ich in 6 Monaten aus diesem Bild herausholen kann. Ich werde berichten….


Ein Tag auf der Annakirmes

Bisher haben wir einen großen Schwerpunkt auf die People-Fotografie gelegt. Trotzdem wollten wir uns die Annakirmes in Düren nicht zum üben entgehen lassen.

In Bereich der Langzeitbelichtungen haben wir keine großen Erfahrungen, mit den Ergebnissen sind wir aber sehr zufrieden. Hier eine kleine Auswahl:


Als Ausblick: Wir gehen einen Abend mit 2 Models auf die Kirmes und werden wir versuchen das Brilliant-Feuerwerk einzufangen. Also seid gespannt, was da noch kommt.

Euer RaSch-Foto Team

40° im Schatten

Ein sonniger Tag, gefühlte 40°C im Schatten und kein Windlüftchen.

Was macht der begeisterte Fotokünstler? Er mietet eine alte Industriehalle, besorgt sich 3 Models und eine Visagistin und macht einen Shootingmarathon.

Na gut, als wir mit der Planung für das Shooting anfingen, war das Wetter noch nicht absehbar. Da man nicht jeden Tag in eine alte Fabrik mit Property-Release reinkommt, sollte an dem Tag möglichst viele Settings und Ideen umgesetzt werden. 3 Models, 9 Sets und 8 Stunden Zeit… 

Das wichtigste zuerst: Wir hatten super viel Spaß und haben sehr viel gelacht. Aber wir haben auch gemerkt wie anstregend unser Plan war. Sowohl Models, als auch Visa und Fotograf kamen am frühen Nachmittag an ihre Grenzen, nicht nur wegen des Wetters. Aber das ist das schöne an der Hobbyfotografie: Wir konnten aufhören, als es am Schönsten war und wir gesamt knapp 1000 Aufnahmen gemacht hatten...

An dieser Stelle danken wir allen beteiligten Personen, inkl. dem freundlichen Besitzer der Fabrikhalle. Hier ein Gruppenfoto vom Set, die fertigen Fotos zeigen wir natürlich auch bald.

Eure Yvonne und Ralf

Industrie sortieren 36


Monitorkalibrierung (ColorMunki)oder besser Monitorprofilierung

"Brauch ich nicht!

Das habe ich mir immer gedacht. Bilder wurden gemacht, bearbeitet und gespeichert. Von den besten wurden Abzüge gemacht.
Es wunderte uns schon, dass der ein oder andere Betrachter "komische Flecken" auf meinen Bildern im Internet sah oder die Abzüge anders aussahen als erwartet. Das war ärgerlich, aber für uns erstmal nicht zu ändern. Eine Ausgabe von happyshooting (www.happyshooting.de) brachte mich dann zum Thema Farbmanagement. 

Zuerst einmal den Unterschied zwischen kalibrieren und profilieren:Einige Monitore besitzen die Möglichkeit einer Kalibrierung. Hierbei wird hardwareseitig ins Farbmanagement eingestellt. Die deutlich verbreitetere Methode ist die Profilierung. Hierbei wird ein Farbprofil erstellt und dieses im Betriebssystem hinterlegt. Keine Sorge, darum kümmert sich die jeweilige Software selber. Hier wird dem Rechner quasi gesagt, dass er Farbe x um Wert y verschieben muss. Es werden also „verschobene“ Farbsignale an den Monitor geschickt, damit dieser es dann (in Addition seiner eigenen „Fehler“) richtig anzeigt. Im folgenden Artikel geht es also um ein Hilfsmittel zur Profilierung.

Nach einiger Recherche kristallisierten sich 2 für uns interessante Systeme heraus. Der Spyder4Express von ColorVision (ca. 110€) und der ColorMunki Smile (ca. 80€). Diverse Rezensionen bei amazon und die 30€ Unterschied waren der Grund den ColorMunki zu testen. Außerdem wollte ich einen kalibrierten Monitor und kein Studium im Farbmanagement absolvieren.

Nach einer einfachen Installtion wurde zuerst das Macbook (TFT) und danach ein externer Monitor (LCD) kalibriert. Die Software erstellt vollautomatisch für jeden Monitor ein eigenes icc-Profil, welches in den Systemeinstellungen hinterlegt wird. Eine variable Erinnerung meldet sich alle 1,2 oder 4 Wochen, um eine Rekalibrierung durchzuführen. 

Nach der Profilierung war ich sehr erschrocken. Mein Desktop-Hintergrundbild (eine Eigenkreation) sah plötzlich schrecklich aus. Man erkannte die Schnittkanten des zusammengestellten Bilds. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte hier das "Ursprungsbild" und das neu erstellte auf dem profilierten Monitor:

Desktop (original)
Desktop

 Man erkennt deutlich um das obere Bild herum einen grauen Absatz. (Wenn nicht sollten Sie Ihren Monitor dringend profilieren) ;) 

Seitdem haben wir keine Beschwerden mehr und unsere Abzüge sehen richtig gut aus.

FAZIT:

Ich kann keinen praktischen Vergleich zum Spyder4 ziehen, da ich ihn nicht getestet habe. Ein befreundeter Hobbyfotograf profiliert seinen Monitor mit einem Spyder. Die Darstellung der Bilder ist auf beiden Monitoren subjektiv identisch. Der Spyder4Express kann allerdings (laut technischen Daten des Herstellers) nur einen Monitor profilieren. Der ColorMunki Smile profiliert mehrere. Dies, die subjektiven Ergebnisse und der günstige Preis ist ein ganz klares Pro für den kleinen Munki. Ich möchte ihn nicht mehr missen. 

Nicht zu vernachlässigen ist allerdings die Tatsache, dass der Aufstellort und der Lichteinfall am Arbeitsplatz einen großen Einfluss auf die Darstellung des Monitors hat. 

Es handelt sich bei diesem Blog-Eintrag um unsere subjektive Meinung. Wir haben kein Testlabor oder Langzeittests. Wir sind vom ColorMunki Smile absolut überzeugt.

Fragen oder Feedback?

info (at) raschfoto.de

Aber nicht für Facebook...

Liebe Blog-Leser.

Ich möchte hier etwas thematisieren, was uns immer wieder "begegnet". Wir fotografieren ausschließlich TFP, dass heißt wir machen Fotos mit jemanden und keiner der beiteiligten Personen muss etwas zahlen. Dafür dürfen beide aberdie Bilder nicht-Kommerziell nutzen. Dies wird für jedes Shooting in einem TFP-Vertrag geregelt.

Wieso machen wir also Fotos? Es ist für uns eine Kunstform, es macht uns Spaß und wenn wir dann noch positives Feedback bekommen sind wir glücklich. Außerdem lernen wir bei jeden Shooting etwas.

Wo bekommen wir nun das Feedback her? Hierzu haben wir 4 Wege zur Verfügung:

1. Unser Portfolio:
Wir lassen ganz besondere Fotos ausbelichten und haben uns ein Portfolio zusammengestellt. Dieses sehen natürlich nur ganz wenige Menschen

2. Unsere Homepage:
Unser "Schätzchen". Leider aufgrund der Vielzahl der Homepages mittelmäßig besucht. Feedback zu unseren Bildern gibt es hierüber so gut wie keine.

3. Fotoplattformen:
Feedback gibt es hier viel, aber meinem persönlichen Empfinden nach eher aus der Retorte. Persönlich ist das Feedback selten und bringt uns selten weiter.

4. Facebook:
Unserer Meinung nach die beste Möglichkeit um Feedback zu seinen Bildern zu bekommen. Hier werden wir angeschrieben, kriegen Anfragen zu neuen Ideen und noch vieles mehr. 

Nun zum Sinn dieses Beitrags:
Immer wieder schreiben uns Models, dass sie ja nix gegen eine Veröffentlichung im Internet (Homepage etc.) haben, aber die Bilder für Facebook wollen sie mit aussuchen. Dies wäre ein enormer Aufwand für uns und ist nicht realisierbar.

Nun fragen wir uns: Wo ist der Unterschied zwischen Facebook und Internet? Wir verstehen es nicht. Kennt ihr dieses Phänomen? Wenn ihr liebe Leser eine Idee habt, postet es unter diesem Beitrag oder schreibt uns an…

Ralf

"Für welche Zeitung ist denn das?"

Heute möchten wir über ein immer wieder auftretendes Phänomen schreiben. Kaum ist man in der Stadt mit einem Model und einer Kamera unterwegs bemerkt man die ersten neugierigen Blicke. Packt man dann noch einen Blitz und eine kleine Softbox aus ist man automatisch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die weniger aufdringlichen schauen zu und genießen. Immer wieder kommen mehr oder weniger höfliche Fragen:

Von: "Entschuldigen Sie bitte, in welcher Zeitung wird das denn zu sehen sein?", über "Entschuldigen, darf ich auch mal mit auf ein Bild mit der hübschen Frau!" bis hin zu "Ey Alter, ist doch gar kein Pornostar wie du gesagt hast!".

Die ganz aufdringlichen zücken Kamera oder Handy und fangen an mit zu knipsen oder laufen dauernd durchs Bild.

Wie wir damit umgehen? Freundliche Fragen werden generell höflich beantwortet, gerne zücken wir dann auch eine Visitenkarte mit unserer Homepage. So haben wir schon das ein oder andere mal nette und interessante Leute kennen gelernt. Die unhöflichen werden auch dementsprechend abgefrühstückt. Hier strecken wir gerne schonmal ein wenig die Wahrheit. Obwohl wir nur TFP-Shootings machen wird das Model dann schonmal "sehr teuer, die kostet mich 700€ die Stunde und ich muss fertig werden!" oder "ich habe Abgabedruck und muss noch dieses Bild machen, sorry keine Zeit!" Das klappt erstaunlich gut. 

Die Mitknipser werden gefragt, ob sie sich an den (nicht vorhandenen) Modelkosten beteiligen und auf §22 KunstUrhG hingewiesen. 

Wir haben uns mittlerweile dran gewöhnt, aber unsere Models stehen meist das erste mal vor der Kamera. Die werden von uns mittlerweile vorher auf die Möglichkeit eines unschönen "Gafferangriffs" hingewiesen.

Kennt ihr solche Situationen Wie geht ihr damit um? Freuen uns auf eure Geschichten und Ideen in den Kommentaren zu diesem Blog.

Hier noch ein Bild vom letzten Stadt-Shooting… (GAAAANZ teures Model ;) )

Into the Night (Model Sandra) 287



Ein haariges Thema...

„Und was machen wir mit meinen Haaren?“

Diese Frage habe ich vor Shootings häufiger gehört. Im Bereich Make-Up habe ich schonErfahrungen gemacht. Hier bewege ich mich mittlerweile auch relativ sicher. Aber Haare? Nun trage ich seit gut 20 Jahren eine Kurzhaarfrisur. Aber ich habe den Anspruch die Models optimal auf die Shootings vorzubereiten. 

Also was tut man, wenn man was nicht kann? Man lässt es sich erklären.

Ich kannte Ela (www.sternenauge.eu) bereits von einem anderen Workshop und war von ihrer Art, ihren Ideen und ihrem Fachwissen begeistert. Also war nur eine kurze Überlegung, ob ich mich zu Ihrem Hair-Styling Workshop anmelden soll.


Sonntag 12h ging es los. Eine Dozentin, neun Teilnehmer und 12 Übungsköpfe trafen sich im Seminarraum. Ela schaffte es sofort eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und gab uns eine kurze Einführung in den Bereich „Haarpflege“. Schließlich soll das Model nicht mit gesunden Haaren zum Shooting kommen und mit kaputten nach Hause fahren. Im Anschluss ging es mit der ersten Frisur los. 

Ich wurde mit einem Glätteisen auf Haarsträhnen los gelassen. Abgebrannt habe ich keine! ;)

Insgesamt haben wir sieben Variationen inkl. Accessoires gelernt und viele weitere Ideen für Variationen erhalten. Zusammenfassend kann man sagen: KOMMT HER MIT EUREN HAAREN! ;)


Ich danke Ela für die vielen Ideen und dass sie mir die Angst vor dem haarigen Thema genommen hat. Ich freue mich schon auf den Workshop „Kreative Make-Up“, für den ich mich direkt angemeldet habe.  


Ich bin nun keinesfalls Profi, aber ich habe die Grundlagen um mich zu probieren.


Leider gibt es keine Bilder von dem Workshop, da ich so mit üben beschäftigt war, dass ich keine Bilder machen konnte.


 ♥ Eure Yvonne 


PS: Gefällt euch der Beitrag? Dann liked ihn oder kommentiert ihn. Hab mir echt Mühe gegeben.

Make-up Seminar

Am Sonntag war ich in Düren auf einem Make-up-Workshop. Ela von www.sternenauge.eu hat uns einen spannenden Tag mit vielen neuen Ideen bereitet. Die Stimmung war gut und ich habe echt viel gelernt. 

Also an dieser Stelle ein Aufruf: Wer möchte sich als Übungsmodel zur Verfügung stellen? 

Einfach eine email an

makeup (at) raschfoto.de

schicken und wir schauen was geht.

Eure Yvonne

Unsere neue Seite geht online

Viel Spaß auf unserer neuen Homepage. Wir werden hier nicht nur Fotos zeigen, sondern planen auch einen Blog. Hier wollen wir primär unseren Weg der Fotografie dokumentieren. Also Seminare die wir besuchen, Produkte die wir testen bis hin zu Erfahrungen die wir machen…

Seid gespannt...


facebook-2  500px-icon-2  20161020 19-36-58  NEU 001
©raschfoto.de

(Impressum&Datenschutz)